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	<title>Integration Archive - Lösungsbilder</title>
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	<description>Institut für Systemaufstellung &#38; Coaching in Köln-Bonn</description>
	<lastBuildDate>Thu, 12 Mar 2026 14:38:01 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Integration Archive - Lösungsbilder</title>
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	<item>
		<title>Abgrenzung in Beziehungen lernen &#8211; weibliche Emanzipation von transgenerationalen Beziehungsmustern</title>
		<link>https://loesungsbilder.de/abgrenzung-in-beziehungen-lernen-weibliche-emanzipation-von-transgenerationalen-beziehungsmustern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Prisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2026 13:42:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Weiterbildungen]]></category>
		<category><![CDATA[Ahnen]]></category>
		<category><![CDATA[Ambivalenz]]></category>
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		<category><![CDATA[transgenerationale Muster]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Weibliche Emanzipation in Beziehungen – ein transgenerationales Thema Ein Fallbeispiel aus der Aufstellungsarbeit Viele Menschen merken erst spät, dass sie sich in Beziehungen schwer abgrenzen können. Bedürfnisse werden&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://loesungsbilder.de/abgrenzung-in-beziehungen-lernen-weibliche-emanzipation-von-transgenerationalen-beziehungsmustern/">Abgrenzung in Beziehungen lernen &#8211; weibliche Emanzipation von transgenerationalen Beziehungsmustern</a> erschien zuerst auf <a href="https://loesungsbilder.de">Lösungsbilder</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Weibliche Emanzipation in Beziehungen – ein transgenerationales Thema</h2>



<p><strong>Ein Fallbeispiel aus der Aufstellungsarbeit</strong></p>



<p>Viele Menschen merken erst spät, dass sie sich in Beziehungen schwer abgrenzen können. Bedürfnisse werden lange zurückgestellt, Grenzen werden erst ausgesprochen, wenn innerlich bereits ein Rückzug oder sogar eine Trennung stattgefunden hat.</p>



<p><strong>Abgrenzung in Beziehungen lernen</strong> bedeutet deshalb oft nicht nur, neue Kommunikationsstrategien zu entwickeln. Häufig spielen auch tiefere familiäre oder transgenerationale Muster eine Rolle.</p>



<p>Das folgende Fallbeispiel aus der systemischen Aufstellungsarbeit zeigt, wie der Kontakt zum eigenen inneren Kern helfen kann, Abgrenzung in Beziehungen zu lernen, ohne die Verbindung zu den eigenen Wurzeln zu verlieren.</p>



<p><em>(Zum Schutz der Privatsphäre wurden einzelne Details verändert.)</em><br></p>



<h2 class="wp-block-heading">Ausgangssituation: Eine Frau möchte Abgrenzung in Beziehungen lernen</h2>



<p>Im Rahmen eines Weiterbildungsmoduls zur Arbeit mit Paarbeziehungen arbeitete eine etwa 45-jährige Frau mit russischen Wurzeln an einem persönlichen Anliegen.</p>



<p>Einige Zeit zuvor – etwa vier bis sechs Monate – hatte sie sich von ihrem Partner getrennt. Die Trennung war nach einem längeren inneren Prozess erfolgt und letztlich im Guten geschehen. Beide konnten gut damit leben.</p>



<p>Nach der Trennung erlebte sie zunächst ein Gefühl von Freiheit und Erleichterung. Gleichzeitig stellte sie sich eine wichtige Frage.</p>



<p>Rückblickend hatte sie bemerkt, dass sie in der Beziehung ihre Grenzen sehr lange nicht wahrgenommen hatte. Innerlich hatte sie sich bereits deutlich früher von ihrem Partner entfernt, bevor sie schließlich die Trennung ausgesprochen hatte.</p>



<p>Sie formulierte ihr Anliegen so:</p>



<p><strong><em>„Ich habe in der Beziehung meinen Kern nicht gespürt.“</em></strong></p>



<p>Ihr Wunsch war es, <strong>Abgrenzung in Beziehungen zu lernen</strong>, damit zukünftige Beziehungen nicht erst dann enden müssen, wenn sie sich innerlich bereits zurückgezogen hat.</p>



<p>Sie wollte:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>ihre eigenen Bedürfnisse früher spüren</li>



<li>Grenzen rechtzeitig wahrnehmen</li>



<li>diese klar aussprechen können</li>



<li>Beziehungen gestalten, ohne sich selbst zu verlieren</li>
</ul>



<p></p>



<p>Im Gespräch wurde außerdem deutlich, dass sie einen Zusammenhang zu ihrer weiblichen Herkunftslinie vermutete.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Aufstellung: Wie Abgrenzung in Beziehungen sichtbar wird</h2>



<p>Für die Aufstellung wurden folgende Elemente gewählt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>eine Stellvertreterin für die Klientin</li>



<li>eine Stellvertreterin für die weibliche Ahnenlinie</li>



<li>ein möglicher zukünftiger Partner</li>
</ul>



<p></p>



<p>Der Partner diente zunächst als Testfigur. Am Ende sollte überprüft werden, ob sich die innere Haltung der Klientin verändert hatte und ob sie nun <strong>Abgrenzung in Beziehungen besser verkörpern kann</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das innere Dilemma zwischen Verbindung und Abgrenzung</h3>



<p>Schnell zeigte sich eine starke Verbindung zwischen der Klientin und der weiblichen Ahnenlinie.</p>



<p>Gleichzeitig entstand ein deutlich spürbares Dilemma.</p>



<p>Die Stellvertreterin beschrieb zwei gegensätzliche Impulse:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Einerseits wollte sie sich <strong>abgrenzen</strong> und ihren eigenen Weg gehen.</li>



<li>Gleichzeitig wollte sie <strong>die Verbindung zu den Frauen ihrer Familie nicht verlieren</strong>.</li>
</ul>



<p></p>



<p>Auch räumlich zeigte sich eine interessante Dynamik. Die Ahninnen standen sehr präsent im Raum und suchten immer wieder die Nähe zur Klientin.</p>



<div class="wp-block-uagb-image uagb-block-0a8137f7 wp-block-uagb-image--layout-default wp-block-uagb-image--effect-static wp-block-uagb-image--align-none"><figure class="wp-block-uagb-image__figure"><img loading="lazy" decoding="async" srcset="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/1-Ausgangsbild-Dilemma-zwischen-Verbundenheit-und-Abgrenzung-1024x1024.jpg " sizes="auto, (max-width: 480px) 150px" src="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/1-Ausgangsbild-Dilemma-zwischen-Verbundenheit-und-Abgrenzung-1024x1024.jpg" alt="Dilemma zwischen Verbundenheit  mit den weiblichen Ahnen und Abgrenzung" width="1024" height="1024" title="Ausgangsbild - Dilemma zwischen Verbundehnheit und Abrenzung zu den Ahnen" loading="lazy" role="img"/></figure></div>



<p>Dieses Bild macht sichtbar, warum es manchmal so schwierig ist, <strong>Abgrenzung in Beziehungen zu lernen</strong>: <br>Es geht nicht nur um die aktuelle Partnerschaft, sondern auch um Loyalitäten gegenüber der eigenen Herkunft.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Würdigung der Ahnen als erster Lösungsschritt</h3>



<p>Die Stellvertreterin der Klientin wandte sich an die Frauen ihrer Familie und sagte:</p>



<p><em><strong>„Schaut freundlich auf mich, wenn ich es anders mache als ihr.“</strong></em></p>



<p>Und ergänzend ließ ich sie noch die weiblichen Ahnen für ihre Leistung für die Familien würdigen.</p>



<p><strong><em>„Danke für alles, was ihr für unsere Familie getragen habt.“</em></strong></p>



<p>Dabei wurde deutlich, dass sie ein starkes Schuldgefühl spürte. Ein Teil von ihr hatte das Gefühl, die Leistungen der Frauen zu verraten, wenn sie selbst einen anderen Weg gehen würde.</p>



<p>Sie ergänzte:</p>



<p><strong><em>„Durch das, was ihr geleistet habt, kann ich heute freier und selbstbestimmter leben.“</em></strong></p>



<p>Diese Würdigung brachte etwas Entspannung in die Situation, löste die Dynamik jedoch noch nicht vollständig.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Den eigene Kern spüren – eine Voraussetzung für Abgrenzung</h2>



<p>Im Gespräch hatte die Klientin mehrfach gesagt, sie spüre ihren Kern bzw. ihre Genzen nicht.</p>



<p>Deshalb ergänzte ich ein weiteres Element: <strong>den Kern der Klientin</strong>.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannung-und-unklare-Ordnung-1-1024x1024.jpg" alt="Ergänzung des eigenen Kerns als erste Intervention" class="wp-image-23356" srcset="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannung-und-unklare-Ordnung-1-1024x1024.jpg 1024w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannung-und-unklare-Ordnung-1-300x300.jpg 300w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannung-und-unklare-Ordnung-1-150x150.jpg 150w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannung-und-unklare-Ordnung-1-768x768.jpg 768w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannung-und-unklare-Ordnung-1-370x370.jpg 370w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannung-und-unklare-Ordnung-1-120x120.jpg 120w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannung-und-unklare-Ordnung-1-840x840.jpg 840w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannung-und-unklare-Ordnung-1-410x410.jpg 410w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannung-und-unklare-Ordnung-1-600x600.jpg 600w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannung-und-unklare-Ordnung-1-500x500.jpg 500w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannung-und-unklare-Ordnung-1.jpg 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ergänzung des eigenen Kernst als erste Intervention</figcaption></figure>



<p>Die Stellvertretung für diesen Kern zeigte eine bemerkenswerte Dynamik. Der Kern stand zunächst nicht klar bei der Klientin, sondern bewegte sich zwischen ihr und der Ahnenlinie. Und die weiblichen Ahnen schienen sehr interessiert, ja sogar angezogen vom Kern der Klientin.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der fehlende Kern der Ahnen</h3>



<p>An diesem Punkt entstand eine neue Hypothese: Vielleicht hatten auch die weiblichen Ahninnen keinen stabilen Kontakt zu ihrem eigenen Kern.</p>



<p>Deshalb wurde zusätzlich <strong>der Kern der Ahnen</strong> aufgestellt.</p>



<p>Die Wirkung war unmittelbar sichtbar. Der Kern der Ahnen bewegte sich sofort zu ihnen. In diesem Moment wurden die Ahninnen deutlich ruhiger.</p>



<p>Es entstand der Eindruck, dass sie zuvor etwas bei der Klientin gesucht hatten – <strong>Kontakt zum eigenen Kern</strong>.</p>



<div class="wp-block-uagb-image uagb-block-62f49354 wp-block-uagb-image--layout-default wp-block-uagb-image--effect-static wp-block-uagb-image--align-none"><figure class="wp-block-uagb-image__figure"><img loading="lazy" decoding="async" srcset="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/3-Ergaenzung-des-fehlenden-Kerns-der-Ahnen-1024x1024.jpg ,https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/3-Ergaenzung-des-fehlenden-Kerns-der-Ahnen.jpg 780w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/3-Ergaenzung-des-fehlenden-Kerns-der-Ahnen.jpg 360w" sizes="auto, (max-width: 480px) 150px" src="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/3-Ergaenzung-des-fehlenden-Kerns-der-Ahnen-1024x1024.jpg" alt="Die Ergänzung des fehlenden Kerns der Ahnen" class="uag-image-23357" width="1024" height="1024" title="Die Ergänzung des fehlenden Kerns der Ahnen" loading="lazy" role="img"/></figure></div>



<p>Die Klientin wandte sich an die Frauen ihrer Familie und ich ließ sie die folgenden Worte sagen:</p>



<p><em><strong>„Liebe Mütter, ich kann euch euren Kern nicht ersetzen</strong>!<br><strong>Ich habe meinen und ihr habt euren!“</strong></em></p>



<p>Dieser Satz brachte eine neue Ordnung in die Situation.</p>



<p>Der eigene Kern gehört zur Klientin.<br>Der Kern der Ahninnen gehört zu ihnen.</p>



<p>Erst durch diese klare Zuordnung konnte sich die Dynamik entspannen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Test: Kann die Klientin nun Abgrenzung in Beziehungen lernen?</h2>



<p>Zum Abschluss wurde der zuvor aufgestellte Stellvertreter für einen möglichen Partner wieder einbezogen.</p>



<div class="wp-block-uagb-image uagb-block-58acb5fb wp-block-uagb-image--layout-default wp-block-uagb-image--effect-static wp-block-uagb-image--align-none"><figure class="wp-block-uagb-image__figure"><img loading="lazy" decoding="async" srcset="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/4-Loesungsbild-In-Selbstverbindung-in-Beziehung-gehen-1024x1024.jpg ,https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/4-Loesungsbild-In-Selbstverbindung-in-Beziehung-gehen.jpg 780w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/4-Loesungsbild-In-Selbstverbindung-in-Beziehung-gehen.jpg 360w" sizes="auto, (max-width: 480px) 150px" src="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/4-Loesungsbild-In-Selbstverbindung-in-Beziehung-gehen-1024x1024.jpg" alt="Lösungsbild - In Selbstverbindung in Beziehung gehen" class="uag-image-23358" width="1024" height="1024" title="Lösungsbild - In Selbstverbindung in Beziehung gehen" loading="lazy" role="img"/></figure></div>



<p>Die Stellvertreterin der Klientin drehte sich zu ihm um: Zum ersten Mal standen sich beide <strong>wirklich gegenüber</strong>.</p>



<p>Die Klientin stand nun sichtbar <strong>in Kontakt mit ihrem eigenen Kern</strong>. Dadurch entstand eine neue Qualität der Begegnung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Reflexion der Aufstellung</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Systemische Loyalität – warum Abgrenzung sich manchmal wie Verrat anfühlt</h3>



<p>Ein zentrales Moment in dieser Aufstellung war das Schuldgefühl der Klientin.</p>



<p>Der Familientherapeut <strong>Ivan Boszormenyi-Nagy</strong> beschrieb solche Dynamiken als <strong>unsichtbare Loyalitäten zwischen Generationen</strong>.</p>



<p>Gerade in Familien, in denen Frauen über Generationen hinweg viel Verantwortung getragen haben, kann es sich innerlich schwierig anfühlen, <strong>Abgrenzung in Beziehungen zu lernen</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der eigene Kern und systemische Selbstintegration</h3>



<p>Die Dynamik dieser Aufstellung lässt sich auch mit einem Konzept des systemischen Therapeuten <strong>Ero Langlotz</strong> verstehen.</p>



<p>Langlotz spricht von <strong>systemischer Selbstintegration</strong>. Dabei steht das eigene <strong>Selbst oder der Kern</strong> im Mittelpunkt der persönlichen Orientierung.</p>



<p>Wenn Menschen versuchen, mit ihrem eigenen Selbst etwas auszugleichen, das in ihrem Familiensystem fehlt, nennt Langlotz dies eine <strong>„Verstrickung im System Individuum“</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fazit: Abgrenzung in Beziehungen lernen beginnt im Kontakt mit sich selbst</h3>



<p>Dieses Fallbeispiel zeigt eine Dynamik, die viele Menschen kennen: In Beziehungen &#8211; gerade in engen Paarbeziehungen &#8211; kann man sich verlieren. Denn immer wieder stellt sich uns die Herausforderung das Dilemma zwischen Autonomie und Bezogenheit zu lösen: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Nehme ich mir heute den Raum und gehe alleine in die Sauna oder verbinde ich den Abend mit meinem Partner?</li>



<li>Verzichte ich auf den Ausflug mit meinen Freunden am Wochenende oder mute ich meinem Partner ein Wochenende allein mit den Kindern zu?</li>



<li>Sage ich, dass ich heute nicht kuschelig bin oder lasse ich mich auf Intimität ein?</li>
</ul>



<p></p>



<p>Abgrenzung in Beziehungen zu lernen bedeutet nicht nur, „Nein“ sagen zu können. Oft braucht es zunächst einen tieferen Schritt: <strong>den Kontakt zum eigenen Kern</strong> sowie den Mut und die Fähigkeit über die eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu kommunizieren. </p>



<p>Erst wenn wir spüren,</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>was wir brauchen</li>



<li>wo unsere Grenzen liegen</li>



<li>was sich stimmig anfühlt</li>
</ul>



<p></p>



<p>können wir Beziehungen gestalten, ohne uns selbst zu verlieren.</p>



<p>Die Aufstellung half der Klientin, genau diesen Kontakt wiederzufinden – verbunden mit ihrer Herkunft und gleichzeitig frei, ihren eigenen Weg zu gehen.</p>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Abgrenzung von der Mutter – und wieder für die eigenen Bedürfnisse sorgen</title>
		<link>https://loesungsbilder.de/abgrenzung-von-der-mutter-und-sorge-fuer-die-eigenen-beduerfnisse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Prisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2026 08:44:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Systemische Aufstellungsarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Abgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[EigeneBedürfnisse]]></category>
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		<category><![CDATA[Mutter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8211; Ein Fallbeispiel aus unserer Aufstellungsarbeit zu Grenzen zwischen Mutter und Tochter Der folgende Aufstellungsfall aus einem Praxisseminar zur Paar- und Aufstellungsarbeit beschreibt exemplarisch den Weg von der&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">&#8211; Ein Fallbeispiel aus unserer Aufstellungsarbeit zu Grenzen zwischen Mutter und Tochter</h2>



<p>Der folgende Aufstellungsfall aus einem Praxisseminar zur Paar- und Aufstellungsarbeit beschreibt exemplarisch den Weg <strong>von der Identifikation zur Abgrenzung von der Mutter</strong> – und wie dadurch auch wieder mehr Klarheit in der eigenen Partnerschaft entstehen kann.</p>



<p>In der systemischen Aufstellungsarbeit wird immer wieder sichtbar, wie stark aktuelle Beziehungen von früheren Bindungsdynamiken geprägt sein können. Besonders deutlich zeigt sich dies in Beziehungen zwischen Müttern und Töchtern, wenn eine sehr enge emotionale Verbindung entstanden ist, in der eigene Bedürfnisse kaum noch Raum haben.</p>



<p><em>(Zum Schutz der Privatsphäre wurden einzelne Details verändert.)</em></p>



<p class="has-text-align-center"><em>Das folgende Video visualisiert die zentralen Interventionen des Fallbeispiels. </em></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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</div></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Eine sehr enge Bindung zur Mutter hindert Selbstfürsorge</h3>



<p>Die Klientin berichtete von einer sehr intensiven Beziehung zu ihrer Mutter. Zwischen beiden bestand eine starke emotionale Verbindung, die teilweise etwas Verschmelzendes hatte: viel gegenseitiges Zuhören, viel emotionales Getragensein – aber auch eine große Verantwortung der Tochter für die Bedürfnisse der Mutter.</p>



<p>Über viele Jahre hinweg hatte die Klientin eine Rolle übernommen, in der sie emotional für ihre Mutter da war, ihr zuhörte und ihre Sorgen mittrug.&nbsp;</p>



<p>Die eigenen Bedürfnisse traten dabei zunehmend in den Hintergrund. Diese Dynamik wirkte sich auch auf ihre Partnerschaft aus.&nbsp;</p>



<p>Die Klientin bemerkte, dass sie ihren eigenen Mann oft kaum noch wirklich wahrnehmen konnte, denn innerlich blieb sie stark auf ihre Mutter ausgerichtet.</p>



<p>Ihr Anliegen für die Aufstellung war daher:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>die Beziehung zur Mutter noch einmal genauer anzuschauen</li>



<li>mehr Abstand und Eigenständigkeit zu entwickeln</li>



<li>wieder stärker in Kontakt mit den eigenen Bedürfnissen und Grenzen zu kommen.&nbsp;</li>
</ul>



<p>Wichtig ist zu erwähnen, dass diese Klientin bereits längere Zeit mit mir gearbeitet hatte. Zu Beginn unserer Zusammenarbeit fiel es ihr sehr schwer, zwischen den eigenen Bedürfnissen und denen anderer Menschen zu unterscheiden. Sie war so stark daran gewöhnt, für andere da zu sein, dass sie die Bedürfnisse anderer sensibel wahrnahm, während sie die eigenen nicht ausreichend achtete.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Erste Klärung: Kann sie sich selbst von der Mutter unterscheiden?</h3>



<p>Zu Beginn der Aufstellung arbeitete ich zunächst mit einer verdeckten Stellungsarbeit:<br>Zwei Stellvertreterinnen wurden im Raum positioniert – eine für die Mutter und eine für die Klientin selbst. Die Klientin wusste zunächst nicht, welche Person welche Rolle hatte.</p>



<p>Sie wurde gebeten, sich zu den beiden Personen in Beziehung zu setzen und zu erspüren, wer ihre Mutter und wer sie selbst sein könnte. Die Unterscheidung gelang ihr erstaunlich klar.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-uagb-image uagb-block-f1df6754 wp-block-uagb-image--layout-default wp-block-uagb-image--effect-static wp-block-uagb-image--align-none"><figure class="wp-block-uagb-image__figure"><img loading="lazy" decoding="async" srcset="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/1-Ausgangsbild-Starke-Bindung-zwischen-Mutter-und-Tochter-1-1024x1024.jpg ,https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/1-Ausgangsbild-Starke-Bindung-zwischen-Mutter-und-Tochter-1.jpg 780w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/1-Ausgangsbild-Starke-Bindung-zwischen-Mutter-und-Tochter-1.jpg 360w" sizes="auto, (max-width: 480px) 150px" src="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/1-Ausgangsbild-Starke-Bindung-zwischen-Mutter-und-Tochter-1-1024x1024.jpg" alt="Ausgangsbild Starke Bindung zwischen Mutter und Tochter" class="uag-image-23332" width="1024" height="1024" title="Ausgangsbild Starke Bindung zwischen Mutter und Tochter" loading="lazy" role="img"/></figure></div>



<p>Als sie ihrer Mutter gegenüberstand, wurde aber die emotionale Verbindung der beiden sofort spürbar.&nbsp;</p>



<p>Sie nahm die Hand der Stellvertreterin, hatte Tränen in den Augen und äußerte den sagte:<br></p>



<p><strong><em>„Ich bin dir so verbunden. Aber ich will jetzt meinen eigenen Weg gehen!“</em></strong></p>



<p>Dieser Moment machte deutlich, wie stark die Verbundenheit war – und gleichzeitig, wie sehr sich die Klientin nach mehr Eigenständigkeit sehnte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wenn Wut im System auftaucht</h3>



<p>Im nächsten Schritt stellten wir weitere Elemente der Situation auf:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>die Klientin</li>



<li>die Mutter</li>



<li>den Partner</li>



<li>die <strong>Wut der Klientin </strong>bzw. die gesunde Aggression, die man für Abgrenzung und eigene Bedürfnisse braucht.</li>
</ul>



<p>Interessanterweise wusste die Stellvertretung der Wut zunächst gar nicht, zu wem sie eigentlich gehörte. Sie bewegte sich zwischen Mutter und Tochter.</p>



<p>Diese Unklarheit spiegelte die Situation der Klientin sehr treffend wider. Lange Zeit hatte sie ihre eigenen Gefühle kaum wahrgenommen oder klar zugeordnet.</p>



<div class="wp-block-uagb-image uagb-block-42515e51 wp-block-uagb-image--layout-default wp-block-uagb-image--effect-static wp-block-uagb-image--align-none"><figure class="wp-block-uagb-image__figure"><img loading="lazy" decoding="async" srcset="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannungszustand-mit-unklarer-innerer-Ordnung-1-1024x1024.jpg ,https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannungszustand-mit-unklarer-innerer-Ordnung-1.jpg 780w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannungszustand-mit-unklarer-innerer-Ordnung-1.jpg 360w" sizes="auto, (max-width: 480px) 150px" src="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannungszustand-mit-unklarer-innerer-Ordnung-1-1024x1024.jpg" alt="Spannungszustand mit unklarer innerer Ordnung" class="uag-image-23334" width="1024" height="1024" title="Spannungszustand mit unklarer innerer Ordnung" loading="lazy" role="img"/></figure></div>



<p>Erst als ich als Leitung noch einmal deutlich benannte, dass es sich um <strong>die Wut der Klientin</strong> handelt, bewegte sich die Stellvertreterin der Wut deutlich näher zu ihr.</p>



<p>Der Partner blieb währenddessen eher am Rand des Geschehens und hatte das Gefühl, im Moment noch nicht wirklich beteiligt zu sein.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Angst vor der eigenen Wut</h3>



<p>Im weiteren Verlauf wurde deutlich, dass die Klientin große Angst vor ihrer eigenen Wut hatte.</p>



<p>Sie beschrieb sich selbst als sehr sensibel und spirituell orientiert und hatte den Wunsch, selbst beratend oder begleitend zu arbeiten, und mit ihrer Feinfühligkeit anderen zu helfen. Sie hatte ja auch schon ein lebenslanges Training für die Bedürfnisse anderer hinter sich. Gleichzeitig hatte sie großen Respekt vor der Intensität ihrer inneren Kräfte.</p>



<p>Im Gespräch zeigte sich bald: Hinter dieser Sorge stand vor allem eine <strong>Angst vor der eigenen Wut</strong> bzw. Kraft.</p>



<p>Viele Menschen, die lange gelernt haben, ihre Bedürfnisse zurückzustellen, erleben Wut zunächst als etwas Gefährliches. So befürchtete auch diese Klientin, dass diese Kraft für sie unkontrollierbar sein könnte.<br></p>



<p>Ich griff daher das Bild eines <strong>Dampfkessels</strong> auf. Wenn Druck zu lange im Inneren bleibt, kann er sich irgendwann explosionsartig entladen.&nbsp;</p>



<p>Wut muss jedoch nicht so wirken. Sie kann auch – wie über ein Ventil – dosiert Ausdruck finden.</p>



<p>Als mögliches „Ventil“ schlug ich ihr zunächst den <strong>sprachlichen Ausdruck</strong> vor. Ihre Emotionen zu formulieren, insbesondere ihre Wut, würden ihr erlauben, diese nicht als zerstörerische Energie zu erleben, sondern als Fähigkeit zur Selbstbehauptung und zum Ausdruck eigener Grenzen, Bedürfnisse und Ziele.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Lösungsorientierte Ausnahmen bzw. Ressourcen suchen</h3>



<p>Um diese Erfahrung weiter zu vertiefen, fragte ich die Klientin nach Situationen aus ihrem Leben, in denen sie sich <strong>bereits einmal abgegrenzt hatte</strong>.</p>



<p>Zunächst fiel ihr kein Beispiel ein. Sie war überzeugt davon, dass sie sich grundsätzlich nicht abgrenzen könne.</p>



<p>Wir arbeiteten daher mit einem lösungsorientierten Ansatz und suchten nach <strong>Ausnahmen</strong>: kleine Situationen, in denen ihr doch einmal ein „Nein“ gelungen oder sie sich abgegrenzt hatte.&nbsp;</p>



<p>Nach einigem Nachdenken erinnerte sie sich an einzelne Situationen aus ihrer Kindheit, in denen sie einmal gesagt hatte:<br>Sie erzählte mir von einer Situation, in der sie als kleines Mädchen frech gewesen war und strahlte.&nbsp;</p>



<p>Ich fragte nach einer zweiten Ausnahme. Da ihr nichts mehr einfiel, schlug ich ihr Situationen vor.&nbsp;</p>



<p>Situationen, z.B. in denen du gesagt hast:&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>„Stopp.“</li>



<li>„Nein!“&nbsp;</li>



<li>„Das möchte ich nicht!“</li>
</ul>



<p>Bei der dritten Formulierung wurde sie ganz aufgeregt, denn eine schmerzhafte Erinnerung tauchte in ihr auf:&nbsp;</p>



<p>Als Kind war sie Opfer eines Übergriffs geworden. In dieser Situation hatte sie sich eigentlich abgrenzen wollen, konnte es jedoch nicht. Niemand hatte damals wirklich nachgefragt, und sie war mit dieser Erfahrung weitgehend allein geblieben. Sie musste einige Zeit im Krankenhaus verbringen, bis es ihr wieder gut ging. Die Mutter war zwar für sie körperlich da, aber emotional fühlte sie sich allein gelassen und unverstanden.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-uagb-image uagb-block-d482b002 wp-block-uagb-image--layout-default wp-block-uagb-image--effect-static wp-block-uagb-image--align-none"><figure class="wp-block-uagb-image__figure"><img loading="lazy" decoding="async" srcset="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/3-Integration-der-gesunden-Agression-bzw.-Wut-1-1024x1024.jpg ,https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/3-Integration-der-gesunden-Agression-bzw.-Wut-1.jpg 780w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/3-Integration-der-gesunden-Agression-bzw.-Wut-1.jpg 360w" sizes="auto, (max-width: 480px) 150px" src="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/3-Integration-der-gesunden-Agression-bzw.-Wut-1-1024x1024.jpg" alt="Integration der gesunden Agression bzw. Wut" class="uag-image-23335" width="1024" height="1024" title="Integration der gesunden Agression bzw. Wut" loading="lazy" role="img"/></figure></div>



<p>Während sie davon erzählte, zeigte ihr Körper eine starke Aktivierung. Sie begann sich schnell im Raum zu bewegen, fast wie ein innerer Fluchtimpuls.</p>



<p>Diese Bewegung durfte sich zunächst ausdrücken. Die körperliche Aktivierung, wohl eine sympathische Erregung wie sie die Polyvagaltheorie oder Somatic Experience in Situationen beschreibt, wenn man aus einem Freeze-Zustand aufwacht, wirkte wie eine verspätete, aber wichtige Selbstschutzreaktion.</p>



<p>In diesem Moment wurde deutlich: Die Wut, vor der sie so lange Angst gehabt hatte, enthielt auch eine wichtige <strong>Lebenskraft und Schutzfunktion</strong>.</p>



<p>Nach einiger Zeit beruhigte sich die Klientin und sie konnte nun die Stellvertreterin der Wut gut anschauen. Jetzt war auch deutlich, wovor sie unter anderem Angst gehabt hatte. Durch ihre Bewegung hatte sie die im Trauma gespeicherte Energie gelöst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Rückgabe der übernommenen Verantwortung</h2>



<p>Ein zentraler nächster Schritt der Aufstellung bestand darin, die Verantwortung für die Mutter symbolisch zurückzugeben.</p>



<p>Über viele Jahre hinweg hatte die Klientin eine Rolle übernommen, in der sie emotional für ihre Mutter da war:&nbsp;</p>



<p>Sie hörte zu, nahm Sorgen auf und versuchte, ihre Mutter zu stabilisieren.&nbsp;</p>



<p>Wie sie selbst später sagte, fühlte sie sich häufig wie ein „Mülleimer“ für die Belastungen ihrer Mutter.</p>



<p>Gerade im höheren Alter der Mutter wurde diese Dynamik noch einmal besonders aktiviert.</p>



<div class="wp-block-uagb-image uagb-block-468b251a wp-block-uagb-image--layout-default wp-block-uagb-image--effect-static wp-block-uagb-image--align-none"><figure class="wp-block-uagb-image__figure"><img loading="lazy" decoding="async" srcset="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/4-Abgrenzung-durch-Grenzen-setzen-zur-eigenen-Mutter-1024x1024.jpg ,https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/4-Abgrenzung-durch-Grenzen-setzen-zur-eigenen-Mutter.jpg 780w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/4-Abgrenzung-durch-Grenzen-setzen-zur-eigenen-Mutter.jpg 360w" sizes="auto, (max-width: 480px) 150px" src="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/4-Abgrenzung-durch-Grenzen-setzen-zur-eigenen-Mutter-1024x1024.jpg" alt="Abgrenzung durch Grenzen setzen zur eigenen Mutter" class="uag-image-23329" width="1024" height="1024" title="4 Abgrenzung durch Grenzen setzen zur eigenen Mutter" loading="lazy" role="img"/></figure></div>



<p>In einem ersten Ritual ging es daher darum, genau zu benennen, <strong>was die Klientin für ihre Mutter getragen hatte</strong>.&nbsp;</p>



<p>Schritt für Schritt formulierte sie:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>das ständige Zuhören</li>



<li>das Aufnehmen der Sorgen der Mutter</li>



<li>die Verantwortung für deren emotionales Gleichgewicht</li>



<li>das Zurückstellen der eigenen Bedürfnisse.</li>
</ul>



<p>Diese Aspekte wurden symbolisch in einen Stein gelegt, der für diese <strong>übernommene Last</strong> stand.</p>



<p>Die Klientin übergab diesen Stein schließlich ihrer Mutter mit den Worten sinngemäß:</p>



<p><strong><em>„Das gehört zu deinem Leben.<br>Dafür bin ich nicht verantwortlich.&nbsp;</em></strong></p>



<p><strong><em>Das trage ich nicht mehr für Dich!“</em></strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Schicksalsstein: Verantwortung für das eigene Leben</h3>



<p>Nach dieser Rückgabe ließ ich ein zweites Ritual folgen, um der Klientin deutlich zu machen, dass sie jetzt in die Selbstverantwortung gehen müsse. Die Übernahme des eigenen Schicksals durch das Aufnahmen ihres Schicksalssteins. Denn da die Klientin jahrelang für ihre Mutter Verantwortung und Sorge getragen hatte, hatte sie sich bzw. die eigenen Bedürfnisse vernachlässigt oder ausgeblendet hatte.<br></p>



<p>Während im ersten Schritt fremde Verantwortung zurückgegeben wurde, ging es also nun um die spiegelbildliche Bewegung: die Verantwortung für das <strong>eigene Leben</strong> anzunehmen. Der Stein stand nun symbolisch für das eigene Schicksal der Klientin – für ihre Gefühle, ihre Bedürfnisse, ihre Grenzen und ihre Selbstverantwortung.</p>



<p><br>Die Klientin nahm diesen Stein in beide Hände, drückte ihn fest an ihre Brust und begann zu schluchzen.</p>



<p>In diesem Moment wurde spürbar, wie tief diese Bewegung ging. Verantwortung für das eigene Leben anzunehmen bedeutet nicht nur Freiheit – sondern auch die Bereitschaft, das eigene Fühlen wirklich zu tragen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vom Denken zurück zum Fühlen</h3>



<p>Dabei entstand ein besonders aufschlussreicher Moment, als ich die Klientin einlud, begleitend einen einfachen Satz auszusprechen:</p>



<p><strong><em>„Ich kümmere mich jetzt um meine Gefühle und meine Bedürfnisse.“<br></em></strong></p>



<p>Die Klientin veränderte diesen Satz jedoch sofort und formulierte stattdessen:</p>



<p><strong><em>„Jetzt kümmere ich mich um meine Entwicklung.“</em></strong></p>



<p>Diese kleine Verschiebung war sehr charakteristisch für ihre innere Dynamik. Immer wieder zeigte sich die Tendenz, schwierige Gefühle schnell in ein abstrakteres Konzept zu übersetzen. Sie ging mit ihrer Energie schnell in den Kopf und aus den Emotionen.&nbsp;</p>



<p>In diesem Moment war es mir wichtig, sie wieder zum konkreten Erleben zurückzuführen. Deshalb formulierte ich den Satz <strong>direktiv noch einmal vor</strong> und bat sie, genau diese Worte zu wiederholen:</p>



<p><strong><em>„Jetzt kümmere ich mich um meine Gefühle und meine Bedürfnisse.“</em></strong></p>



<p>Das fiel ihr zunächst schwer. Mehrfach wollte sie den Satz verändern oder erklären.</p>



<p>Ich blieb bewusst bei dieser einfachen Formulierung und ließ sie den Satz mehrfach aussprechen. Erst nach und nach wurde spürbar, dass sie begann, wirklich Kontakt zu ihren eigenen Gefühlen und Bedürfnissen aufzunehmen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neue Begegnung mit dem Partner</h2>



<p>Erst nach dieser inneren Klärung wandte sich die Klientin wieder ihrem Partner zu.</p>



<p>Auch zu ihm ließ ich sie jetzt sagen:&nbsp;</p>



<p><strong><em>„Ich bin für meine Bedürfnisse zuständig und äußere sie.<br>Du bist für deine Bedürfnisse zuständig.“</em></strong></p>



<div class="wp-block-uagb-image uagb-block-5b3c7a10 wp-block-uagb-image--layout-default wp-block-uagb-image--effect-static wp-block-uagb-image--align-none"><figure class="wp-block-uagb-image__figure"><img loading="lazy" decoding="async" srcset="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/5-Loesungsbild-KlientIn-begegnet-Partner-auf-Augenhoehe-und-in-Selbstverantwortung-1024x1024.jpg ,https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/5-Loesungsbild-KlientIn-begegnet-Partner-auf-Augenhoehe-und-in-Selbstverantwortung.jpg 780w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/5-Loesungsbild-KlientIn-begegnet-Partner-auf-Augenhoehe-und-in-Selbstverantwortung.jpg 360w" sizes="auto, (max-width: 480px) 150px" src="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/5-Loesungsbild-KlientIn-begegnet-Partner-auf-Augenhoehe-und-in-Selbstverantwortung-1024x1024.jpg" alt="Lösungsbild KlientIn begegnet Partner auf Augenhöhe und in Selbstverantwortung" class="uag-image-23330" width="1024" height="1024" title="5 Lösungsbild KlientIn begegnet Partner auf Augenhöhe und in Selbstverantwortung" loading="lazy" role="img"/></figure></div>



<p><br>Damit wurde deutlich: In einer partnerschaftlichen Beziehung trägt jeder dennoch sein eigenes Schicksal oder ist selbstverantwortlich für die eigenen Bedürfnisse und Gefühle. Dafür sie auszudrücken, für sie einzustehen und angemessene Grenzen zu setzen.&nbsp;</p>



<p>Am Ende der Aufstellung war eine spürbare Veränderung wahrnehmbar.</p>



<p>Die Klientin stand deutlich klarer bei sich selbst. Sie hatte begonnen, ihre Wut als Ressource zu erleben und konnte sich gleichzeitig von der emotionalen Verschmelzung mit ihrer Mutter lösen. Dies zeigte sich auch in einer klareren, festeren Stimme.&nbsp;</p>



<p>Der Weg <strong>von der Identifikation zur Abgrenzung von der Mutter</strong> war damit nicht abgeschlossen – aber ein entscheidender Schritt war getan.</p>



<p>Und manchmal beginnt genau dort eine neue Form von Beziehung: eine Beziehung, in der Nähe möglich ist, ohne sich selbst zu verlieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Reflexion: Parentifizierung und systemische Selbst-Integration</h2>



<p>Die Dynamik dieser Aufstellung lässt sich mit zwei Ansätzen besonders gut verstehen: mit dem Konzept der <strong>Parentifizierung</strong> sowie mit dem Ansatz der <strong>Systemischen Selbst-Integration</strong>, wie er von dem Münchner Psychiater und Aufsteller Ero Langlotz entwickelt wurde.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Parentifizierung: Wenn Kinder Verantwortung für Eltern übernehmen</h3>



<p>Die Beziehung zwischen Mutter und Tochter zeigte eine Dynamik, die in der systemischen Literatur häufig als <strong>Parentifizierung</strong> beschrieben wird. Kinder übernehmen dabei – meist unbewusst – Aufgaben oder Verantwortungen, die eigentlich zu den Eltern gehören. Sie werden emotional zu Zuhörern, Tröstern oder Stabilitätsfaktoren im Leben der Eltern.</p>



<p>Diese Rolle kann durchaus mit positiven Fähigkeiten verbunden sein: Viele parentifizierte Kinder entwickeln eine ausgeprägte Empathie und Sensibilität für andere Menschen.&nbsp;</p>



<p>Gleichzeitig verlieren sie jedoch häufig den Kontakt zu ihren eigenen Bedürfnissen.</p>



<p>In der beschriebenen Aufstellung wurde diese Dynamik sehr deutlich sichtbar. Die Klientin war stark daran gewöhnt, für ihre Mutter da zu sein, zuzuhören und deren Belastungen aufzunehmen. Die eigenen Gefühle und Bedürfnisse standen dabei lange im Hintergrund.</p>



<p>Gerade im Alter der Mutter wurde dieses Muster erneut aktiviert. Die Tochter fühlte sich wieder stärker verantwortlich für deren Wohlbefinden – und bemerkte gleichzeitig, wie sehr sie sich selbst dabei verlor. Das <strong>Rückgaberitual mit dem Stein</strong> markierte deshalb einen wichtigen Schritt: Die Verantwortung für das emotionale Leben der Mutter konnte symbolisch wieder dorthin zurückkehren, wo sie ursprünglich hingehörte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Systemische Selbst-Integration nach Ero Langlotz</h3>



<p>Die Interventionen der Aufstellung orientieren sich zugleich an Prinzipien der <strong>systemischen SelbstIntegration</strong>, einem Ansatz der Aufstellungsarbeit, der von Ero Langlotz entwickelt wurde. Dieses Verfahren erweitert die klassische Familienaufstellung um einen Fokus auf <strong>Selbstkontakt, Abgrenzung und Integration abgespaltener Persönlichkeitsanteile</strong>.&nbsp;</p>



<p>Im Zentrum dieses Ansatzes steht die Annahme, dass viele Menschen in einer grundlegenden Spannung leben:<br>zwischen dem Bedürfnis nach <strong>Verbundenheit</strong> und dem Bedürfnis nach <strong>Autonomie</strong>. Wird diese Balance in frühen Beziehungen gestört, entsteht häufig ein <strong>Symbiosemuster</strong>, in dem Menschen ihre eigene Identität teilweise aufgeben, um die Beziehung aufrechtzuerhalten.&nbsp;</p>



<p>Der Lösungsweg besteht darin, den eigenen inneren Raum wieder in Besitz zu nehmen und sich von übernommenen Rollen oder sogenannten <strong>Introjekten</strong> zu lösen – also inneren Anteilen, die ursprünglich aus den Erwartungen oder Belastungen anderer Menschen entstanden sind.&nbsp;</p>



<p>In der vorliegenden Aufstellung lassen sich mehrere typische Schritte dieser Selbst-Integration erkennen:&nbsp;</p>



<p><strong>1. Integration abgespaltener Gefühle</strong></p>



<p>Die Wut der Klientin erschien zunächst als eigenständige Stellvertretung im Raum. Bemerkenswert war, dass zunächst unklar war, zu wem diese Wut eigentlich gehörte – zur Mutter oder zur Tochter.&nbsp;</p>



<p>Erst als klar benannt wurde, dass es sich um <strong>die Wut der Klientin</strong> handelt, konnte sie sich an deren Seite positionieren. Dadurch wurde die Wut nicht länger als bedrohliche Energie erlebt, sondern als eine Ressource, die der Klientin hilft, ihre Grenzen zu schützen und für sich einzustehen.</p>



<p><strong>2. Die eigene Grenze</strong></p>



<p>Ein zentraler Gedanke der systemischen SelbstIntegration ist, dass <strong>gesunde Grenzen</strong> Voraussetzung für Autonomie und Selbstkontakt sind. Erst wenn Menschen unterscheiden können, was zu ihnen selbst gehört und was zum anderen gehört, entsteht ein eigener innerer Raum.&nbsp;</p>



<p>In der Aufstellung wurde diese Grenze sowohl körperlich im Raum als auch sprachlich sichtbar. Die einfachen Sätze wie</p>



<p>„Stopp!“ und, „Das gehört nicht zu mir.“ wirkten dabei wie ein Ventil, über das die zuvor unterdrückte Energie der Wut in eine konstruktive Form von Selbstbehauptung übergehen konnte.</p>



<p><strong>3. Übernahme des eigenen Schicksals</strong></p>



<p>Nach der Rückgabe der fremden Verantwortung folgte ein zweites Ritual: die Annahme des <strong>Schicksalsstein</strong>.</p>



<p>Während im ersten Schritt das zurückgegeben wurde, was nicht zur Klientin gehörte, ging es nun um die spiegelbildliche Bewegung: die bewusste <strong>Übernahme der Verantwortung für das eigene Leben</strong>.</p>



<p>In der systemischen SelbstIntegration wird dieser Schritt als entscheidend angesehen. Erst wenn fremde Belastungen abgegeben werden und gleichzeitig das eigene Schicksal angenommen wird, kann sich ein stabiler Selbstkontakt entwickeln.</p>



<p>Als die Klientin den Stein an ihre Brust drückte und zu weinen begann, wurde dieser Übergang deutlich spürbar: Sie übernahm Verantwortung für ihre eigenen Gefühle, Bedürfnisse und Grenzen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vom Symbiosemuster zur eigenen Identität</h3>



<p>Die Aufstellung zeigte damit eine typische Bewegung, wie sie in vielen systemischen Prozessen sichtbar wird:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>von der emotionalen Verschmelzung</li>



<li>über die Integration abgespaltener Gefühle</li>



<li>hin zu einer klareren eigenen Grenze</li>



<li>und schließlich zu einer neuen Form von Beziehung.&nbsp;</li>
</ul>



<p>Diese Bewegung lässt sich auch als Weg <strong>vom Symbiosemuster zur eigenen Identität</strong> beschreiben.</p>



<p>In diesem Sinne kann Aufstellungsarbeit – im Sinne der systemischen Selbst-Integration – nicht nur Beziehungen klären, sondern auch helfen, den eigenen inneren Raum wieder zu entdecken.</p>



<p></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fehlende Intimität in der Partnerschaft</title>
		<link>https://loesungsbilder.de/fehlende-intimitaet-in-der-partnerschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Prisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Mar 2026 22:23:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Systemische Aufstellungsarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[innere Anteile]]></category>
		<category><![CDATA[Integration]]></category>
		<category><![CDATA[Paarberatung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Let‘s talk about Sex! Ein Fallbeispiel aus der systemischen Aufstellungsarbeit zum Thema Paarbeziehung und Sexualität Das folgende Beispiel einer Paaraufstellung beschreibt den Fall einer Klientin, deren Partnerschaft seit&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Let‘s talk about Sex!</strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Ein Fallbeispiel aus der systemischen Aufstellungsarbeit zum Thema Paarbeziehung und Sexualität</strong></h3>



<p>Das folgende Beispiel einer Paaraufstellung beschreibt den Fall einer Klientin, deren Partnerschaft seit mehreren Jahren von einem zentralen Thema geprägt war: fehlende Intimität.</p>



<p>Zur Wahrung der Vertraulichkeit wurden Namen anonymisiert und Details verändert.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ausgangssituation</strong></h2>



<p>Eine Klientin in den 40ern berichtete, dass sie seit etwa acht Jahren in einer stabilen Partnerschaft lebt. Seit rund fünf Jahren jedoch gab es zwischen ihr und ihrem Partner keine Sexualität mehr. Besonders irritierend für sie war, dass sie keinen klaren Auslöser benennen konnte: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Es gab keine bekannten traumatischen Erfahrungen in ihrer Biografie oder ihrer Partnerschaft &#8211; insbesondere keine Übergriffe, kein Missbrauch.</li>



<li>Es hatte keinen Betrug oder größere Verletzungen in der Beziehung gegeben.</li>



<li>Auch im Alltag funktionierte die Partnerschaft weitgehend gut.</li>
</ul>



<p>Trotzdem war die Sexualität aus der Beziehung verschwunden.</p>



<p>Ein weiteres Problem bestand darin, dass sie über dieses Thema nicht sprachen, auch wenn sie gemeinsam an ihrer Partnerschaft arbeiteten.<br>Gleichzeitig war ihr wichtig zu betonen: Sie und ihr Partner wollten die Beziehung weiterführen und wünschten sich eine Veränderung. Und: In den ersten vier Jahren ihrer Beziehung hatten sie ein gutes Sexualleben miteinander gehabt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Anliegen der Aufstellung</strong></h2>



<p>Gemeinsam klärten wir zunächst das Ziel der Aufstellung. Es ging nicht darum, die Beziehung infrage zu stellen, sondern zu verstehen:</p>



<p><strong>Was steht zwischen der Klientin und der Sexualität in der Beziehung?</strong></p>



<p>Für die Aufstellung wurden folgende Elemente gewählt:</p>



<p><strong>K</strong>&nbsp;– Stellvertreterin für die Klientin</p>



<p><strong>P</strong>&nbsp;– Stellvertreter für den Partner</p>



<p><strong>S</strong>&nbsp;– Stellvertreterin für die Sexualität der KlientIn.</p>



<p><strong>KOM</strong>&nbsp;– Stellvertreterin für die Kommunikation der KlientIn über das Thema Sexualität.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Bild des Ist-Zustandes</strong></h2>



<p>Die Stellvertreterin für die Klientin (<strong>K</strong>) stellte sich etwa in die Mitte des Raumes und wandte sich ihrem Partner (<strong>P</strong>) zu.</p>



<p>Der Stellvertreter für den Partner reagierte unmittelbar:<br>Er legte sich auf den Boden, schloss die Augen und wirkte wie eingeschlafen.</p>



<p>Hinter der Klientin, etwa drei Meter entfernt, stand die Stellvertreterin für&nbsp;<strong>Sexualität (S)</strong>. Sie blickte auf den Rücken von K und war für P wie ausgeblendet, nicht sichtbar.<br>Die&nbsp;<strong>Kommunikation (KOM)</strong>&nbsp;befand sich einige Meter rechts von K und hatte sich auf einen Stuhl gesetzt.</p>



<figure class="gb-block-image gb-block-image-2717802c"><img decoding="async" class="gb-image gb-image-2717802c" src="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4089.jpeg" alt="" title="est - 2"/></figure>



<p>Das Bild zeigte damit eine auffällige Dynamik:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Sexualität befand sich <strong>hinter der Klientin</strong> und war nicht im Blickfeld.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Kommunikation war <strong>distanziert und passiv</strong>.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Der Partner war <strong>wie abgeschaltet</strong>.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Erste Hypothese: Eine familiäre Überlagerung</strong></h2>



<p>Das Bild erinnerte zunächst an eine bekannte Dynamik: ein Kind, das zwischen seinen Eltern steht.</p>



<p>Auf Rückfrage dazu bestätigte die Klientin tatsächlich, dass sie in ihrer Herkunftsfamilie häufig eine vermittelnde Rolle zwischen ihren Eltern übernommen hatte. Wenn ihre Eltern Konflikte hatten, wurde sie als eine Art Bote zwischen ihnen hin und her geschickt und versuchte, zu vermitteln.&nbsp;</p>



<p>Diese Konstellation wurde kurz überprüft. Die Rückmeldungen der Stellvertretenden deuteten jedoch darauf hin, dass diese Dynamik zwar existierte, aber&nbsp;<strong>nicht das zentrale Thema der aktuellen Situation</strong>&nbsp;war. Daher ließen wir diese Hypothese wieder los. Und nahmen stattdessen S und KOM als echte Anteile von K ernst.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die erste Intervention: Blickkontakt mit der Sexualität</strong></h2>



<p>Der nächste Schritt bestand dann darin,&nbsp;<strong>Kontakt zwischen K und S herzustellen</strong>. Sichtlich S ja wie ausgeblendet, da K nicht zu ihr hinschaute.</p>



<p>Dafür ließ ich die Stellvertreterin der Klientin sich um etwa 180 Grad drehen und Blickkontakt mit ihrer Sexualität herstellen.</p>



<p>Diese kleine Veränderung hatte eine spürbare Wirkung.</p>



<p>In dem Moment, in dem sich Klientin und Sexualität anschauten, reagierte auch die Kommunikation:</p>



<p>Die Stellvertreterin für&nbsp;<strong>KOM</strong>&nbsp;stand auf und ging mehrere Schritte näher heran.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4090-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-23302" srcset="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4090-1024x1024.jpeg 1024w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4090-300x300.jpeg 300w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4090-150x150.jpeg 150w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4090-768x768.jpeg 768w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4090-370x370.jpeg 370w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4090-120x120.jpeg 120w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4090-840x840.jpeg 840w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4090-410x410.jpeg 410w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4090-600x600.jpeg 600w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4090-500x500.jpeg 500w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4090.jpeg 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p><br>Es entstand nun eine neue Formation: Ein&nbsp;<strong>Dreieck zwischen K, S und KOM</strong>.</p>



<p>Der Partner lag weiterhin am Boden – aber auch er zeigte erste Regungen: Er begann, die Augen zu öffnen und wirkte etwas wacher.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Annäherung der inneren Anteile</strong></h2>



<p>Im weiteren Verlauf näherten sich&nbsp;<strong>K</strong>,&nbsp;<strong>S</strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>KOM</strong>&nbsp;langsam an und ich ließ ihnen die Zeit und den Raum dafür.</p>



<p>Die drei standen schließlich so nah beieinander, dass sie fast einander berühren konnten.</p>



<p>Die Dynamik wirkte wie ein Zusammenfinden von inneren Anteilen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>die Person selbst</li>



<li>ihre Sexualität</li>



<li>ihre Fähigkeit zur Kommunikation über das Thema Sexualität.&nbsp;</li>
</ul>



<p>Während sich dieses Dreieck stabilisierte, wurde auch der Partner immer wacher:</p>



<p>Er hob langsam den Kopf und zeigte Interesse an dem Geschehen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Humor als Wendepunkt</strong></h3>



<p>Als sich die drei schließlich gemeinsam dem Partner zuwandten, setzte sich dieser plötzlich auf und sagte:</p>



<p><strong><em>„Jetzt komme ich langsam hoch!“</em></strong></p>



<p>Alle im Raum mussten lachen – nicht zuletzt wegen der offensichtlichen Doppeldeutigkeit.</p>



<p>Der Moment lockerte die Atmosphäre deutlich.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Körperliche Resonanz und atmosphärische Auswirkung</strong></h3>



<p>Die Stellvertreterin für Sexualität berichtete in diesem Moment:</p>



<p>„Ich bin sehr aufgeregt und eine meiner Hände wird ganz warm und feucht!“.</p>



<p>Auch sie bemerkte die doppelte Bedeutung dieser Wahrnehmung und beschrieb gleichzeitig ein Gefühl von Aufregung und Lebendigkeit und die Spannung entlud sich in einem allgemeinen Lachen über die Comic der Situation. Humor macht das Sprechen über Sexualität leichter und blockiert hat den schönen Nebeneffekt, Anspannungen und Angst aufzulösen.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Innere Ordnung herstellen</strong></h2>



<p>Im nächsten Schritt wurde geprüft, wo die beiden Anteile&nbsp;<strong>S</strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>KOM</strong>&nbsp;im Verhältnis zur Klientin stehen wollten, um das Bild noch zu verbessern.</p>



<p>Es zeigte sich folgende stimmige Ordnung:</p>



<p><strong>Sexualität rechts von K</strong></p>



<p><strong>Kommunikation links von K</strong></p>



<p>Die beiden Anteile standen nun dicht neben ihr und schmiegten sich an die Schultern von K.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4091-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-23303" srcset="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4091-1024x1024.jpeg 1024w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4091-300x300.jpeg 300w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4091-150x150.jpeg 150w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4091-768x768.jpeg 768w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4091-370x370.jpeg 370w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4091-120x120.jpeg 120w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4091-840x840.jpeg 840w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4091-410x410.jpeg 410w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4091-600x600.jpeg 600w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4091-500x500.jpeg 500w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4091.jpeg 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Ein wichtiger Satz der Anerkennung</strong></h3>



<p>Schließlich sagte die Stellvertreterin für K zu ihrem Partner:</p>



<p><strong><em>„Danke, dass du geblieben bist – auch wenn es sechs Jahre keine Sexualität gab.“</em></strong></p>



<p>Der Satz brachte spürbar Ruhe und Anerkennung in die Situation und zeigt die Verbundenheit der Partner.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das fehlende Element: Selbstbestimmung</strong></h2>



<p>Dennoch blieb ein Gefühl, dass noch etwas fehlte.</p>



<p>Ich schlug vor, möglicherweise&nbsp;<strong>Autonomie oder Selbstbestimmung</strong>&nbsp;als weiteres Element aufzustellen – da Fragen von Sexualität häufig auch mit sexueller Selbstbestimmung zusammenhängen.</p>



<p>Die Stellvertreterin der Klientin reagierte darauf überraschend:</p>



<p>Sie sagte, eine zusätzliche Stellvertretung sei nicht notwendig.</p>



<p>Stattdessen machte sie eine kleine Bewegung, als würde sie sich Raum verschaffen, und sagte:</p>



<p><strong><em>„Aber ich brauche jetzt etwas mehr Raum.“</em></strong></p>



<p>Die beiden Anteile standen sehr nah an ihren Schultern.</p>



<p>Durch eine leichte Bewegung schuf sie etwas Abstand und in diesem Moment wurde deutlich:</p>



<p>Die Autonomie war bereits vorhanden – sie zeigte sich in ihrer eigenen Bewegung.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der abschließende Lösungssatz</strong></h2>



<p>Zum Abschluss ließ ich die Klientin ihrem Partner noch einen Lösungssatz sagen:&nbsp;</p>



<p><strong><em>„Ich entscheide selbst über mich und meine Sexualität – und darüber, wann, wo und wie ich bereit für Intimität bin.</em></strong></p>



<p><strong><em>Und ich kommuniziere und drücke es aus!“&nbsp;</em></strong></p>



<p>Der Partner nickte zustimmend.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4092-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-23304" srcset="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4092-1024x1024.jpeg 1024w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4092-300x300.jpeg 300w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4092-150x150.jpeg 150w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4092-768x768.jpeg 768w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4092-370x370.jpeg 370w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4092-120x120.jpeg 120w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4092-840x840.jpeg 840w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4092-410x410.jpeg 410w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4092-600x600.jpeg 600w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4092-500x500.jpeg 500w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4092.jpeg 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Damit war eine neue Haltung sichtbar geworden:</p>



<p>Nicht Rückzug oder Blockade standen im Vordergrund, sondern Selbstbestimmung und bewusste Entscheidung.</p>



<p>Nach diesem Satz lösten wir die Aufstellung auf.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Reflexion der Paaraufstellung</strong></h3>



<p>Die Aufstellung machte noch einmal sichtbar, dass Intimität dort entstehen kann, wo Menschen sich in Freiheit begegnen: nicht aus Erwartung oder Druck, sondern aus eigener Entscheidung, aus innerem Raum und aus dem Gefühl von Sicherheit.</p>



<p>Die entscheidende Wendung kam am Ende, als die Selbstbestimmung hinzutrat, nicht laut und kraftvoll, sondern zart durch den Raum, den die StellvertreterIn von K sich auch gegenüber ihren eigenen Anteilen nahm. Sie übernahm damit wieder ihre Souveränität als LeiterInn ihres inneren Teams und trat aus einem in Teilen trotzigem kindlichen Verhalten heraus. </p>



<p>Denn erwachsen sein bedeutet auch selbst für seine Grenzen und für seine Bedürfnisse einzustehen, diese auszudrücken und klar zu kommunizieren.<br></p>



<p>Oder, mit einem kleinen Augenzwinkern zusammengefasst:<br><strong>KKKS: Keine Kommunikation &#8211; Kein Sex</strong>!</p>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Sollte man von einer eigenen Aufstellung erzählen?</title>
		<link>https://loesungsbilder.de/sollte-man-von-einer-eigenen-aufstellung-erzaehlen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Prisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Mar 2026 11:10:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Systemische Aufstellungsarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Integration]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://loesungsbilder.de/?p=23255</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die vier Arten des Zuhörens nach Otto Scharmers Theorie U</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://loesungsbilder.de/sollte-man-von-einer-eigenen-aufstellung-erzaehlen/">Sollte man von einer eigenen Aufstellung erzählen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://loesungsbilder.de">Lösungsbilder</a>.</p>
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									<p><em>Wie erzählst du von einer systemischen Aufstellung – ohne dich erklären oder rechtfertigen zu müssen? Dieser Beitrag zeigt, warum Aufstellungserfahrungen oft schwer vermittelbar sind und wie bewusstes Rahmensetzen echte Resonanz statt Diskussion ermöglicht. Denn entscheidend ist nicht, ob du erzählst – sondern wie.</em></p>								</div>
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									<h2 class="wp-block-heading"><strong>Erfahrungen von Aufstellungen teilen – ohne sich erklären zu müssen</strong></h2>
<p><!-- /wp:heading --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Menschen, die eine <strong>systemische Aufstellung</strong> erlebt haben, verspüren oft den Wunsch, davon zu erzählen – dem Partner, engen Freunden oder Kolleginnen. Schließlich war die Erfahrung intensiv, bewegend und häufig klärend.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Doch ist es wirklich hilfreich, von einer eigenen Aufstellung, ob <strong>Familienaufstellung</strong> oder <strong>Paaraufstellung oder Aufstellung von inneren Anteilen</strong> zu berichten? Und wenn ja: Wie gelingt das, ohne in Rechtfertigungen oder Diskussionen zu geraten?</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Dieser Beitrag beleuchtet die Frage aus der Praxis der <strong>systemischen Aufstellungsarbeit</strong>. Ich selbst habe oftmals von eigenen Aufstellungen erzählt und erfahren, wann es funktionieren und wann es unbefriedigend sein kann.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:heading --></p>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Warum der Wunsch zu erzählen so groß ist</strong></h2>
<p><!-- /wp:heading --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Eine Aufstellung ist in der Regel ein stark emotionales und körperlich erfahrbares Geschehen.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Sie wirkt nicht nur auf der kognitiven Ebene, sondern vor allem durch:</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:list --></p>
<ul class="wp-block-list">
<li style="list-style-type: none;">
<ul class="wp-block-list"><!-- wp:list-item --></ul>
</li>
</ul>
<ul class="wp-block-list">
<li style="list-style-type: none;">
<ul class="wp-block-list">
<li>symbolisch-räumliches Erleben</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p><!-- /wp:list-item --><!-- wp:list-item --></p>
<ul class="wp-block-list">
<li style="list-style-type: none;">
<ul class="wp-block-list">
<li>nonverbale Kommunikation</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p><!-- /wp:list-item --><!-- wp:list-item --></p>
<ul class="wp-block-list">
<li style="list-style-type: none;">
<ul class="wp-block-list">
<li>Beziehungserfahrungen im Raum</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p><!-- /wp:list-item --><!-- wp:list-item --></p>
<ul class="wp-block-list">
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<ul class="wp-block-list">
<li>emotionale Verdichtung</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p><!-- /wp:list-item --><!-- wp:list-item --></p>
<ul class="wp-block-list">
<li style="list-style-type: none;">
<ul class="wp-block-list">
<li>innere Bilder und körperliche Resonanz.</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p><!-- /wp:list-item --></p>
<p><!-- /wp:list --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Nach solch einer Erfahrung entsteht häufig der Wunsch, das Erlebte zu teilen. Das ist menschlich – und verständlich.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:heading --></p>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Warum es oft schwierig ist, von Aufstellungserfahrungen zu erzählen</strong></h2>
<p><!-- /wp:heading --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Früher wurde von AufstellerInnen häufig pauschal empfohlen, das Erlebte zunächst „wirken zu lassen“ und nicht sofort darüber zu sprechen, um die Wirkung oder Verarbeitung nicht zu „schwächen“.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Aus heutiger Sicht würde ich differenzierter formulieren:</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Das Problem liegt weniger im Erzählen selbst – sondern in der Art <strong>des Zuhörens</strong> oder der Rahmung des Gesprächs. </p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Menschen, die nicht an der Aufstellung teilgenommen haben, können nur schwer nachvollziehen, was im Raum geschehen ist. Der Grund:</p>
<p><strong>Erleben und Erzählen sind zwei unterschiedliche Weltzugänge</strong></p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Die emotionale Dichte einer Aufstellung ist sprachlich kaum vermittelbar. Um sie wirklich „transportieren“ zu können, müsste eine Erzählung literarisch verdichtet sein, eine wirkliche Erzählung eben, die beim Zuhörer stellvertretend Erleben erzeugt. Stattdessen berichten wir aber eher von Aufstellungen und unser gegenüber versteht unsere Ausführungen meist auch als Bericht. </p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:heading --></p>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die typische Falle: Diskussion statt Resonanz</strong></h2>
<p><!-- /wp:heading --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Wenn wir von einer Aufstellung erzählen, reagieren Zuhörende häufig mit dem Wunsch zu verstehen:</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:list --></p>
<ul class="wp-block-list">
<li style="list-style-type: none;">
<ul class="wp-block-list"><!-- wp:list-item --></ul>
</li>
</ul>
<ul class="wp-block-list">
<li style="list-style-type: none;">
<ul class="wp-block-list">
<li>„Wie meinst du das genau?“</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p><!-- /wp:list-item --><!-- wp:list-item --></p>
<ul class="wp-block-list">
<li style="list-style-type: none;">
<ul class="wp-block-list">
<li>„Glaubst du wirklich, dass das so war?“</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p><!-- /wp:list-item --><!-- wp:list-item --></p>
<ul class="wp-block-list">
<li style="list-style-type: none;">
<ul class="wp-block-list">
<li>„Ist das nicht Projektion?“</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p><!-- /wp:list-item --><!-- wp:list-item --></p>
<ul class="wp-block-list">
<li style="list-style-type: none;">
<ul class="wp-block-list">
<li>Vielleicht muss man das anders interpretieren?</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p><!-- /wp:list-item --></p>
<p><!-- /wp:list --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Gerade psychologisch interessierte oder kritisch denkende Menschen steigen schnell in eine Analyse ein. Doch hier entsteht ein Missverständnis:</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>In der Aufstellungsarbeit geht es nicht primär um rationales Verstehen, sondern um <strong>Bewusstwerden von Beziehungszusammenhängen durch symbolisches (Nach-)Erleben</strong>.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Das eigene Erleben ist subjektiv – und darin ist der Erlebende die einzige Autorität oder Experte. </p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Wenn daraus eine Diskussion über „Wahrheit“ entsteht, endet das Gespräch oft unbefriedigend.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Typische Reaktionen des Erzählenden sind dann:</p>
<p>„Das kannst du nicht nachvollziehen.“<br />„Das muss man selbst erleben.“<br />„Das war meine Wahrnehmung.“</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Solche Gespräche schaffen eher Distanz als Verbindung.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<h2><strong>Wann Erzählen von Aufstellungen vertiefend wirken kann</strong></h2>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Es gibt jedoch eine Form des Zuhörens, die das Teilen einer Aufstellungserfahrung sogar vertiefen kann:</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Eine <strong>bewertungsfreie, phänomenologische Haltung</strong>.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Das bedeutet:</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:list --></p>
<ul class="wp-block-list">
<li style="list-style-type: none;">
<ul class="wp-block-list"><!-- wp:list-item --></ul>
</li>
</ul>
<ul class="wp-block-list">
<li style="list-style-type: none;">
<ul class="wp-block-list">
<li>Zuhören ohne zu analysieren</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p><!-- /wp:list-item --><!-- wp:list-item --></p>
<ul class="wp-block-list">
<li style="list-style-type: none;">
<ul class="wp-block-list">
<li>Wahrnehmen ohne zu interpretieren</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p><!-- /wp:list-item --><!-- wp:list-item --></p>
<ul class="wp-block-list">
<li style="list-style-type: none;">
<ul class="wp-block-list">
<li>Resonanz geben ohne zu korrigieren</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p><!-- /wp:list-item --><!-- wp:list-item --></p>
<ul class="wp-block-list">
<li style="list-style-type: none;">
<ul class="wp-block-list">
<li>Raum lassen für subjektives Erleben.</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p><!-- /wp:list-item --></p>
<p><!-- /wp:list --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Diese Haltung wird in der systemischen Aufstellungsarbeit kultiviert. Auch in Ansätzen wie der Theorie-U von Otto Scharmerwird eine ähnliche Form des tiefen Zuhörens ohne Bewerten beschrieben, die dort „emphatisches Zuhören“ genannt wird (vgl. <a href="https://www.google.com/url?sa=t&amp;source=web&amp;rct=j&amp;opi=89978449&amp;url=https://www.youtube.com/watch%3Fv%3DVZ7VTQeJaEo&amp;ved=2ahUKEwiw3ObVuf6SAxUj8LsIHUsZGRsQwqsBegQIDBAB&amp;usg=AOvVaw1xZonVf3fCNCQs4MpHNgiq">Video Otto Scharmer: Zuhören ist nicht gleich zuhören</a>). </p>
<p>Das setzt allerdings voraus, dass der Zuhörende die eigene Meinung und Urteile suspendieren kann und diese innere Spannung gut regulieren kann, was zugegeben, nicht immer einfach ist. </p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:image --></p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>								</div>
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															<img loading="lazy" decoding="async" loading="lazy" width="640" height="427" src="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/4-Arten-des-Zuhoerens-nach-Otto-Scharmer-und-der-Theorie-U.jpeg" class="attachment-large size-large wp-image-23261" alt="Die vier Arten des Zuhörens nach Otto Scharmers Theorie U" srcset="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/4-Arten-des-Zuhoerens-nach-Otto-Scharmer-und-der-Theorie-U.jpeg 640w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/4-Arten-des-Zuhoerens-nach-Otto-Scharmer-und-der-Theorie-U-300x200.jpeg 300w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/4-Arten-des-Zuhoerens-nach-Otto-Scharmer-und-der-Theorie-U-370x247.jpeg 370w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/4-Arten-des-Zuhoerens-nach-Otto-Scharmer-und-der-Theorie-U-410x274.jpeg 410w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/4-Arten-des-Zuhoerens-nach-Otto-Scharmer-und-der-Theorie-U-600x400.jpeg 600w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" />															</div>
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									<p>Wenn eine vertraute Person bereit ist, auf diese Weise zuzuhören, kann das Erzählen:</p>
<ul class="wp-block-list">
<li> <span style="font-size: 15px;">Integration fördern</span></li>
<li><span style="font-size: 15px;">emotionale Verarbeitung unterstützen</span></li>
<li><span style="font-size: 15px;">Nähe vertiefen</span></li>
<li><span style="font-size: 15px;">Selbstklärung stärken</span></li>
<li><span style="font-size: 15px;">Verbundenheit zwischen ErzählerIn und Zuhörendem vertiefen.</span></li>
</ul>
<h2><strong>Der entscheidende Schritt: Den Rahmen setzen</strong></h2>
<p>Da diese Art des Zuhörens nicht selbstverständlich ist, empfehle ich, vor dem Erzählen bewusst einen Rahmen zu setzen.</p>
<p>Zum Beispiel durch eine kurze Bitte:</p>
<p>„Wenn ich dir davon erzähle, wünsche ich mir, dass du einfach zuhörst, wie ich es erlebt habe.<br />Es geht nicht um objektive Wahrheit, sondern um mein persönliches Erleben in der Aufstellung – um meine Wahrnehmungen, Gefühle und Bedürfnisse.</p>
<p>Magst du mir auf diese Weise zuhören?“</p>
<p>Diese kleine Rahmung verändert oft alles. Sie schafft:</p>
<ul class="wp-block-list">
<li> <span style="font-size: 15px;">Klarheit</span></li>
<li><span style="font-size: 15px;">Sicherheit</span></li>
<li><span style="font-size: 15px;">Verbindung</span></li>
<li><span style="font-size: 15px;">gegenseitigen Respekt</span></li>
<li><span style="font-size: 15px;">Resonanz und Begegnung.</span></li>
</ul>
<h2><strong>Fazit: Von Aufstellugen erzählen – ja. Aber bewusst!</strong></h2>
<p>Ob man von einer eigenen <strong>systemischen Aufstellung</strong> erzählen sollte, hängt aus meiner Sicht also weniger vom „Ob“ ab als vom „Wie“.</p>
<p>Wenn das Gespräch in Analyse oder Bewertung kippt, verliert es an Tiefe.<br />Wenn jedoch ein Raum von achtsamem Zuhören entsteht, kann das Teilen die Wirkung der Aufstellung sogar vertiefen.</p>
<p>Manchmal ist es sinnvoll, das Erlebte zunächst für sich wirken zu lassen. Gerade, wenn man selbst noch Zeit und Raum zum Nachspüren und Nacherleben braucht. </p>
<p>Danach kann es aber eben auch stärkend sein, die Aufstellungserfahrung zu teilen.</p>
<p>Entscheidend ist: <strong>Das eigene Erleben darf stehen bleiben – ohne Rechtfertigung.</strong></p>
<h2><strong>Du möchtest eigene Aufstellungserfahrungen machen oder selbst aufstellen lernen?</strong></h2>
<p> </p>
<p>Möchtest du selbst einmal an einer Aufstellung teilnehmen? Wir bieten regelmäßig in Köln und Bonn Aufstellungstage an? </p>
<p><a href="https://loesungsbilder.de/persoenlichkeitsentwicklung/">&gt;&gt; Informiere dich hier zu unseren Aufstellungsangeboten.</a></p>
<p>Und wenn du dich intensiver mit der Haltung, Methodik und Wirkung systemischer Aufstellungen beschäftigen möchten, findest du in unserer Weiterbildung und unseren Fortbildungsmodulen fundierte Grundlagen, praktische Erfahrung und professionelle Begleitung.</p>
<p><a href="https://loesungsbilder.de/weiterbildungen/">&gt;&gt; Informiere dich hier zu unseren Weiterbildungsangeboten.</a></p>
<p> </p>
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		<title>Wie kann Aufstellungsarbeit bei der Versöhnung mit dem Inneren Kind helfen?</title>
		<link>https://loesungsbilder.de/wie-kann-aufstellungsarbeit-bei-der-versoehnung-mit-dem-inneren-kind-helfen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Prisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Dec 2023 18:47:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Integration]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aufstellen des Inneren Kindes hilft, sich mit diesem zu Versöhnen. Lerne als Erwachsener in eine gute Beziehung mit deinem Kindanteil zu gehen und für es zu sorgen und da zu sein. </p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading"><a id="post-3000-_2tvhg8sjbz00"></a>Was ist das „Innere Kind“?</h2>



<p>
  In jedem Erwachsenen steckt ein „Inneres Kind“. Dieser Begriff steht für die gespeicherten Gefühle, Erinnerungen und Erfahrungen aus der eigenen Kindheit. Dazu gehört das ganze Spektrum an intensiven Gefühlen &#8211; von ausgelassener Freude bis zu tiefstem Schmerz, von Neugierde, Angst, Ohnmacht, Verlassenheit und Wut bis hin zu höchstem Glück und Verbundenheit. 
</p>



<p>
  Doch nicht immer konnten wir als Kind frei und spontan unsere Gefühle leben und ausdrücken. Das wäre nur mit perfekten Eltern in einer idealen Familie und Gesellschaft möglich gewesen. 
</p>



<h2 class="wp-block-heading"><a id="post-3000-_7n78xkwaplnc"></a>Kinder stützen das Familiensystem</h2>



<p>
  Als Kinder mussten wir uns alle mehr oder weniger in unserem Erleben, unseren Bedürfnissen und freiem Ausdruck zurücknehmen. Das taten wir, damit unser Familiensystem stabil blieb und wir physisch und emotional sicher und geschützt waren. 
</p>



<p>
  Kinder sind sehr feinfühlig dafür, was ihre Eltern und ihre Familie brauchen. In der Aufstellungsarbeit sagt man, dass sie aus „blinder Liebe“ und „Dienst für ihr System“ für andere etwas tragen und auf Eigenes verzichten. 
</p>



<p>
  So entwickelten wir als Kind unsere individuellen Überlebensstrategien. Wir passen uns optimal an unser Familiensystem und deren besondere Umstände an. Wir spielten darin eine besondere Rolle und erwarben dadurch auch besondere Kompetenzen. Aber das alles hatte auch einen hohen Preis für uns: Wir verzichteten auf einen Teil unserer Lebendigkeit, Vitalität und Leichtigkeit.
</p>



<p>
  Und wir entwickelten bestimmte Reaktionsmuster auf typische Abläufe im Familiensystem, unsere Überlebensstrategien. Diese passten vielleicht optimal für unser Familiensystem, aber nicht mehr für die Systeme &#8211; Partnerschaft, Wahlfamilie, Beruf &#8211; in denen wir uns heute bewegen.
</p>



<h2 class="wp-block-heading"><a id="post-3000-_63k104r6bop2"></a>Wieso wir Überlebensstrategien entwickelten</h2>



<p>
  Welche Umständ in Familien führen dazu, dass wir uns als Kind anpassen? Hier findest du eine Auswahl an möglichen Situationen. Was waren bei dir prägende Familienumstände und zu welchen Anpassungen haben diese bei dir geführt?
</p>



<p><em>Mein Vater hat wenig über Gefühle gesprochen. So habe ich selbst nicht gelernt, wie man sich als Mann emotional ausdrückt.</em>
</p>



<p><em>In der Ehe meiner Eltern gab es so viele Probleme, dass ich Konflikte heute kaum aushalten kann.</em>
</p>



<p><em>Mein Vater war Alkoholiker und im Rausch gewalttätig. Ich habe mich sehr kontrolliert und immer Angst, was passiert, wenn ich meine Wut einfach mal loslasse. So nehme ich auch heute noch kaum am Leben teil, sondern schaue wie durch eine Glasscheibe auf mein Leben.</em>
</p>



<p><em>Mein Bruder hatte stark ADHS und hat durch seine Ungeduld und Unruhe immer die ganze Sorge und Aufmerksamkeit meiner Eltern beansprucht. So habe ich gelernt, mich unauffällig im Hintergrund zu halten, um meine Eltern nicht noch mehr zu belasten.</em>
</p>



<p><em>Mein Vater hat sich immer einen Sohn gewünscht, deshalb habe ich als Mädchen immer mit den Jungs gespielt und Puppen und Kleider abgelehnt. Heute habe ich eine Sehnsucht nach mehr Weiblichkeit, aber es fällt mir nicht leicht, diese zu leben.</em>
</p>



<p><em>Meine alleinerziehende Mutter hat immer mehrere Jobs gehabt und nie Zeit gehabt, mit uns zu albern oder zu spielen. Heute fällt es mir selbst schwer, abzuschalten und zu entspannen. Ich werde dann unruhig und bekomme sofort ein schlechtes Gewissen.</em>
</p>



<h2 class="wp-block-heading"><a id="post-3000-_5awdcgl4xv8"></a>Die Arbeit mit dem Inneren Kind in Aufstellungen</h2>



<p>
  In der Arbeit mit dem Inneren Kind nutzen wir bewusst eine therapeutische Ich-Spaltung, in ein beobachtendes, reflektierendes Erwachsenen-Ich und ein ganz im Erleben aufgehendes „Innere Kind“. Dies sind Seiten, Anteile oder Perspektiven von uns, mit denen wir uns verbinden können.
</p>



<p>
  Diesen beiden Seiten entsprechen auch die zwei grundlegenden Perspektiven in der Aufstellungsarbeit: Zum einen der Außenperspektiv im Außenkreis, aus der wir das eigene in der Aufstellung aufgestellte System von außen beobachten. Und zu anderen der Innenperspektive, in der Aufstellung, bei der wir emotional verbunden eine Seite von uns, hier das Innere Kind, erleben bzw. seine Perspektive einnehmen.
</p>



<h2 class="wp-block-heading"><a id="post-3000-_yl54wb5f09g"></a>Die Versöhnung mit dem Inneren Kind</h2>



<p>
  Die Versöhnung mit deinem Inneren Kind vollzieht sich, indem du in einer Aufstellung mit deinem Inneren Kind beide Perspektiven nacheinander selbst einnimmst. Dadurch wächst in dir mehr Verständnis und Empathie für dein inneres Kind. Und auch dein Inneres Kind erfährt, dass du als Erwachsener es an die Hand nehmen kannst und liebevoll für es da sein kannst.
</p>



<p>
  Damit gehst du in die Selbstverantwortung: All das, was in deiner Herkunftsfamilie aus deiner Sicht nicht optimal für dich gelaufen ist, ist jetzt deine Aufgabe. Du bist jetzt Vater und Mutter für dich bzw. dein Inneres Kind. 
</p>



<h2 class="wp-block-heading"><a id="post-3000-_brlyzbdkhiff"></a>Neue Beziehungen fordern inneres Wachstum heraus</h2>



<p>
  Die in deiner Kindheit entwickelten Überlebensstrategien waren optimal angepasst an die Umstände deines Herkunftssystems. Heute aber lebst du in anderen Beziehungssystemen, in denen diese Überlebensstrategien meist nicht mehr funktional und hilfreich sind. 
</p>



<p>
  Dies kann zu Konflikten, Stress, Grenzverletzungen, Burn-Out, Erfolglosigkeit und Frust führen. Außerdem schränkst du damit die Vielfalt in deinem Erleben und Verhalten drastisch ein. Du blockierst dich selbst und stehst nicht angemessen für dich und deine Bedürfnisse ein.
</p>



<p>
  Solche Krisen bieten aber auch die Chance, deine einschränkenden Überlebensstrategien zu erkennen und die Beziehung zu deinem Inneren Kind für dein Erwachsenenleben angemessener zu gestalten. Dabei kann eine Aufstellung, optimaler Weise in Kombination mit einer begleitenden Beratung helfen. 
</p>



<h2 class="wp-block-heading"><a id="post-3000-_9dipynk8u7lp"></a>Was genau leistet eine Aufstellung in der Arbeit mit dem inneren Kind?</h2>



<p>
  Eine Aufstellung mit deinem Inneren Kind hilft dir, in eine gute Verbindung mit diesem zu kommen. Im Einzelnen …
</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>
    erkennst du deine typischen Überlebensstrategien / Muster,
  </li>



<li>
    verstehst du dein Inneres Kind und entwickelst Empathie für es,
  </li>



<li>
    erprobst neue alternative Handlungsmuster oder Strategien,
  </li>



<li>
    versöhnst dich mit deinem inneren Kind,
  </li>



<li>
    nimmst es als Erwachsener schützend an die Hand,
  </li>



<li>
    lernst dich besser abzugrenzen und andere in ihrer Selbstverantwortung zu lassen.
  </li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading"><a id="post-3000-_83npookk7pyj"></a>Wie kannst du selbst mit dem Inneren Kind arbeiten?</h2>



<p>
  Du kannst erste Schritte zur Aussöhnung mit deinem inneren Kind auch in Eigenregie gehen. Optimal ist sogar eine Kombination von professioneller Begleitung und eigener Beziehungspflege. 
</p>



<p>
  Denn dein Inneres Kind baut erst mit der Zeit das Vertrauen zu deinem erwachsenen Anteil auf, dass es dort geborgen und sicher ist. Dafür braucht es viele neue, bestärkende Beziehungserfahrungen. 
</p>



<p>
  Hier findest du einige Anregungen zur Arbeit mit dem Inneren Kind. Bei Ihnen geht es allgemein darum, Zugang und Kontakt zu deinem Inneren Kind herzustellen und seine Bedürfnisse ernst zu nehmen:
</p>



<ul class="wp-block-list">
<li> Führe ein <strong>Tagebuch</strong>, in dem du in einen Dialog mit deinem Inneren Kind gehst und es nach seinen Wünschen, Emotionen und Bedürfnissen fragst. Vergiss nicht, dich dann auch angemessen für diese einzusetzen.   </li>



<li><strong>Verabrede</strong> dich regelmäßig in der Woche zu einer Eigenzeit mit deinem Inneren Kind, z.B. zu einem Spaziergang oder etwas, was deinem Inneren Kind gut tut.
  </li>



<li><strong>Spiele</strong> <strong>mit</strong> deinen <strong>Kindern</strong>. Im kindlichen Spiel mit ihnen kommst auch du wieder mehr in Kontakt mit deinem inneren Kind.
  </li>



<li><strong>Mache etwas</strong>, was du <strong>in deiner Kindheit gern gemacht</strong> hast. Auch so kommst du in Kontakt mit deinem Inneren Kind.
  </li>
</ul>



<p>
  Gern unterstützen wir dich natürlich mit einer Aufstellung und einem begleitenden Beratungsprozess bei deiner Entwicklung und Versöhnung mit deinem Inneren Kind. 
</p>



<p>
  Schau einfach bei einer Aufstellung vorbei. Wir freuen uns auf dich! 
</p>
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		<title>Entwicklung braucht einen Schutzraum!</title>
		<link>https://loesungsbilder.de/entwicklung-braucht-einen-schutzraum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Prisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Apr 2023 15:19:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Methode]]></category>
		<category><![CDATA[Integration]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Um diesen zu schaffen, müssen wir unsere eigenen Grenzen schützen können und für uns selbst sorgen &#8230; Hier erfährst du, was das bedeutet und wie du das im&#8230;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Um diesen zu schaffen, müssen wir unsere <strong>eigenen Grenzen</strong> <strong>schützen</strong> können <br>und <strong>für uns selbst sorgen</strong> &#8230; <br><br>Hier erfährst du, was das bedeutet <br>und wie du das im Coaching und mit Aufstellungsarbeit trainieren kannst:</p>



<h2 class="wp-block-heading">Entwicklung beginnt mit zarten Pflänzchen</h2>



<p>Jede Entwicklung beginnt mit einem <strong>Keim</strong>, der unter guten Bedingungen zu einem zarten, schutzbedürftigen <strong>Pflänzchen</strong> heranwächst: Eine <strong>Idee, ein Vorhaben, ein Wunsch</strong>, etwas zu ändern oder <strong>eine Vision</strong>, etwas in die Welt zu bringen, ist so ein keimendes Pflänzchen.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wir müssen für uns und unsere Ziele eintreten</h2>



<p>Damit dieser Keim sich entfalten und wachsen kann, braucht er <strong>Schutz und ein wachstumsförderliches Klima</strong>: Schutz <strong>vor Bewertungen und Irritationen, vor verfrühter Einmischung</strong> von Außen. Diesen Schutz- oder auch Entwicklungsraum müssen wir als Erwachsene für uns uns unsere Vorhaben selbst etablieren und halten können. Dann reifen diese und tragen mit der Zeit Früchte. Dann gedeihen wir als Person und können unser Potenzial entfalten, in die Welt bringen und einen eigenen Beitrag leisten.<br><br>Dazu aber müssen wir </p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>unsere Grenzen kennen</strong>, </li>



<li>„<strong>Nein“-Sagen können,</strong> </li>



<li><strong>unpassende</strong> <strong>Aufgaben ablehnen</strong>, </li>



<li><strong>für uns eintreten</strong> und </li>



<li><strong>Abwertungen zurückweisen. </strong></li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Schutz und Selbstfürsorge basiert auf Bindungserfahrungen</h2>



<p>Diese <strong>Fähigkeit zu schützen</strong>, zu <strong>umsorgen</strong> und <strong>Geborgenheit</strong> zu geben, haben wir im besten Fall von unseren Eltern, meist primär unserer <strong>Mutter</strong> gelernt. Als Erwachsene ist es dies dann unsere eigene Aufgabe. Doch die <strong>Kompetenz für dies Selbstfürsorge und Schutz haben wir in der Kindheit gelernt </strong>&#8211; mehr oder weniger.&nbsp;</p>



<p>Diese noch metaphorische beschriebenen Zusammenhänge erlebe ich in der systemischen Arbeit, in Aufstellungen, Coaching und der Organisationsentwicklung täglich. Aber auch in der Weiterbildung und in der Schule sind es <strong>zentrale Grundlagen für Persönlichkeitsentwicklung und Lernen</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Im Entwicklungsraum dürfen Impulse und Ideen geboren werden!</h2>



<p>Als <strong>EntwicklungshelferInnen</strong> haben wir dabei eine besondere Rolle ähnlich einer<strong> Hebamme.</strong><br>Wir sind es, die unseren Anvertrauten in der Beziehung und im Coachingraum immer wieder auch diesen <strong>Schutzraum</strong> <strong>bieten</strong>. Hier dürfen sich unsere KlientInnen </p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>ausprobieren</strong>, </li>



<li><strong>spüren und wahrnehmen</strong>,</li>



<li><strong>Fehler</strong> <strong>machen</strong>, </li>



<li><strong>Stärken und Schwächen zeigen</strong>, </li>



<li><strong>reflektieren</strong> und </li>



<li><strong>Wünsche, Träume und Visionen</strong> vorstellen. </li>
</ul>



<p>Um dies zu ermöglichen, sorgen wir z.B. für eine gute <strong>Atmosphäre</strong> in einer Lerngruppe, für <strong>Vertraulichkeit</strong> in einer Beratung.&nbsp; Wir <strong>ermuntern</strong> zu Experimenten und zum Ausdrücken und Aussprechen von Neuen, Verdrängtem oder scheinbar Abwegigem und Tabuisiertem.&nbsp;<br><br><strong>Wir bieten Halt und Raum und schenken Vertrauen.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Entwicklungsraum ist ein Beziehungsraum, den wir durch unsere Haltung etablieren</h2>



<p>Dazu aber müssen wir als EntwicklungshelferInnen <strong>diesen Raum von uns selbst kennen</strong>, respektvoll und achtsam mit Impulsen der Anderen umgehen und uns selbst entsprechend verhalten. <br><br>Unsere s<strong>ystemische Haltung</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Wertschätzung</strong>, </li>



<li><strong>Offenheit</strong>, </li>



<li><strong>Neugierde</strong>, </li>



<li><strong>Respekt</strong>, </li>



<li><strong>Achtung</strong> vor der <strong>Autonomie</strong> des Anderen,</li>



<li><strong>Zuhören</strong> können </li>
</ul>



<p>trägt dabei maßgeblich dazu bei, dass sich dieser <strong>Entwicklungsraum als Beziehungsraum zwischen Menschen</strong> öffnet und gehalten wird. Denn dieser Entwicklungsraum ist ja ein Beziehungsraum. In ihm erleben wir uns bzw. unsere KlientInnen als wertvolle, soziale, autonome Wesen in <strong>Resonanz</strong> mit unserem Gegenüber. <br><br>Ganz so, wie wir uns durch die <strong>Resonanz mit unserer Mutter oder Bindungsperson als Baby und Kind i</strong>m besten Falle als Person mit eigenen und wertvollen Impulsen, Bedürfnissen und Emotionen erlebt haben. <br><br>Jede Entwicklung von Neuem, jede Veränderung, jeder Schritt in etwas unbekanntes Neues braucht diese Sicherheit.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sicherheit ist evolutionär die Basis von Entwicklung und Erkundung</h2>



<p>Dies ist auch das zentrale Moment der in den letzten Jahren bekannt gewordenen <strong>Polyvagaltherapie</strong> von <strong>Stephen Porges</strong>: Unser <strong>autonomes Nervensystem</strong> scannt automatisch jeden Moment unsere Umgebung auf Gefahren. Und nur wenn wir uns sicher fühlen, entspannen wir und beginnen uns einzulassen, kreativ zu werden, uns zu entspannen und Neues zu erforschen. <br><br>Aber auch die <strong>Bindungstheorie von Bolby</strong> belegt die Bedeutung von Bindungssicherheit bzw. einem sicheren Schutzraum für das Erforschungsverhalten von Kleinkindern. Irritiert sie etwas, krabbeln sie sofort zur Mutter zurück in ihren Arm und suchen dort Geborgenheit. Dass Entwicklung, Veränderung und Change psychosoziale Sicherheit braucht ist ein evolutionär höchst sinnvolles Verhalten.&nbsp;</p>



<p>Die <strong>frohe Botschaft dabei</strong> ist, dass wir auch als Erwachsene lernen können, uns diese Sicherheit und Geborgenheit zu geben und &#8222;nachreifen&#8220; können: In einer guten Beziehung, einer Therapie, einem guten Coaching oder in der Aufstellungsarbeit. Dazu abschließend ein Beispiel aus meiner Praxis:&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie symbolisiere ich den Raum einer Person in der Aufstellungsarbeit und im Coaching?</h2>



<p>Häufig gebe ich meinen Klientinnen ein <strong>Seil</strong> mit der Bitte, ihren <strong>eigenen Raum </strong>um sie herum zu symbolisieren. In der Art, wie selbstverständlich, groß und geschlossen sie damit ihren Raum abgrenzen, zeigt sich, wie gut und klar sie sich abgrenzen können. <br><br>Manche brauchen einen ganz kleinen Raum, weil sie sich sonst unsicher fühlen. Andere einen sehr großen. Andere möchten das Seil gar nicht schließen und haben Schuldgefühle, sich abzugrenzen.</p>



<p>Im zweiten Schritt lasse ich sie dann ihr <strong>Selbst</strong> hinzunehmen oder ein Vorhaben, symbolisiert z.B. durch ein Kissen. Hier zeigt sich schnell, wie gut sie in Kontakt mit diesem sind: Ob das Selbst in ihrem Raum nah bei sich ist oder fern, vielleicht sogar außerhalb des eigenen Raumes. Diese Art der Aufstellungsarbeit geht auf die <strong>Selbstintegration</strong> von <strong>Langlotz</strong> zurück und lässt sich vielfältig nutzen.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Lösungsbilder als Kartenset &#8211; ein eigenes Pflänzchen kündigt sich an</strong></h2>



<p>Das oben stehende Bild symbolisiert diese Arbeit. Es ist übrigens einer der ersten <strong>Prototypen</strong> eines <strong>Kartensets für typische Interventionen in der Aufstellungsarbeit</strong>. Gedacht für angehende Ausstellerinnen, aber auch TherapeutInnen und BeraterInnen, die gern mit den <strong>Beziehungsbildern</strong>, den „<strong>Lösungsbildern</strong>“ der Aufstellungspraxis arbeiten wollen. <br><br>Es ist eines meiner Pflänzchen, das ich pflege und entwickle, <br>um es bald schon in die Welt der Beratung zu entlassen.&nbsp;</p>
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		<title>Wie kann ich innere Anteile mehr integrieren?</title>
		<link>https://loesungsbilder.de/innere-anteile-integrieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Prisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jan 2023 21:42:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Formate]]></category>
		<category><![CDATA[Methode]]></category>
		<category><![CDATA[innere Anteile]]></category>
		<category><![CDATA[Integration]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://familienaufstellung-koeln-bonn.de/aa-wp-test/?p=1956</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wir haben viele Seiten oder Anteile - manche von Ihnen lehnen wir ab, andere haben wir vernachlässigt. Aufstellungen mit inneren Anteilen ermöglichen diese in einen optimalen Kontakt mit Ihrem Selbst zu bringen. So können Sie Ihre Persönlichkeit ganz entfalten und Ihre Kompetenzen voll aktivieren.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://loesungsbilder.de/innere-anteile-integrieren/">Wie kann ich innere Anteile mehr integrieren?</a> erschien zuerst auf <a href="https://loesungsbilder.de">Lösungsbilder</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Möchtest du Teile von dir mehr leben?</h2>



<p>Hast du machmal das Gefühl, nicht genug Zugang zu Seiten oder Anteilen von dir zu haben? <br>Das kann Wut oder eine andere Emotion, aber auch eine Seite wie der Planer oder der Kreative sein.<br><br>Oft liegt das daran, dass wir in unserer Sozialisation, Familie, Schule, Freundeskreis, diese Seiten nicht so frei leben durften, wie es uns gut getan hätte. Viele Menschen haben sich zu sehr angepasst, vielleicht ihre Wut, Trauer oder auch Abenteuerlust unterdrückt. </p>



<p>Möglicherweise war dafür kein Platz in der Familie oder ein Elternteil hatte selbst zu große Angst vor deinen freien Impulsen. <br>Wie auch immer. Jetzt gilt es das zu entwickeln, was zwar in dir steckt, aber noch nicht angemessen entfaltet ist. </p>



<p>Dabei ist die Methode der Integrationsaufstellung ein sehr wirksames Mittel.<br>Erfahre hier mehr darüber, wie sie auch dir helfen kann, mehr mit dir und deinem ganzen Potential in Kontakt zu kommen.</p>



<p>Der Lohn ist mehr Lebendigkeit, Authentizität, Power und Klarheit, wer du bist und was du im Leben willst:<br>Mehr du! Und mehr Verbundenheit mit dir! <br><br>Und das alles kommt dann auch deinen Beziehungen zu Anderen zugute.<br>Trau dich und schau mit dieser besonderen Aufstellungsmethode in den Spiegel!</p>



<p>Ich verrate dir schon jetzt: Was du sehen und erleben wirst ist schön und berührend!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was sind innere Anteile?</h2>



<p>Innere Anteile sind die Persönlichkeitsaspekte, die wir alle haben und mehr oder weniger leben. Diese Anteile sind uns aber oft nicht bewusst. Solche unbewussten inneren Anteile beeinflussen uns aber gerade in herausfordernden Situationen, z.B. in Stress oder bei Konflikten. </p>



<p>Sie sind dann problematisch, wenn wir keinen Zugang und guten Kontakt zu ihnen haben.  Diese Anteile sind dann nicht von uns bewusst steuerbar und verfügbar. Ungefragt und unbemerkt treten sie machmal in Aktion, führen quasi ein Eigenleben. </p>



<p>Sie können unser Erleben und Verhalten sogar in Stresssituationen kontrollieren und die Steuerung übernehmen: z.B. in Wutanfällen oder Panik: <br><br><em>„<strong>ES</strong> kam so über mich…</em>&#8222;, sagen wir dann. Uns sind unserer inneren Dynamik gerade nicht mehr Herr oder Frau.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Beispiele für innere Anteile</h2>



<p>Innere Anteile sind erst einmal bloß Seiten oder Eigenschaften von uns, die wir haben. Sie können je nach zielführenden Einsatz und Situation positiv oder negativ wirken. </p>



<p>Wenn wir mit ihnen gut verbunden sind, können sie uns helfen und machen uns zu einer klaren und authentischen Persönlichkeit. Wir können unsere inneren Anteile dann nutzen, wie gute Helfer oder Kräfte.</p>



<p>Beispiele für solche inneren Anteile sind: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Der Kritiker</strong>: Dieser Anteil kann uns helfen, uns selbst zu verbessern. Er kann aber auch dazu führen, dass wir uns selbst herabsetzen.</li>



<li><strong>Der Beschützer</strong>: Dieser Anteil kann uns helfen, uns sicher und geschützt zu fühlen. Er kann aber auch dazu führen, dass wir uns von anderen isolieren.</li>



<li><strong>Der Optimist</strong>: Dieser Anteil ist hoffnungsvoll und sieht auch in schwierigen Situationen Licht am Ende des Tunnels. Er kann aber auch die Realität aus dem Blick verlieren.</li>



<li><strong>Der Ängstliche</strong>: Dieser Anteil geht leicht vor Angst in die Vermeidung, verschließt die Augen und sieht das schlimme Ende voraus.<br>Er kann uns aber auch schützen und warnen und Vorsicht walten lassen.</li>



<li><strong>Das Kind</strong>: Dieser Anteil kann uns helfen, Freude und Kreativität zu erleben. Er kann aber auch dazu führen, dass wir uns impulsiv oder trotzig verhalten.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Eine gute Beziehung zu seinen inneren Anteilen gestalten!</h2>



<p>Durch Aufstellungen innerer Anteile können wir mit diesen in Kontakt gehen und eine <strong>hilfreiche Verbindung</strong> oder Beziehung zu ihnen aufbauen. So lernen wir sie kennen und sie und ihre positive Absicht für uns als Gesamtsystem verstehen. </p>



<p>Diese Art der Arbeit nenne ich <strong>Integrationsaufstellungen</strong>.<br>Hier erfährst du, wie sie dir hilft dich als Person zu entwickeln und authentischer zu werden.<br><br>Denn je mehr wir all unsere Seiten oder Anteile leben können, ohne von ihnen beherrscht zu werden, desto mehr entfalten wir unser Potenzial.<br>Unser Leben wird so kraftvoller und leichter. Wir kommen in einen Flow und fühlen mit uns wohl und sicher. </p>



<p>Das führt dann auch dazu, dass wir uns in der Begegnung mit Anderen wohl und sicher fühlen. Wir sind dann mit uns und unserem Team im Reinen!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie integrierst du deine inneren Anteile? Die Integrationsaufstellung!</h2>



<p>In Anlehnung an verschiedene Aufstellungsformen mit inneren Anteilen, z.B. </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>die <strong>“Systemische Selbstintegration“ von Ero Langlotz</strong>, </li>



<li>die Arbeit mit dem <strong>Inneren Team nach Schulz von Thun</strong>,</li>



<li>den <strong>Lebensintegrationsprozess</strong> nach W. Nelles oder</li>



<li><strong>Gunther Schmidts Seitenmodell</strong> </li>
</ul>



<p>habe ich eine sehr einfache Form der Aufstellung mit inneren Anteilen mit dem Ziel der Integration dieser entwickelt. <br>Damit kann ich dich gezielt bei der Integration von bislang vernachlässigten, nicht gesehenen oder nicht ausreichend gelebten inneren Anteilen unterstützen. Du gehst mit dir bzw. Teilen in eine tiefere Verbindung oder Beziehung. </p>



<p>Dadurch wirst du „Ganzer“ und hast deine komplette Power und Vielfalt zur Verfügung. Deine Bandbreite an Verhaltens- und Erlebensmöglichkeiten erhöht sich drastisch. Und im Kontakt zu anderen wirst du souveräner und flexibler, weil du nichts verstecken musst bzw. freier und lockerer bist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie verläuft eine Integrationsaufstellung?</h2>



<p>Bei einer Integrationsaufstellung wird der innere Anteil, zu dem du eine bessere Verbindung aufbauen möchtest, durch einen Stellvertreter  physisch-räumlich in Beziehung zu dir im Beratungsraum platziert. In der Einzelarbeit nutze ich statt eines Stellvertreters ein (Zettel, Stuhl, Kissen, etc.). </p>



<p>Der Stellvertreter für deinen inneren Anteil wird so nah und zu dir, wie du die Beziehung zu dem Teil intuitiv erlebst, platziert. Er kann dich anschauen oder wegblicken. Vielleicht schaust du zu ihm herab oder hoch oder hast ihn gar nicht im Blick. </p>



<p>So wird zunächst deine innere Beziehung von dir zu deinem inneren Anteil visualisiert und bewusst gemacht. Das ist auch die Voraussetzung, diese Beziehung im nächsten Schritt durch Interventionen zu verbessern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Interaktion mit inneren Anteilen: Integration und Verständnis</h2>



<p>Durch die räumliche-symbolische Visualisierung deiner Beziehung zu diesem Anteil verstehst du deine Beziehung zu diesem besser und die Auswirkungen, die diese Art der Beziehungsgestaltung in deinem Leben und Verhalten bisher hat. </p>



<p>Wir können sie aber jetzt im nächsten Schritt probeweise verändern. Dazu reicht es meist, den Anteil in einer Entfernung von 1-2 Metern dir zugewandt gegenüberzustellen und Blickkontakt herzustellen.</p>



<p>Dann beginnt oft schon ohne weiteres Zutun &#8211; wenn man es zulässt und achtungsvoll und geduldig als Leitung begleitet &#8211; ein Integrationsprozess. </p>



<p>Körperlich zeigt sich das an einer Resonanz zwischen dir und &#8211; idealerweise einem Stellvertreter (in der Einzelarbeit kann das auch zeitweise eine geübte Leitung übernehmen). Soche Resonanz kann sich durch ein gleichzeitiges Lächeln, Zittern, ähnliche Emotionen, etc. zeigen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Emotionaler Prozess: Wichtigkeit von erfahrener Begleitung</h2>



<p>ft, abEine   ei Anteile kann sehr emotional sein, da die Teilnehmer ihre innersten Gedanken und Gefühle teilen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass eine Aufstellung von einer erfahrenen Leitung durchgeführt wird. Diese ist in der Lage, den Prozess zu leiten und sicherzustellen, dass du dich sicher und unterstützt fühlst.</p>



<p>Dabei geht es immer um die <strong>eigene Auseinandersetzung mit einem Aspekt, einer Seite von dir oder auch einer Rolle</strong>. Diese Integration kann wie eine Versöhnung nach langer Trennung schmerzhaft, aber letztlich sehr heilsam sein.</p>



<p>Integriert werden können so: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>eigene <strong>Seiten</strong> oder <strong>Aspekte</strong>, </li>



<li><strong>Themen</strong> bzw. <strong>Phasen</strong> des eigenen Lebens, </li>



<li><strong>Rollen</strong></li>



<li><strong>Emotionen</strong>, z.B. Wut, Freude, Trauer</li>



<li><strong>Haltungen</strong> und <strong>Werte</strong>, z.B. Offenheit, gesunde Agression, Zielstrebigkeit, Mut, Durchhaltevermögen.</li>
</ul>



<p></p>



<p>Wie das <a href="https://loesungsbilder.de/entscheidungen-faellen-innere-stimmen-aufstellen/">Aufstellen innerer Anteile bei Entscheidungsproblemen, inneren Konflikten und innerer Zerissenheit </a>hilft, habe ich übriges in einen eigenen Artikel beschreiben.&nbsp;</p>



<p>Möchtest du also einen anderen, <strong>besseren Zugang zu einem bestimmten Aspekt von </strong>dir (Verhalten, Erleben, Reaktionsweise) oder einer Rolle (beruflich, privat) finden, kontaktiere mich gerne. </p>



<p>Oder melde dich direkt für eine Aufstellung dazu an einen der <a href="https://loesungsbilder.de/anmeldung/">Aufstellungsworkshops</a> an.</p>


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		<title>Alle Aufstellungsarbeit ist Integrationsarbeit!</title>
		<link>https://loesungsbilder.de/jede-aufstellungsarbeit-ist-integrationsarbeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Prisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Feb 2020 19:55:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Formate]]></category>
		<category><![CDATA[innere Anteile]]></category>
		<category><![CDATA[Integration]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Suche nach dem Ausgeschlossenen Es geht in Aufstellungen immer um das&#160;Auffinden des Ausgeschlossenen,&#160;Nicht-Gesehenen, Abgespaltenen oder Ausgegrenzten.&#160; Somit ist Aufstellungsarbeit&#160;eine zutiefst systemische Methode:&#160;Sie blickt auf das ganze System.&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Die Suche nach dem Ausgeschlossenen</h2>



<p>Es geht in Aufstellungen immer um das&nbsp;<strong>Auffinden des Ausgeschlossenen</strong>,&nbsp;<strong>Nicht-Gesehenen</strong>, Abgespaltenen oder Ausgegrenzten.&nbsp;<br><br>Somit ist Aufstellungsarbeit&nbsp;eine zutiefst systemische Methode:&nbsp;<br><strong>Sie blickt auf das ganze System.</strong></p>



<p>Und der&nbsp;<strong>Weg zur Heilung als Wieder-Ganz-Werden</strong>&nbsp;ist&nbsp;ein Weg des Wieder-Hereinnehmens und&nbsp;<strong>Integrieren des Ausgeschlossenen</strong>.<br><br>&gt;&gt; Drei Arten der Integration durch Aufstellungen&nbsp;stelle ich hier vor.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. Integration in klassischen Familienaufstellungen</strong></h2>



<p>In der klassischen Familienaufstellung sind oft Familienmitglieder ausgeschlossen, z.B. wenn um ein früh gestorbenes Baby nicht ausreichend getrauert wurde, es kein Begräbnis und keinen Namen bekommen hat oder wenn eine erste tiefe Liebe zu einem Partner vor dem eigentlichen Ehepartner nicht ausreichend gewürdigt wurde.&nbsp;</p>



<p>Dann gehen oft Nachfolgende (Kinder) im Familiensystem unbewusst in Stellvertretung für diese ausgegrenzte, nicht gesehene Person.&nbsp;</p>



<p>Sie wird dann in Aufstellungen dazu gestellt, so dass der Trauerprozess und die Würdigung in der Aufstellung nachgeholt werden kann und die Seele des Klienten so entlastet wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. Integration von eigenen Anteilen</strong></h2>



<p>In der Psychotherapie inzwischen schon sehr verbreitet (vgl. Ego-State-Therapie) ist aber auch die Integration von Anteilen der eigenen Psyche, z.B. von abgespaltener Wut oder Anteilen, die man aus irgendwelchen Gründen in der Kindheit oder im Leben bislang nicht leben konnte.<br><br>Auch mit diesen kann in Aufstellungen sehr gut gearbeitet werden: Statt für Personen stehen dann Stellvertreter für diese Anteile und oft findet dann &#8211; wenn die Integration gelingt &#8211; eine ganz behutsame und zärtliche Annäherung zwischen KlientIn und diesem ihrem Anteil statt. Eine Bewegung, die auch die beobachtenden sehr berührt und auch sie ein Stück mehr mit sich selbst in Einklang kommen lässt.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. Systemische Selbstintegration (nach Dr. Langlotz)</strong></h2>



<p>Schließlich geht es bei dieser Integration von eigenen Anteilen auch um die Unterscheidung von Eigenem und Fremden. Fremde Anteile, sogenannte Introjekte (hinderliche Glaubenssätze der Eltern oder traumatische Erfahrungen) gehören nicht in unsere Seele. Bei Grenzverletzungen oder weil wir als Kind zu klein waren, uns selbst zu schützen, gelangen diese aber manchmal in unseren Bereich. Dann müssen wir wieder lernen und sortieren, was unser Eigenes und was Fremdes ist und unsere Integrität wieder herstellen. Diesen Aspekt der eigenen Grenze und der Unterscheidung von Eigenem und Fremden in der eigenen Seele betont die systemische Selbstintegration, die ich bei Langlotz gelernt habe.</p>



<p></p>



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		<title>Ja! zum eigenen Leben sagen &#8211; eine Übung</title>
		<link>https://loesungsbilder.de/ja-zum-eigenen-leben-sagen-eine-uebung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Prisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 May 2017 18:15:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Methode]]></category>
		<category><![CDATA[Integration]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://familienaufstellung-koeln-bonn.de/blog/?p=235</guid>

					<description><![CDATA[<p>Waren sie schon einmal unzufrieden mit sich selbst? Haben sich über ihre eigenes Verhalten anderen gegenüber geärgert? Waren mit ihrern Leistungen unzufrieden? Oder haben mit einer Entscheidung gehadert:&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Waren sie schon einmal unzufrieden mit sich selbst?</h2>
<p>Haben sich über ihre eigenes Verhalten anderen gegenüber geärgert? Waren mit ihrern Leistungen unzufrieden? Oder haben mit einer Entscheidung gehadert: Hätte ich doch&#8230;</p>
<p>Wer kennt das nicht? Derartiges gehört schließlich zum Leben dazu? Wenn es sich aber häuft und zu einem generellem Gefühl und einer ablehnenden Haltung dem eigenen Leben oder einem wichtigem Bereich des eigenen Lebens &#8211; Partnerschaft, Beruf, Familie &#8211; wird, fühlen wir uns zunehmend unglücklich.</p>
<p><span id="more-793"></span>Noch schlimmer ist aber, dass wir zunehmends die Kraft verlieren, unser Leben, wie es ist, zu schätzen, zu genießen und darauf, wie auf einem festgefügtem Fundament unser weiteres Leben aufzubauen.</p>
<h2>&#8222;Annehmen, was ist.&#8220;</h2>
<p>Die grundlegende (innere) Bewegung, die hier hilft, ist das Zustimmen. In Helligners Worten: &#8222;Annehmen, was ist.&#8220; In die Aufstellungsarbeit hat Hellinger dafür die &#8211; oftmals umstrittene, weil falsch verstandene &#8211; Geste der Verneigung eingeführt. Das, was die Verneigung in der Aufstellungsarbeit ausdrücken soll, ist nicht Unterwerfung, sondern ein tiefes &#8222;Ja!&#8220;, ein Annehmen und mehr, ein Zustimmen, zu dem, wie es ist.</p>
<p>Wenn einem das gelingt, hört man auf, seine Energie auf den unmöglichen Wunsch zu lenken, die Vergangenheit hätte anders sein sollen. Man hört auf &#8222;mit seinem Schicksal zu hadern&#8220;. Dann wird die Energie und der Blick frei für das nun noch Mögliche und Machbare, für das aktuelle Leben.</p>
<h2>Eine kleine Übung mit großer Wirkung</h2>
<p>Eine kleine Übung mit großer Wirkung, die hier hilft, ist das Verneigen vor dem eigenen Leben. Vielleicht möchten sie dies ja einmal ausprobieren?</p>
<p>Schließen sie die Augen und stellen sie sich ihr eigenes Leben als Bild oder als Gestalt vor ihren inneren Augen vor. Warten sie, bis sich ein Bild von alleine einstellt und achten sie darauf, ihre Atmung nicht anzuhalten, sondern ruhig ein und aus bis in den Bauch strömen zu lassen.</p>
<p>Wenn sich ein Bild eingestellt hat, experimentieren sie damit, den Kopf langsam ein wenig in einer verneigenden Geste zu verbeugen, etwa, indem sie ihr Kinn zur Kehle senken. Achten sie auch hierbei darauf, regelmäßig und tief weiterzuatmen.</p>
<p>Beobachten sie, was sich verändert:</p>
<ul>
<li>Was spüren sie körperlich? Gibt es Veränderungen ihres Körpermusters: z.B. Anspannungen und Haltungen des Körpers?</li>
<li>Verändern sich Gefühle?</li>
<li>Verändert sich das Bild, welches sie innerlich betrachten?</li>
<li>Tauchen (neue) Sätze, Gedanken oder Bewertungen ihres inneren Bildes auf?</li>
</ul>
<p>In der Regel sollte diese Übung zu einer Erleichterung, einem Gefühl der Befreiung und des inneren Friedens führen.</p>
<p>Je gesammelter und entspannter sie dabei sind, desto besser wird es funktionieren. Probieren sie es aus! Ich freue mich auf ihre Rückmeldungen!</p>
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		<title>Die Entwicklung des Lebensintegrationsprozesses (LIP) nach Wilfried Nelles aus dem klassischen Familienstellen</title>
		<link>https://loesungsbilder.de/lebensintegrationsprozess_lip_nelles_koeln/</link>
					<comments>https://loesungsbilder.de/lebensintegrationsprozess_lip_nelles_koeln/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Prisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Feb 2017 15:09:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Formate]]></category>
		<category><![CDATA[Methode]]></category>
		<category><![CDATA[Integration]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Das Leben hat keinen Rückwärtsgang“ „Das Leben hat keinen Rückwärtsgang“ lautet der Titel eines der Bücher von Wilfried Nelles zu seiner eigenen Form der Aufstellungsarbeit. Darin entwickelt er&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://loesungsbilder.de/lebensintegrationsprozess_lip_nelles_koeln/">Die Entwicklung des Lebensintegrationsprozesses (LIP) nach Wilfried Nelles aus dem klassischen Familienstellen</a> erschien zuerst auf <a href="https://loesungsbilder.de">Lösungsbilder</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>„Das Leben hat keinen Rückwärtsgang“</h3>
<p>„Das Leben hat keinen Rückwärtsgang“ lautet der Titel eines der Bücher von Wilfried Nelles zu seiner eigenen Form der Aufstellungsarbeit. Darin entwickelt er die Gedanken zum LIP, die aus seiner Auseinandersetzung mit der klassischen phänomenologischen Aufstellungsarbeit, wie er sie noch von Hellinger selbst gelernt hat, erwachsen sind.</p>
<p>Einen Teil dieser Entwicklung bekam ich selbst in den Jahren 2007-2009 in seinen Aufstellungsworkshops mit, in denen er immer wieder kleine Vorträge einflocht. Zunehmend störte er sich an dem Konzept der „Verstrickung“ und der Lösung aus ihr durch eine Aufstellung sowie z.B. an der Heilung der „unterbrochenen Hinbewegung“ durch ein symbolisches Nachholen dieser Bewegung vom Kind zum Elternteil in einer Aufstellung.<span id="more-786"></span></p>
<h3>Annehmen, was ist!</h3>
<p>Stattdessen sah er die Lösung immer mehr schlicht darin, hinzuschauen und anzunehmen, was ist. Dies geschieht durch eine besondere &#8211; nicht alltägliche &#8211; Art des Hinschauen: Im Hinschauen mit der phänomenologischen Haltung, d.h. in einer Haltung des Nicht-Wertens, Nicht-Urteilens, ohne Absicht und ohne Furcht. Darin ist er ganz Hellinger treu geblieben. Aber diese phänomenologische Schau selbst sah er nun auch für den/die KlientIn als heilend an. Ohne weitere Lösungsschritte! Alle Interventionen sind nur noch zur Verdeutlichung dar, nicht mehr um ein Lösungsbild zu entwickeln und symbolisch etwas nachzuholen: Die Lösung besteht darin, seine Geschichte und Vergangenheit, sein Leben anzunehmen, wie es ist..</p>
<hr id="system-readmore" />
<p>Der erste konkrete Schritt in den sich verändernden Aufstellungen von Nelles war, dass er beispielsweise darauf verzichtete, dass der Stellvertreter für den Sohn zum toten Vater ging und ihn noch einmal umarmte. Stattdessen ließ er ihn nur zum Vater schauen, etwa: „Schau hin. Er musste früh gehen. Er ist tot.“ Und dann ließ er den Stellvertreter umdrehen und die Gegenwart und Zukunft oder das, was dafür stand, z.B. seine Frau oder Kinder ansehen.</p>
<p>Diese Aufstellungen waren oftmals etwas weniger emotional, weil sich eben Vater und Sohn nicht weinend wiedervereint umarmten, aber sie wirkten oftmals tiefer, machten leise nachdenklich und waren für mich stimmig:<br />
Auch so kann man es machen, dachte ich zustimmend.</p>
<h3>Das Format des LIP</h3>
<p>Der LebensIntegrationsprozess (LIP), den Nelles auf einer Sommerakademie aus einem Experiment heraus entwickelte, wandte dieses Hinschauen oder auch Zurückblicken dann auf die eigene Person des/der Klient*in in ihren verschiedenen Lebensphasen an. Nelles ließ den/die Klienten*in auf sich selbst in einer früheren Lebensphase blicken, wie in einen Spiegel. Den Spiegel stellt dabei so wie in der Aufstellungsarbeit üblich ein Stellvertreter dar. Die beiden standen sich zwei, drei Meter voneinander entfernt gegenüber, gingen in Kontakt, indem sie sich zueinander ausrichteten und in die Augen blickten. „Schau hin, aber bleibt an deinem Platz &#8211; im Jetzt, bei dir.“, so ungefähr war die zentrale Anweisung von Nelles. Dann wartete er, was sich ergab: Ein körperliches Zittern der Muskeln oder Emotionen, die bei dem/der Klient*in aufkamen und wieder vergingen – ein Prozess der Integration.</p>
<p>Manchmal wurde gar nichts gesagt, manchmal wenige zentrale Lösungssätze, die Stellvertreter und KlientIn oft selbst fanden. Nelles unterstütze den Prozess, indem er kaum eingriff und ebenfalls bloß wach hinschaute. Falls die Integration länger stockte oder kein Kontakt zustande kam, brach Nelles ab. Falls sie gelang, ging es beim Stellvertreter der nächsten Lebensphase weiter.</p>
<h3>Die Lebensphasen bzw. Bewusstseinsstufen im Lebensintegrationsprozess</h3>
<p>Nelles unterscheidet sieben Lebensphasen: Kind im Mutterleib, Kindheit, Jugend, Junger Erwachsener, Reifer Erwachsener, Alter und als siebte den Tod. Die Phasen bis zur aktuellen des/r Klient*in lässt er aufstellen. Man beginnt mit der Gegenüberstellung der ersten Phase, dem Kind im Mutterleib.</p>
<p>Diese Phasen leitet er aus einem selbst entwickelten Modell der sieben Bewusstseinsstufen ab, das mit der ursprünglichen Einheit des ungeborenen Babys im Mutterleib beginnt und dann immer größere Einheiten, Kernfamilie, Peergroup, Gesellschaft, bis hin zum Ganzen der Welt umfasst.</p>
<p>Der leitende und aus der klassischen Aufstellungsarbeit bekannte Gedanke dabei ist der der Eigebundenheit oder Zugehörigkeit zu Systemen, und zwar:</p>
<ol>
<li>zur Mutter im Mutterleib,</li>
<li>zur Familie in der Kindheit,</li>
<li>zum eigenen Ich in Abgrenzung zur Familie in der Jugend,</li>
<li>zur Gesellschaft als junger Erwachsener,</li>
<li>zur weiteren und zukünftigen Gesellschaft als reifer Erwachsener,</li>
</ol>
<p>und dann zu immer umfassenderen Ganzheiten im Alter und im Tod (Stufe 6 und 7).</p>
<p>Damit es zur Entwicklung von einer zur nächsten Stufe kommt ist dann &#8211; zumindest bei den ersten Stufen &#8211; auch immer ein Bruch mit der Einheit der jeweiligen Stufe notwendig. Dieser Bruch erzeugt im Rückblick aber auch immer eine Sehnsucht, die Nelles mit der Sehnsucht nach dem Paradies vergleicht. Dieser Sehnsucht werde im Familienstellen oft gefolgt, indem am Ende ein Idealbild der heilen, gut geordneten Familie gestellt würde. Das aber sei eine Illusion. Es gebe eben kein Zurück, kein „Rückwärtsgang“ im Leben, so erläuterte er damals in seinen Seminaren.</p>
<h3>Systemkräfte vs. Entfaltung des Bewusstseins  – eine dialektische Entwicklung</h3>
<p>In dieser krisenhaften Entwicklung wirken demnach zwei grundlegende Kräfte auf uns ein: Die der Systeme, in die wir jeweils eingebunden sind einerseits und die des Bewusstseins, das sich entfaltet und das auf Wachstum und Erweiterung zielt andererseits. Das jeweils alte System wird in dieser Bewegung zugunsten eines umfassenderen verlassen und unser Bewusstsein wird von Stufe zu Stufe weiter, bis es in einer AllEinheit &#8211; eins mit Gott und dem Ganzen im Tode aufgeht.</p>
<p>Am deutlichsten wird diese dialektische Entwicklung des Bewusstseins in der Pubertät, in der der Jugendliche die Werte, Normen, Ansichten, etc. der Herkunftsfamilie in Frage stellt und so den Sprung hinaus in die Welt vorbereitet. Dazu gehört übrigens auch das schlechte Gewissen, die Eltern zu enttäuschen und ihren Werten, etc. untreu zu werden. Das Gewissen ist ja nach Hellinger eben dafür zuständig: Es meldet sich, wenn wir durch unser Verhalten und Denken Gefahr laufen, die Spielregeln unseres Systems zu verletzen und so unsere Zugehörigkeit zu riskieren. Dementsprechend nennt Hellinger es auch metaphorisch das Gleichgewichtsorgan der Seele.</p>
<h3>Uns selbst annehmen &#8211; Die lösende Wirkung des LIP!</h3>
<p>Diese sich durch die zwei entgegenwirkenden Kräfte sich ergebenden Entwicklungskrisen gehören also notwendig mit zu unserer dialektischen Entwicklung und es stellt sich nur die Frage, ob die Ablösung in den vergangenen Phasen auch gelungen ist. Dies ist es dann auch letztlich, was im LIP „geheilt“ oder nachgeholt werden kann:</p>
<p>Indem wir in einem LIP-Prozess noch einmal zurückschauen, können wir unser Potenzial und unsere Lebenskraft, die ganz natürlich für diese Entfaltung sorgen, erkennen und integrieren. Wir erfahren aber auch unsere Schwierigkeiten und Themen, diese zu leben und frei wirken zu lassen. Wenn wir annehmend hinschauen, ist es uns vielleicht möglich, diesem Reifungsschritt, unserem Potenzial und den damaligen Schwierigkeiten, es zu entfalten, innerlich nachträglich ganz zuzustimmen und so uns selbst zuzustimmen und anzunehmen &#8211; gleich, ob wir unser Potenzial auf der damaligen Stufe ganz gelebt haben oder nicht:<br />
Annehmen, was ist! &#8211; Annehmen, wer wir sind und waren!</p>
<p>So ist das LIP ein spezielles Aufstellungsformat, das helfen kann, als schwierig erlebte Entwicklungsphasen anzunehmen und unser darin gebundenen Potential zu integrieren.</p>
<p>Ziel ist es dabei letztlich, unser in uns angelegtes Wesen ganz zu entfalten, getreu der berühmten Inschrift über dem Orakel von Delphi:</p>
<p style="font-weight: bold; text-align: center;">„Erkenne dich selbst und werde wer du bist!“</p>
<p>Der Lebensintegrationsprozess ist somit eine Methode der Persönlichkeitsentfaltung mit einer spirituellen Komponente &#8211; der Idee, dass wir von Beginn an einen festen Wesenskern haben und dass wir am Ende in einer Ganzheit aufgehen.</p>
<p>In seinem eingangs erwähntem Buch „Das Leben hat keinen Rückwärtsgang“ verbindet Wilfried Nelles damit weiterhin unterschiedliche Aspekte der unterschiedlichen Bewusstseinsstufen, wie z.B. das Selbstgefühl, den vorherrschenden Erkenntnismodus, die Art, wie man die Welt deutet. Und getreu seiner akademischen Herkunft als Soziologe überträgt er diese für das Individuum geltenden Aspekte dann auch auf Bewusstseinsstufen von Gesellschaften und ordnet beispielsweise traditionelle Stammesgesellschaften mit ihrer Verhaftung in Mythos und Religion, Überlieferung und Tradition dem Gruppenbewusstsein (Stufe 2: Kindheit) zu. Dies ist zwar spekulativ, aber oftmals sehr plausible und erscheint gut beobachtet.</p>
<h3>Meine persönliche Bewertung des LIP als Aufstellungsformats</h3>
<p>Wie auch immer man zu Nelles spekulativ-spirituellen Modell der Bewusstseinsstufen stehen mag, ist die Methode, nicht ganz gelungene Entwicklungsphasen rituell in einer Aufstellung anzunehmen und zu integrieren sicher eine wirkungsvolle und oft hilfreiche Intervention. Insbesondere dann, wenn man mit seiner eigenen Entwicklung bzw. Phasen der eigenen Entwicklung unglücklich ist und sich und diese Phasen ab und an nicht recht annehmen will.</p>
<p>Außerdem zeigt das LIP exemplarisch, wie die Integration von Persönlichkeitsanteilen mit der Aufstellungsmethode geht bzw. dass es dafür oft nicht viel mehr braucht, als die Gegenüberstellung und das offene hinschauen und in Kontakt gehen.</p>
<p>Weiterhin ist Nelles Kritik, dass in Aufstellungen zu oft eine idealisierte Lösung, ein Bild des Paradieses erzeugt wird, sicher eine treffende Beobachtung. Gelingt es, dass der/ die Klient*in annimmt, was war – also seinem Leben, so wie es gewesen ist ohne Einschränkung zustimmt, ist das alleine eine sehr wirkungsvolle und heilende Intervention.</p>
<p>Allerdings reicht es für eine Lösung bzw. Heilung nicht aus, lediglich belastende oder traumatische Erfahrungen noch einmal anzuschauen. Es muss auch eine andere Sicht und ein neuer, heilender Bezug dazu gefunden werden.</p>
<p>Hierfür ist es wichtig, nicht mit der damaligen Situation &#8211; im LIP mit dem Repräsentanten &#8211; zu verschmelzen, sondern aus der jetzigen Position – einer erwachseneren und reiferen – hinzuschauen und sich eben sich und die Vergangenheit anzunehmen, etwa in folgender Haltung:</p>
<p style="text-align: center;">So war es; es war schlimm und schön und schwierig und berauschend!</p>
<p>Und ich habe es überstanden und überlebt, bin daran gewachsen und gereift und jetzt steht ich hier und schaue auf mein Leben:</p>
<p><b>Versöhnt, zustimmend, kraftvoll und frei!</b></p>
<p>In diesem Sinne nutze ich das LIP auch in meinen Aufstellungen.</p>
<p>Probieren Sie es selbst aus!</p>
<p>Gerne begleite ich Sie dabei!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://loesungsbilder.de/lebensintegrationsprozess_lip_nelles_koeln/">Die Entwicklung des Lebensintegrationsprozesses (LIP) nach Wilfried Nelles aus dem klassischen Familienstellen</a> erschien zuerst auf <a href="https://loesungsbilder.de">Lösungsbilder</a>.</p>
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