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	<title>innere Anteile Archive - Lösungsbilder</title>
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	<description>Institut für Systemaufstellung &#38; Coaching in Köln-Bonn</description>
	<lastBuildDate>Thu, 12 Mar 2026 14:38:01 +0000</lastBuildDate>
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	<title>innere Anteile Archive - Lösungsbilder</title>
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		<title>Abgrenzung in Beziehungen lernen &#8211; weibliche Emanzipation von transgenerationalen Beziehungsmustern</title>
		<link>https://loesungsbilder.de/abgrenzung-in-beziehungen-lernen-weibliche-emanzipation-von-transgenerationalen-beziehungsmustern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Prisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2026 13:42:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Weiterbildungen]]></category>
		<category><![CDATA[Ahnen]]></category>
		<category><![CDATA[Ambivalenz]]></category>
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		<category><![CDATA[transgenerationale Muster]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Weibliche Emanzipation in Beziehungen – ein transgenerationales Thema Ein Fallbeispiel aus der Aufstellungsarbeit Viele Menschen merken erst spät, dass sie sich in Beziehungen schwer abgrenzen können. Bedürfnisse werden&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://loesungsbilder.de/abgrenzung-in-beziehungen-lernen-weibliche-emanzipation-von-transgenerationalen-beziehungsmustern/">Abgrenzung in Beziehungen lernen &#8211; weibliche Emanzipation von transgenerationalen Beziehungsmustern</a> erschien zuerst auf <a href="https://loesungsbilder.de">Lösungsbilder</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Weibliche Emanzipation in Beziehungen – ein transgenerationales Thema</h2>



<p><strong>Ein Fallbeispiel aus der Aufstellungsarbeit</strong></p>



<p>Viele Menschen merken erst spät, dass sie sich in Beziehungen schwer abgrenzen können. Bedürfnisse werden lange zurückgestellt, Grenzen werden erst ausgesprochen, wenn innerlich bereits ein Rückzug oder sogar eine Trennung stattgefunden hat.</p>



<p><strong>Abgrenzung in Beziehungen lernen</strong> bedeutet deshalb oft nicht nur, neue Kommunikationsstrategien zu entwickeln. Häufig spielen auch tiefere familiäre oder transgenerationale Muster eine Rolle.</p>



<p>Das folgende Fallbeispiel aus der systemischen Aufstellungsarbeit zeigt, wie der Kontakt zum eigenen inneren Kern helfen kann, Abgrenzung in Beziehungen zu lernen, ohne die Verbindung zu den eigenen Wurzeln zu verlieren.</p>



<p><em>(Zum Schutz der Privatsphäre wurden einzelne Details verändert.)</em><br></p>



<h2 class="wp-block-heading">Ausgangssituation: Eine Frau möchte Abgrenzung in Beziehungen lernen</h2>



<p>Im Rahmen eines Weiterbildungsmoduls zur Arbeit mit Paarbeziehungen arbeitete eine etwa 45-jährige Frau mit russischen Wurzeln an einem persönlichen Anliegen.</p>



<p>Einige Zeit zuvor – etwa vier bis sechs Monate – hatte sie sich von ihrem Partner getrennt. Die Trennung war nach einem längeren inneren Prozess erfolgt und letztlich im Guten geschehen. Beide konnten gut damit leben.</p>



<p>Nach der Trennung erlebte sie zunächst ein Gefühl von Freiheit und Erleichterung. Gleichzeitig stellte sie sich eine wichtige Frage.</p>



<p>Rückblickend hatte sie bemerkt, dass sie in der Beziehung ihre Grenzen sehr lange nicht wahrgenommen hatte. Innerlich hatte sie sich bereits deutlich früher von ihrem Partner entfernt, bevor sie schließlich die Trennung ausgesprochen hatte.</p>



<p>Sie formulierte ihr Anliegen so:</p>



<p><strong><em>„Ich habe in der Beziehung meinen Kern nicht gespürt.“</em></strong></p>



<p>Ihr Wunsch war es, <strong>Abgrenzung in Beziehungen zu lernen</strong>, damit zukünftige Beziehungen nicht erst dann enden müssen, wenn sie sich innerlich bereits zurückgezogen hat.</p>



<p>Sie wollte:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>ihre eigenen Bedürfnisse früher spüren</li>



<li>Grenzen rechtzeitig wahrnehmen</li>



<li>diese klar aussprechen können</li>



<li>Beziehungen gestalten, ohne sich selbst zu verlieren</li>
</ul>



<p></p>



<p>Im Gespräch wurde außerdem deutlich, dass sie einen Zusammenhang zu ihrer weiblichen Herkunftslinie vermutete.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Aufstellung: Wie Abgrenzung in Beziehungen sichtbar wird</h2>



<p>Für die Aufstellung wurden folgende Elemente gewählt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>eine Stellvertreterin für die Klientin</li>



<li>eine Stellvertreterin für die weibliche Ahnenlinie</li>



<li>ein möglicher zukünftiger Partner</li>
</ul>



<p></p>



<p>Der Partner diente zunächst als Testfigur. Am Ende sollte überprüft werden, ob sich die innere Haltung der Klientin verändert hatte und ob sie nun <strong>Abgrenzung in Beziehungen besser verkörpern kann</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das innere Dilemma zwischen Verbindung und Abgrenzung</h3>



<p>Schnell zeigte sich eine starke Verbindung zwischen der Klientin und der weiblichen Ahnenlinie.</p>



<p>Gleichzeitig entstand ein deutlich spürbares Dilemma.</p>



<p>Die Stellvertreterin beschrieb zwei gegensätzliche Impulse:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Einerseits wollte sie sich <strong>abgrenzen</strong> und ihren eigenen Weg gehen.</li>



<li>Gleichzeitig wollte sie <strong>die Verbindung zu den Frauen ihrer Familie nicht verlieren</strong>.</li>
</ul>



<p></p>



<p>Auch räumlich zeigte sich eine interessante Dynamik. Die Ahninnen standen sehr präsent im Raum und suchten immer wieder die Nähe zur Klientin.</p>



<div class="wp-block-uagb-image uagb-block-0a8137f7 wp-block-uagb-image--layout-default wp-block-uagb-image--effect-static wp-block-uagb-image--align-none"><figure class="wp-block-uagb-image__figure"><img loading="lazy" decoding="async" srcset="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/1-Ausgangsbild-Dilemma-zwischen-Verbundenheit-und-Abgrenzung-1024x1024.jpg " sizes="auto, (max-width: 480px) 150px" src="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/1-Ausgangsbild-Dilemma-zwischen-Verbundenheit-und-Abgrenzung-1024x1024.jpg" alt="Dilemma zwischen Verbundenheit  mit den weiblichen Ahnen und Abgrenzung" width="1024" height="1024" title="Ausgangsbild - Dilemma zwischen Verbundehnheit und Abrenzung zu den Ahnen" loading="lazy" role="img"/></figure></div>



<p>Dieses Bild macht sichtbar, warum es manchmal so schwierig ist, <strong>Abgrenzung in Beziehungen zu lernen</strong>: <br>Es geht nicht nur um die aktuelle Partnerschaft, sondern auch um Loyalitäten gegenüber der eigenen Herkunft.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Würdigung der Ahnen als erster Lösungsschritt</h3>



<p>Die Stellvertreterin der Klientin wandte sich an die Frauen ihrer Familie und sagte:</p>



<p><em><strong>„Schaut freundlich auf mich, wenn ich es anders mache als ihr.“</strong></em></p>



<p>Und ergänzend ließ ich sie noch die weiblichen Ahnen für ihre Leistung für die Familien würdigen.</p>



<p><strong><em>„Danke für alles, was ihr für unsere Familie getragen habt.“</em></strong></p>



<p>Dabei wurde deutlich, dass sie ein starkes Schuldgefühl spürte. Ein Teil von ihr hatte das Gefühl, die Leistungen der Frauen zu verraten, wenn sie selbst einen anderen Weg gehen würde.</p>



<p>Sie ergänzte:</p>



<p><strong><em>„Durch das, was ihr geleistet habt, kann ich heute freier und selbstbestimmter leben.“</em></strong></p>



<p>Diese Würdigung brachte etwas Entspannung in die Situation, löste die Dynamik jedoch noch nicht vollständig.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Den eigene Kern spüren – eine Voraussetzung für Abgrenzung</h2>



<p>Im Gespräch hatte die Klientin mehrfach gesagt, sie spüre ihren Kern bzw. ihre Genzen nicht.</p>



<p>Deshalb ergänzte ich ein weiteres Element: <strong>den Kern der Klientin</strong>.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannung-und-unklare-Ordnung-1-1024x1024.jpg" alt="Ergänzung des eigenen Kerns als erste Intervention" class="wp-image-23356" srcset="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannung-und-unklare-Ordnung-1-1024x1024.jpg 1024w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannung-und-unklare-Ordnung-1-300x300.jpg 300w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannung-und-unklare-Ordnung-1-150x150.jpg 150w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannung-und-unklare-Ordnung-1-768x768.jpg 768w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannung-und-unklare-Ordnung-1-370x370.jpg 370w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannung-und-unklare-Ordnung-1-120x120.jpg 120w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannung-und-unklare-Ordnung-1-840x840.jpg 840w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannung-und-unklare-Ordnung-1-410x410.jpg 410w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannung-und-unklare-Ordnung-1-600x600.jpg 600w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannung-und-unklare-Ordnung-1-500x500.jpg 500w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannung-und-unklare-Ordnung-1.jpg 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ergänzung des eigenen Kernst als erste Intervention</figcaption></figure>



<p>Die Stellvertretung für diesen Kern zeigte eine bemerkenswerte Dynamik. Der Kern stand zunächst nicht klar bei der Klientin, sondern bewegte sich zwischen ihr und der Ahnenlinie. Und die weiblichen Ahnen schienen sehr interessiert, ja sogar angezogen vom Kern der Klientin.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der fehlende Kern der Ahnen</h3>



<p>An diesem Punkt entstand eine neue Hypothese: Vielleicht hatten auch die weiblichen Ahninnen keinen stabilen Kontakt zu ihrem eigenen Kern.</p>



<p>Deshalb wurde zusätzlich <strong>der Kern der Ahnen</strong> aufgestellt.</p>



<p>Die Wirkung war unmittelbar sichtbar. Der Kern der Ahnen bewegte sich sofort zu ihnen. In diesem Moment wurden die Ahninnen deutlich ruhiger.</p>



<p>Es entstand der Eindruck, dass sie zuvor etwas bei der Klientin gesucht hatten – <strong>Kontakt zum eigenen Kern</strong>.</p>



<div class="wp-block-uagb-image uagb-block-62f49354 wp-block-uagb-image--layout-default wp-block-uagb-image--effect-static wp-block-uagb-image--align-none"><figure class="wp-block-uagb-image__figure"><img loading="lazy" decoding="async" srcset="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/3-Ergaenzung-des-fehlenden-Kerns-der-Ahnen-1024x1024.jpg ,https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/3-Ergaenzung-des-fehlenden-Kerns-der-Ahnen.jpg 780w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/3-Ergaenzung-des-fehlenden-Kerns-der-Ahnen.jpg 360w" sizes="auto, (max-width: 480px) 150px" src="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/3-Ergaenzung-des-fehlenden-Kerns-der-Ahnen-1024x1024.jpg" alt="Die Ergänzung des fehlenden Kerns der Ahnen" class="uag-image-23357" width="1024" height="1024" title="Die Ergänzung des fehlenden Kerns der Ahnen" loading="lazy" role="img"/></figure></div>



<p>Die Klientin wandte sich an die Frauen ihrer Familie und ich ließ sie die folgenden Worte sagen:</p>



<p><em><strong>„Liebe Mütter, ich kann euch euren Kern nicht ersetzen</strong>!<br><strong>Ich habe meinen und ihr habt euren!“</strong></em></p>



<p>Dieser Satz brachte eine neue Ordnung in die Situation.</p>



<p>Der eigene Kern gehört zur Klientin.<br>Der Kern der Ahninnen gehört zu ihnen.</p>



<p>Erst durch diese klare Zuordnung konnte sich die Dynamik entspannen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Test: Kann die Klientin nun Abgrenzung in Beziehungen lernen?</h2>



<p>Zum Abschluss wurde der zuvor aufgestellte Stellvertreter für einen möglichen Partner wieder einbezogen.</p>



<div class="wp-block-uagb-image uagb-block-58acb5fb wp-block-uagb-image--layout-default wp-block-uagb-image--effect-static wp-block-uagb-image--align-none"><figure class="wp-block-uagb-image__figure"><img loading="lazy" decoding="async" srcset="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/4-Loesungsbild-In-Selbstverbindung-in-Beziehung-gehen-1024x1024.jpg ,https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/4-Loesungsbild-In-Selbstverbindung-in-Beziehung-gehen.jpg 780w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/4-Loesungsbild-In-Selbstverbindung-in-Beziehung-gehen.jpg 360w" sizes="auto, (max-width: 480px) 150px" src="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/4-Loesungsbild-In-Selbstverbindung-in-Beziehung-gehen-1024x1024.jpg" alt="Lösungsbild - In Selbstverbindung in Beziehung gehen" class="uag-image-23358" width="1024" height="1024" title="Lösungsbild - In Selbstverbindung in Beziehung gehen" loading="lazy" role="img"/></figure></div>



<p>Die Stellvertreterin der Klientin drehte sich zu ihm um: Zum ersten Mal standen sich beide <strong>wirklich gegenüber</strong>.</p>



<p>Die Klientin stand nun sichtbar <strong>in Kontakt mit ihrem eigenen Kern</strong>. Dadurch entstand eine neue Qualität der Begegnung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Reflexion der Aufstellung</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Systemische Loyalität – warum Abgrenzung sich manchmal wie Verrat anfühlt</h3>



<p>Ein zentrales Moment in dieser Aufstellung war das Schuldgefühl der Klientin.</p>



<p>Der Familientherapeut <strong>Ivan Boszormenyi-Nagy</strong> beschrieb solche Dynamiken als <strong>unsichtbare Loyalitäten zwischen Generationen</strong>.</p>



<p>Gerade in Familien, in denen Frauen über Generationen hinweg viel Verantwortung getragen haben, kann es sich innerlich schwierig anfühlen, <strong>Abgrenzung in Beziehungen zu lernen</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der eigene Kern und systemische Selbstintegration</h3>



<p>Die Dynamik dieser Aufstellung lässt sich auch mit einem Konzept des systemischen Therapeuten <strong>Ero Langlotz</strong> verstehen.</p>



<p>Langlotz spricht von <strong>systemischer Selbstintegration</strong>. Dabei steht das eigene <strong>Selbst oder der Kern</strong> im Mittelpunkt der persönlichen Orientierung.</p>



<p>Wenn Menschen versuchen, mit ihrem eigenen Selbst etwas auszugleichen, das in ihrem Familiensystem fehlt, nennt Langlotz dies eine <strong>„Verstrickung im System Individuum“</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fazit: Abgrenzung in Beziehungen lernen beginnt im Kontakt mit sich selbst</h3>



<p>Dieses Fallbeispiel zeigt eine Dynamik, die viele Menschen kennen: In Beziehungen &#8211; gerade in engen Paarbeziehungen &#8211; kann man sich verlieren. Denn immer wieder stellt sich uns die Herausforderung das Dilemma zwischen Autonomie und Bezogenheit zu lösen: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Nehme ich mir heute den Raum und gehe alleine in die Sauna oder verbinde ich den Abend mit meinem Partner?</li>



<li>Verzichte ich auf den Ausflug mit meinen Freunden am Wochenende oder mute ich meinem Partner ein Wochenende allein mit den Kindern zu?</li>



<li>Sage ich, dass ich heute nicht kuschelig bin oder lasse ich mich auf Intimität ein?</li>
</ul>



<p></p>



<p>Abgrenzung in Beziehungen zu lernen bedeutet nicht nur, „Nein“ sagen zu können. Oft braucht es zunächst einen tieferen Schritt: <strong>den Kontakt zum eigenen Kern</strong> sowie den Mut und die Fähigkeit über die eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu kommunizieren. </p>



<p>Erst wenn wir spüren,</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>was wir brauchen</li>



<li>wo unsere Grenzen liegen</li>



<li>was sich stimmig anfühlt</li>
</ul>



<p></p>



<p>können wir Beziehungen gestalten, ohne uns selbst zu verlieren.</p>



<p>Die Aufstellung half der Klientin, genau diesen Kontakt wiederzufinden – verbunden mit ihrer Herkunft und gleichzeitig frei, ihren eigenen Weg zu gehen.</p>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Abgrenzung von der Mutter – und wieder für die eigenen Bedürfnisse sorgen</title>
		<link>https://loesungsbilder.de/abgrenzung-von-der-mutter-und-sorge-fuer-die-eigenen-beduerfnisse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Prisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2026 08:44:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Systemische Aufstellungsarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Abgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[EigeneBedürfnisse]]></category>
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		<category><![CDATA[Integration]]></category>
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		<category><![CDATA[Selbstverantwortung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8211; Ein Fallbeispiel aus unserer Aufstellungsarbeit zu Grenzen zwischen Mutter und Tochter Der folgende Aufstellungsfall aus einem Praxisseminar zur Paar- und Aufstellungsarbeit beschreibt exemplarisch den Weg von der&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">&#8211; Ein Fallbeispiel aus unserer Aufstellungsarbeit zu Grenzen zwischen Mutter und Tochter</h2>



<p>Der folgende Aufstellungsfall aus einem Praxisseminar zur Paar- und Aufstellungsarbeit beschreibt exemplarisch den Weg <strong>von der Identifikation zur Abgrenzung von der Mutter</strong> – und wie dadurch auch wieder mehr Klarheit in der eigenen Partnerschaft entstehen kann.</p>



<p>In der systemischen Aufstellungsarbeit wird immer wieder sichtbar, wie stark aktuelle Beziehungen von früheren Bindungsdynamiken geprägt sein können. Besonders deutlich zeigt sich dies in Beziehungen zwischen Müttern und Töchtern, wenn eine sehr enge emotionale Verbindung entstanden ist, in der eigene Bedürfnisse kaum noch Raum haben.</p>



<p><em>(Zum Schutz der Privatsphäre wurden einzelne Details verändert.)</em></p>



<p class="has-text-align-center"><em>Das folgende Video visualisiert die zentralen Interventionen des Fallbeispiels. </em></p>



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</div></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Eine sehr enge Bindung zur Mutter hindert Selbstfürsorge</h3>



<p>Die Klientin berichtete von einer sehr intensiven Beziehung zu ihrer Mutter. Zwischen beiden bestand eine starke emotionale Verbindung, die teilweise etwas Verschmelzendes hatte: viel gegenseitiges Zuhören, viel emotionales Getragensein – aber auch eine große Verantwortung der Tochter für die Bedürfnisse der Mutter.</p>



<p>Über viele Jahre hinweg hatte die Klientin eine Rolle übernommen, in der sie emotional für ihre Mutter da war, ihr zuhörte und ihre Sorgen mittrug.&nbsp;</p>



<p>Die eigenen Bedürfnisse traten dabei zunehmend in den Hintergrund. Diese Dynamik wirkte sich auch auf ihre Partnerschaft aus.&nbsp;</p>



<p>Die Klientin bemerkte, dass sie ihren eigenen Mann oft kaum noch wirklich wahrnehmen konnte, denn innerlich blieb sie stark auf ihre Mutter ausgerichtet.</p>



<p>Ihr Anliegen für die Aufstellung war daher:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>die Beziehung zur Mutter noch einmal genauer anzuschauen</li>



<li>mehr Abstand und Eigenständigkeit zu entwickeln</li>



<li>wieder stärker in Kontakt mit den eigenen Bedürfnissen und Grenzen zu kommen.&nbsp;</li>
</ul>



<p>Wichtig ist zu erwähnen, dass diese Klientin bereits längere Zeit mit mir gearbeitet hatte. Zu Beginn unserer Zusammenarbeit fiel es ihr sehr schwer, zwischen den eigenen Bedürfnissen und denen anderer Menschen zu unterscheiden. Sie war so stark daran gewöhnt, für andere da zu sein, dass sie die Bedürfnisse anderer sensibel wahrnahm, während sie die eigenen nicht ausreichend achtete.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Erste Klärung: Kann sie sich selbst von der Mutter unterscheiden?</h3>



<p>Zu Beginn der Aufstellung arbeitete ich zunächst mit einer verdeckten Stellungsarbeit:<br>Zwei Stellvertreterinnen wurden im Raum positioniert – eine für die Mutter und eine für die Klientin selbst. Die Klientin wusste zunächst nicht, welche Person welche Rolle hatte.</p>



<p>Sie wurde gebeten, sich zu den beiden Personen in Beziehung zu setzen und zu erspüren, wer ihre Mutter und wer sie selbst sein könnte. Die Unterscheidung gelang ihr erstaunlich klar.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-uagb-image uagb-block-f1df6754 wp-block-uagb-image--layout-default wp-block-uagb-image--effect-static wp-block-uagb-image--align-none"><figure class="wp-block-uagb-image__figure"><img loading="lazy" decoding="async" srcset="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/1-Ausgangsbild-Starke-Bindung-zwischen-Mutter-und-Tochter-1-1024x1024.jpg ,https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/1-Ausgangsbild-Starke-Bindung-zwischen-Mutter-und-Tochter-1.jpg 780w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/1-Ausgangsbild-Starke-Bindung-zwischen-Mutter-und-Tochter-1.jpg 360w" sizes="auto, (max-width: 480px) 150px" src="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/1-Ausgangsbild-Starke-Bindung-zwischen-Mutter-und-Tochter-1-1024x1024.jpg" alt="Ausgangsbild Starke Bindung zwischen Mutter und Tochter" class="uag-image-23332" width="1024" height="1024" title="Ausgangsbild Starke Bindung zwischen Mutter und Tochter" loading="lazy" role="img"/></figure></div>



<p>Als sie ihrer Mutter gegenüberstand, wurde aber die emotionale Verbindung der beiden sofort spürbar.&nbsp;</p>



<p>Sie nahm die Hand der Stellvertreterin, hatte Tränen in den Augen und äußerte den sagte:<br></p>



<p><strong><em>„Ich bin dir so verbunden. Aber ich will jetzt meinen eigenen Weg gehen!“</em></strong></p>



<p>Dieser Moment machte deutlich, wie stark die Verbundenheit war – und gleichzeitig, wie sehr sich die Klientin nach mehr Eigenständigkeit sehnte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wenn Wut im System auftaucht</h3>



<p>Im nächsten Schritt stellten wir weitere Elemente der Situation auf:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>die Klientin</li>



<li>die Mutter</li>



<li>den Partner</li>



<li>die <strong>Wut der Klientin </strong>bzw. die gesunde Aggression, die man für Abgrenzung und eigene Bedürfnisse braucht.</li>
</ul>



<p>Interessanterweise wusste die Stellvertretung der Wut zunächst gar nicht, zu wem sie eigentlich gehörte. Sie bewegte sich zwischen Mutter und Tochter.</p>



<p>Diese Unklarheit spiegelte die Situation der Klientin sehr treffend wider. Lange Zeit hatte sie ihre eigenen Gefühle kaum wahrgenommen oder klar zugeordnet.</p>



<div class="wp-block-uagb-image uagb-block-42515e51 wp-block-uagb-image--layout-default wp-block-uagb-image--effect-static wp-block-uagb-image--align-none"><figure class="wp-block-uagb-image__figure"><img loading="lazy" decoding="async" srcset="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannungszustand-mit-unklarer-innerer-Ordnung-1-1024x1024.jpg ,https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannungszustand-mit-unklarer-innerer-Ordnung-1.jpg 780w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannungszustand-mit-unklarer-innerer-Ordnung-1.jpg 360w" sizes="auto, (max-width: 480px) 150px" src="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannungszustand-mit-unklarer-innerer-Ordnung-1-1024x1024.jpg" alt="Spannungszustand mit unklarer innerer Ordnung" class="uag-image-23334" width="1024" height="1024" title="Spannungszustand mit unklarer innerer Ordnung" loading="lazy" role="img"/></figure></div>



<p>Erst als ich als Leitung noch einmal deutlich benannte, dass es sich um <strong>die Wut der Klientin</strong> handelt, bewegte sich die Stellvertreterin der Wut deutlich näher zu ihr.</p>



<p>Der Partner blieb währenddessen eher am Rand des Geschehens und hatte das Gefühl, im Moment noch nicht wirklich beteiligt zu sein.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Angst vor der eigenen Wut</h3>



<p>Im weiteren Verlauf wurde deutlich, dass die Klientin große Angst vor ihrer eigenen Wut hatte.</p>



<p>Sie beschrieb sich selbst als sehr sensibel und spirituell orientiert und hatte den Wunsch, selbst beratend oder begleitend zu arbeiten, und mit ihrer Feinfühligkeit anderen zu helfen. Sie hatte ja auch schon ein lebenslanges Training für die Bedürfnisse anderer hinter sich. Gleichzeitig hatte sie großen Respekt vor der Intensität ihrer inneren Kräfte.</p>



<p>Im Gespräch zeigte sich bald: Hinter dieser Sorge stand vor allem eine <strong>Angst vor der eigenen Wut</strong> bzw. Kraft.</p>



<p>Viele Menschen, die lange gelernt haben, ihre Bedürfnisse zurückzustellen, erleben Wut zunächst als etwas Gefährliches. So befürchtete auch diese Klientin, dass diese Kraft für sie unkontrollierbar sein könnte.<br></p>



<p>Ich griff daher das Bild eines <strong>Dampfkessels</strong> auf. Wenn Druck zu lange im Inneren bleibt, kann er sich irgendwann explosionsartig entladen.&nbsp;</p>



<p>Wut muss jedoch nicht so wirken. Sie kann auch – wie über ein Ventil – dosiert Ausdruck finden.</p>



<p>Als mögliches „Ventil“ schlug ich ihr zunächst den <strong>sprachlichen Ausdruck</strong> vor. Ihre Emotionen zu formulieren, insbesondere ihre Wut, würden ihr erlauben, diese nicht als zerstörerische Energie zu erleben, sondern als Fähigkeit zur Selbstbehauptung und zum Ausdruck eigener Grenzen, Bedürfnisse und Ziele.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Lösungsorientierte Ausnahmen bzw. Ressourcen suchen</h3>



<p>Um diese Erfahrung weiter zu vertiefen, fragte ich die Klientin nach Situationen aus ihrem Leben, in denen sie sich <strong>bereits einmal abgegrenzt hatte</strong>.</p>



<p>Zunächst fiel ihr kein Beispiel ein. Sie war überzeugt davon, dass sie sich grundsätzlich nicht abgrenzen könne.</p>



<p>Wir arbeiteten daher mit einem lösungsorientierten Ansatz und suchten nach <strong>Ausnahmen</strong>: kleine Situationen, in denen ihr doch einmal ein „Nein“ gelungen oder sie sich abgegrenzt hatte.&nbsp;</p>



<p>Nach einigem Nachdenken erinnerte sie sich an einzelne Situationen aus ihrer Kindheit, in denen sie einmal gesagt hatte:<br>Sie erzählte mir von einer Situation, in der sie als kleines Mädchen frech gewesen war und strahlte.&nbsp;</p>



<p>Ich fragte nach einer zweiten Ausnahme. Da ihr nichts mehr einfiel, schlug ich ihr Situationen vor.&nbsp;</p>



<p>Situationen, z.B. in denen du gesagt hast:&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>„Stopp.“</li>



<li>„Nein!“&nbsp;</li>



<li>„Das möchte ich nicht!“</li>
</ul>



<p>Bei der dritten Formulierung wurde sie ganz aufgeregt, denn eine schmerzhafte Erinnerung tauchte in ihr auf:&nbsp;</p>



<p>Als Kind war sie Opfer eines Übergriffs geworden. In dieser Situation hatte sie sich eigentlich abgrenzen wollen, konnte es jedoch nicht. Niemand hatte damals wirklich nachgefragt, und sie war mit dieser Erfahrung weitgehend allein geblieben. Sie musste einige Zeit im Krankenhaus verbringen, bis es ihr wieder gut ging. Die Mutter war zwar für sie körperlich da, aber emotional fühlte sie sich allein gelassen und unverstanden.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-uagb-image uagb-block-d482b002 wp-block-uagb-image--layout-default wp-block-uagb-image--effect-static wp-block-uagb-image--align-none"><figure class="wp-block-uagb-image__figure"><img loading="lazy" decoding="async" srcset="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/3-Integration-der-gesunden-Agression-bzw.-Wut-1-1024x1024.jpg ,https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/3-Integration-der-gesunden-Agression-bzw.-Wut-1.jpg 780w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/3-Integration-der-gesunden-Agression-bzw.-Wut-1.jpg 360w" sizes="auto, (max-width: 480px) 150px" src="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/3-Integration-der-gesunden-Agression-bzw.-Wut-1-1024x1024.jpg" alt="Integration der gesunden Agression bzw. Wut" class="uag-image-23335" width="1024" height="1024" title="Integration der gesunden Agression bzw. Wut" loading="lazy" role="img"/></figure></div>



<p>Während sie davon erzählte, zeigte ihr Körper eine starke Aktivierung. Sie begann sich schnell im Raum zu bewegen, fast wie ein innerer Fluchtimpuls.</p>



<p>Diese Bewegung durfte sich zunächst ausdrücken. Die körperliche Aktivierung, wohl eine sympathische Erregung wie sie die Polyvagaltheorie oder Somatic Experience in Situationen beschreibt, wenn man aus einem Freeze-Zustand aufwacht, wirkte wie eine verspätete, aber wichtige Selbstschutzreaktion.</p>



<p>In diesem Moment wurde deutlich: Die Wut, vor der sie so lange Angst gehabt hatte, enthielt auch eine wichtige <strong>Lebenskraft und Schutzfunktion</strong>.</p>



<p>Nach einiger Zeit beruhigte sich die Klientin und sie konnte nun die Stellvertreterin der Wut gut anschauen. Jetzt war auch deutlich, wovor sie unter anderem Angst gehabt hatte. Durch ihre Bewegung hatte sie die im Trauma gespeicherte Energie gelöst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Rückgabe der übernommenen Verantwortung</h2>



<p>Ein zentraler nächster Schritt der Aufstellung bestand darin, die Verantwortung für die Mutter symbolisch zurückzugeben.</p>



<p>Über viele Jahre hinweg hatte die Klientin eine Rolle übernommen, in der sie emotional für ihre Mutter da war:&nbsp;</p>



<p>Sie hörte zu, nahm Sorgen auf und versuchte, ihre Mutter zu stabilisieren.&nbsp;</p>



<p>Wie sie selbst später sagte, fühlte sie sich häufig wie ein „Mülleimer“ für die Belastungen ihrer Mutter.</p>



<p>Gerade im höheren Alter der Mutter wurde diese Dynamik noch einmal besonders aktiviert.</p>



<div class="wp-block-uagb-image uagb-block-468b251a wp-block-uagb-image--layout-default wp-block-uagb-image--effect-static wp-block-uagb-image--align-none"><figure class="wp-block-uagb-image__figure"><img loading="lazy" decoding="async" srcset="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/4-Abgrenzung-durch-Grenzen-setzen-zur-eigenen-Mutter-1024x1024.jpg ,https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/4-Abgrenzung-durch-Grenzen-setzen-zur-eigenen-Mutter.jpg 780w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/4-Abgrenzung-durch-Grenzen-setzen-zur-eigenen-Mutter.jpg 360w" sizes="auto, (max-width: 480px) 150px" src="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/4-Abgrenzung-durch-Grenzen-setzen-zur-eigenen-Mutter-1024x1024.jpg" alt="Abgrenzung durch Grenzen setzen zur eigenen Mutter" class="uag-image-23329" width="1024" height="1024" title="4 Abgrenzung durch Grenzen setzen zur eigenen Mutter" loading="lazy" role="img"/></figure></div>



<p>In einem ersten Ritual ging es daher darum, genau zu benennen, <strong>was die Klientin für ihre Mutter getragen hatte</strong>.&nbsp;</p>



<p>Schritt für Schritt formulierte sie:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>das ständige Zuhören</li>



<li>das Aufnehmen der Sorgen der Mutter</li>



<li>die Verantwortung für deren emotionales Gleichgewicht</li>



<li>das Zurückstellen der eigenen Bedürfnisse.</li>
</ul>



<p>Diese Aspekte wurden symbolisch in einen Stein gelegt, der für diese <strong>übernommene Last</strong> stand.</p>



<p>Die Klientin übergab diesen Stein schließlich ihrer Mutter mit den Worten sinngemäß:</p>



<p><strong><em>„Das gehört zu deinem Leben.<br>Dafür bin ich nicht verantwortlich.&nbsp;</em></strong></p>



<p><strong><em>Das trage ich nicht mehr für Dich!“</em></strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Schicksalsstein: Verantwortung für das eigene Leben</h3>



<p>Nach dieser Rückgabe ließ ich ein zweites Ritual folgen, um der Klientin deutlich zu machen, dass sie jetzt in die Selbstverantwortung gehen müsse. Die Übernahme des eigenen Schicksals durch das Aufnahmen ihres Schicksalssteins. Denn da die Klientin jahrelang für ihre Mutter Verantwortung und Sorge getragen hatte, hatte sie sich bzw. die eigenen Bedürfnisse vernachlässigt oder ausgeblendet hatte.<br></p>



<p>Während im ersten Schritt fremde Verantwortung zurückgegeben wurde, ging es also nun um die spiegelbildliche Bewegung: die Verantwortung für das <strong>eigene Leben</strong> anzunehmen. Der Stein stand nun symbolisch für das eigene Schicksal der Klientin – für ihre Gefühle, ihre Bedürfnisse, ihre Grenzen und ihre Selbstverantwortung.</p>



<p><br>Die Klientin nahm diesen Stein in beide Hände, drückte ihn fest an ihre Brust und begann zu schluchzen.</p>



<p>In diesem Moment wurde spürbar, wie tief diese Bewegung ging. Verantwortung für das eigene Leben anzunehmen bedeutet nicht nur Freiheit – sondern auch die Bereitschaft, das eigene Fühlen wirklich zu tragen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vom Denken zurück zum Fühlen</h3>



<p>Dabei entstand ein besonders aufschlussreicher Moment, als ich die Klientin einlud, begleitend einen einfachen Satz auszusprechen:</p>



<p><strong><em>„Ich kümmere mich jetzt um meine Gefühle und meine Bedürfnisse.“<br></em></strong></p>



<p>Die Klientin veränderte diesen Satz jedoch sofort und formulierte stattdessen:</p>



<p><strong><em>„Jetzt kümmere ich mich um meine Entwicklung.“</em></strong></p>



<p>Diese kleine Verschiebung war sehr charakteristisch für ihre innere Dynamik. Immer wieder zeigte sich die Tendenz, schwierige Gefühle schnell in ein abstrakteres Konzept zu übersetzen. Sie ging mit ihrer Energie schnell in den Kopf und aus den Emotionen.&nbsp;</p>



<p>In diesem Moment war es mir wichtig, sie wieder zum konkreten Erleben zurückzuführen. Deshalb formulierte ich den Satz <strong>direktiv noch einmal vor</strong> und bat sie, genau diese Worte zu wiederholen:</p>



<p><strong><em>„Jetzt kümmere ich mich um meine Gefühle und meine Bedürfnisse.“</em></strong></p>



<p>Das fiel ihr zunächst schwer. Mehrfach wollte sie den Satz verändern oder erklären.</p>



<p>Ich blieb bewusst bei dieser einfachen Formulierung und ließ sie den Satz mehrfach aussprechen. Erst nach und nach wurde spürbar, dass sie begann, wirklich Kontakt zu ihren eigenen Gefühlen und Bedürfnissen aufzunehmen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neue Begegnung mit dem Partner</h2>



<p>Erst nach dieser inneren Klärung wandte sich die Klientin wieder ihrem Partner zu.</p>



<p>Auch zu ihm ließ ich sie jetzt sagen:&nbsp;</p>



<p><strong><em>„Ich bin für meine Bedürfnisse zuständig und äußere sie.<br>Du bist für deine Bedürfnisse zuständig.“</em></strong></p>



<div class="wp-block-uagb-image uagb-block-5b3c7a10 wp-block-uagb-image--layout-default wp-block-uagb-image--effect-static wp-block-uagb-image--align-none"><figure class="wp-block-uagb-image__figure"><img loading="lazy" decoding="async" srcset="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/5-Loesungsbild-KlientIn-begegnet-Partner-auf-Augenhoehe-und-in-Selbstverantwortung-1024x1024.jpg ,https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/5-Loesungsbild-KlientIn-begegnet-Partner-auf-Augenhoehe-und-in-Selbstverantwortung.jpg 780w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/5-Loesungsbild-KlientIn-begegnet-Partner-auf-Augenhoehe-und-in-Selbstverantwortung.jpg 360w" sizes="auto, (max-width: 480px) 150px" src="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/5-Loesungsbild-KlientIn-begegnet-Partner-auf-Augenhoehe-und-in-Selbstverantwortung-1024x1024.jpg" alt="Lösungsbild KlientIn begegnet Partner auf Augenhöhe und in Selbstverantwortung" class="uag-image-23330" width="1024" height="1024" title="5 Lösungsbild KlientIn begegnet Partner auf Augenhöhe und in Selbstverantwortung" loading="lazy" role="img"/></figure></div>



<p><br>Damit wurde deutlich: In einer partnerschaftlichen Beziehung trägt jeder dennoch sein eigenes Schicksal oder ist selbstverantwortlich für die eigenen Bedürfnisse und Gefühle. Dafür sie auszudrücken, für sie einzustehen und angemessene Grenzen zu setzen.&nbsp;</p>



<p>Am Ende der Aufstellung war eine spürbare Veränderung wahrnehmbar.</p>



<p>Die Klientin stand deutlich klarer bei sich selbst. Sie hatte begonnen, ihre Wut als Ressource zu erleben und konnte sich gleichzeitig von der emotionalen Verschmelzung mit ihrer Mutter lösen. Dies zeigte sich auch in einer klareren, festeren Stimme.&nbsp;</p>



<p>Der Weg <strong>von der Identifikation zur Abgrenzung von der Mutter</strong> war damit nicht abgeschlossen – aber ein entscheidender Schritt war getan.</p>



<p>Und manchmal beginnt genau dort eine neue Form von Beziehung: eine Beziehung, in der Nähe möglich ist, ohne sich selbst zu verlieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Reflexion: Parentifizierung und systemische Selbst-Integration</h2>



<p>Die Dynamik dieser Aufstellung lässt sich mit zwei Ansätzen besonders gut verstehen: mit dem Konzept der <strong>Parentifizierung</strong> sowie mit dem Ansatz der <strong>Systemischen Selbst-Integration</strong>, wie er von dem Münchner Psychiater und Aufsteller Ero Langlotz entwickelt wurde.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Parentifizierung: Wenn Kinder Verantwortung für Eltern übernehmen</h3>



<p>Die Beziehung zwischen Mutter und Tochter zeigte eine Dynamik, die in der systemischen Literatur häufig als <strong>Parentifizierung</strong> beschrieben wird. Kinder übernehmen dabei – meist unbewusst – Aufgaben oder Verantwortungen, die eigentlich zu den Eltern gehören. Sie werden emotional zu Zuhörern, Tröstern oder Stabilitätsfaktoren im Leben der Eltern.</p>



<p>Diese Rolle kann durchaus mit positiven Fähigkeiten verbunden sein: Viele parentifizierte Kinder entwickeln eine ausgeprägte Empathie und Sensibilität für andere Menschen.&nbsp;</p>



<p>Gleichzeitig verlieren sie jedoch häufig den Kontakt zu ihren eigenen Bedürfnissen.</p>



<p>In der beschriebenen Aufstellung wurde diese Dynamik sehr deutlich sichtbar. Die Klientin war stark daran gewöhnt, für ihre Mutter da zu sein, zuzuhören und deren Belastungen aufzunehmen. Die eigenen Gefühle und Bedürfnisse standen dabei lange im Hintergrund.</p>



<p>Gerade im Alter der Mutter wurde dieses Muster erneut aktiviert. Die Tochter fühlte sich wieder stärker verantwortlich für deren Wohlbefinden – und bemerkte gleichzeitig, wie sehr sie sich selbst dabei verlor. Das <strong>Rückgaberitual mit dem Stein</strong> markierte deshalb einen wichtigen Schritt: Die Verantwortung für das emotionale Leben der Mutter konnte symbolisch wieder dorthin zurückkehren, wo sie ursprünglich hingehörte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Systemische Selbst-Integration nach Ero Langlotz</h3>



<p>Die Interventionen der Aufstellung orientieren sich zugleich an Prinzipien der <strong>systemischen SelbstIntegration</strong>, einem Ansatz der Aufstellungsarbeit, der von Ero Langlotz entwickelt wurde. Dieses Verfahren erweitert die klassische Familienaufstellung um einen Fokus auf <strong>Selbstkontakt, Abgrenzung und Integration abgespaltener Persönlichkeitsanteile</strong>.&nbsp;</p>



<p>Im Zentrum dieses Ansatzes steht die Annahme, dass viele Menschen in einer grundlegenden Spannung leben:<br>zwischen dem Bedürfnis nach <strong>Verbundenheit</strong> und dem Bedürfnis nach <strong>Autonomie</strong>. Wird diese Balance in frühen Beziehungen gestört, entsteht häufig ein <strong>Symbiosemuster</strong>, in dem Menschen ihre eigene Identität teilweise aufgeben, um die Beziehung aufrechtzuerhalten.&nbsp;</p>



<p>Der Lösungsweg besteht darin, den eigenen inneren Raum wieder in Besitz zu nehmen und sich von übernommenen Rollen oder sogenannten <strong>Introjekten</strong> zu lösen – also inneren Anteilen, die ursprünglich aus den Erwartungen oder Belastungen anderer Menschen entstanden sind.&nbsp;</p>



<p>In der vorliegenden Aufstellung lassen sich mehrere typische Schritte dieser Selbst-Integration erkennen:&nbsp;</p>



<p><strong>1. Integration abgespaltener Gefühle</strong></p>



<p>Die Wut der Klientin erschien zunächst als eigenständige Stellvertretung im Raum. Bemerkenswert war, dass zunächst unklar war, zu wem diese Wut eigentlich gehörte – zur Mutter oder zur Tochter.&nbsp;</p>



<p>Erst als klar benannt wurde, dass es sich um <strong>die Wut der Klientin</strong> handelt, konnte sie sich an deren Seite positionieren. Dadurch wurde die Wut nicht länger als bedrohliche Energie erlebt, sondern als eine Ressource, die der Klientin hilft, ihre Grenzen zu schützen und für sich einzustehen.</p>



<p><strong>2. Die eigene Grenze</strong></p>



<p>Ein zentraler Gedanke der systemischen SelbstIntegration ist, dass <strong>gesunde Grenzen</strong> Voraussetzung für Autonomie und Selbstkontakt sind. Erst wenn Menschen unterscheiden können, was zu ihnen selbst gehört und was zum anderen gehört, entsteht ein eigener innerer Raum.&nbsp;</p>



<p>In der Aufstellung wurde diese Grenze sowohl körperlich im Raum als auch sprachlich sichtbar. Die einfachen Sätze wie</p>



<p>„Stopp!“ und, „Das gehört nicht zu mir.“ wirkten dabei wie ein Ventil, über das die zuvor unterdrückte Energie der Wut in eine konstruktive Form von Selbstbehauptung übergehen konnte.</p>



<p><strong>3. Übernahme des eigenen Schicksals</strong></p>



<p>Nach der Rückgabe der fremden Verantwortung folgte ein zweites Ritual: die Annahme des <strong>Schicksalsstein</strong>.</p>



<p>Während im ersten Schritt das zurückgegeben wurde, was nicht zur Klientin gehörte, ging es nun um die spiegelbildliche Bewegung: die bewusste <strong>Übernahme der Verantwortung für das eigene Leben</strong>.</p>



<p>In der systemischen SelbstIntegration wird dieser Schritt als entscheidend angesehen. Erst wenn fremde Belastungen abgegeben werden und gleichzeitig das eigene Schicksal angenommen wird, kann sich ein stabiler Selbstkontakt entwickeln.</p>



<p>Als die Klientin den Stein an ihre Brust drückte und zu weinen begann, wurde dieser Übergang deutlich spürbar: Sie übernahm Verantwortung für ihre eigenen Gefühle, Bedürfnisse und Grenzen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vom Symbiosemuster zur eigenen Identität</h3>



<p>Die Aufstellung zeigte damit eine typische Bewegung, wie sie in vielen systemischen Prozessen sichtbar wird:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>von der emotionalen Verschmelzung</li>



<li>über die Integration abgespaltener Gefühle</li>



<li>hin zu einer klareren eigenen Grenze</li>



<li>und schließlich zu einer neuen Form von Beziehung.&nbsp;</li>
</ul>



<p>Diese Bewegung lässt sich auch als Weg <strong>vom Symbiosemuster zur eigenen Identität</strong> beschreiben.</p>



<p>In diesem Sinne kann Aufstellungsarbeit – im Sinne der systemischen Selbst-Integration – nicht nur Beziehungen klären, sondern auch helfen, den eigenen inneren Raum wieder zu entdecken.</p>



<p></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fehlende Intimität in der Partnerschaft</title>
		<link>https://loesungsbilder.de/fehlende-intimitaet-in-der-partnerschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Prisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Mar 2026 22:23:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Systemische Aufstellungsarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[innere Anteile]]></category>
		<category><![CDATA[Integration]]></category>
		<category><![CDATA[Paarberatung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Let‘s talk about Sex! Ein Fallbeispiel aus der systemischen Aufstellungsarbeit zum Thema Paarbeziehung und Sexualität Das folgende Beispiel einer Paaraufstellung beschreibt den Fall einer Klientin, deren Partnerschaft seit&#8230;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Let‘s talk about Sex!</strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Ein Fallbeispiel aus der systemischen Aufstellungsarbeit zum Thema Paarbeziehung und Sexualität</strong></h3>



<p>Das folgende Beispiel einer Paaraufstellung beschreibt den Fall einer Klientin, deren Partnerschaft seit mehreren Jahren von einem zentralen Thema geprägt war: fehlende Intimität.</p>



<p>Zur Wahrung der Vertraulichkeit wurden Namen anonymisiert und Details verändert.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ausgangssituation</strong></h2>



<p>Eine Klientin in den 40ern berichtete, dass sie seit etwa acht Jahren in einer stabilen Partnerschaft lebt. Seit rund fünf Jahren jedoch gab es zwischen ihr und ihrem Partner keine Sexualität mehr. Besonders irritierend für sie war, dass sie keinen klaren Auslöser benennen konnte: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Es gab keine bekannten traumatischen Erfahrungen in ihrer Biografie oder ihrer Partnerschaft &#8211; insbesondere keine Übergriffe, kein Missbrauch.</li>



<li>Es hatte keinen Betrug oder größere Verletzungen in der Beziehung gegeben.</li>



<li>Auch im Alltag funktionierte die Partnerschaft weitgehend gut.</li>
</ul>



<p>Trotzdem war die Sexualität aus der Beziehung verschwunden.</p>



<p>Ein weiteres Problem bestand darin, dass sie über dieses Thema nicht sprachen, auch wenn sie gemeinsam an ihrer Partnerschaft arbeiteten.<br>Gleichzeitig war ihr wichtig zu betonen: Sie und ihr Partner wollten die Beziehung weiterführen und wünschten sich eine Veränderung. Und: In den ersten vier Jahren ihrer Beziehung hatten sie ein gutes Sexualleben miteinander gehabt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Anliegen der Aufstellung</strong></h2>



<p>Gemeinsam klärten wir zunächst das Ziel der Aufstellung. Es ging nicht darum, die Beziehung infrage zu stellen, sondern zu verstehen:</p>



<p><strong>Was steht zwischen der Klientin und der Sexualität in der Beziehung?</strong></p>



<p>Für die Aufstellung wurden folgende Elemente gewählt:</p>



<p><strong>K</strong>&nbsp;– Stellvertreterin für die Klientin</p>



<p><strong>P</strong>&nbsp;– Stellvertreter für den Partner</p>



<p><strong>S</strong>&nbsp;– Stellvertreterin für die Sexualität der KlientIn.</p>



<p><strong>KOM</strong>&nbsp;– Stellvertreterin für die Kommunikation der KlientIn über das Thema Sexualität.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Bild des Ist-Zustandes</strong></h2>



<p>Die Stellvertreterin für die Klientin (<strong>K</strong>) stellte sich etwa in die Mitte des Raumes und wandte sich ihrem Partner (<strong>P</strong>) zu.</p>



<p>Der Stellvertreter für den Partner reagierte unmittelbar:<br>Er legte sich auf den Boden, schloss die Augen und wirkte wie eingeschlafen.</p>



<p>Hinter der Klientin, etwa drei Meter entfernt, stand die Stellvertreterin für&nbsp;<strong>Sexualität (S)</strong>. Sie blickte auf den Rücken von K und war für P wie ausgeblendet, nicht sichtbar.<br>Die&nbsp;<strong>Kommunikation (KOM)</strong>&nbsp;befand sich einige Meter rechts von K und hatte sich auf einen Stuhl gesetzt.</p>



<figure class="gb-block-image gb-block-image-2717802c"><img decoding="async" class="gb-image gb-image-2717802c" src="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4089.jpeg" alt="" title="est - 2"/></figure>



<p>Das Bild zeigte damit eine auffällige Dynamik:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Sexualität befand sich <strong>hinter der Klientin</strong> und war nicht im Blickfeld.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Kommunikation war <strong>distanziert und passiv</strong>.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Der Partner war <strong>wie abgeschaltet</strong>.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Erste Hypothese: Eine familiäre Überlagerung</strong></h2>



<p>Das Bild erinnerte zunächst an eine bekannte Dynamik: ein Kind, das zwischen seinen Eltern steht.</p>



<p>Auf Rückfrage dazu bestätigte die Klientin tatsächlich, dass sie in ihrer Herkunftsfamilie häufig eine vermittelnde Rolle zwischen ihren Eltern übernommen hatte. Wenn ihre Eltern Konflikte hatten, wurde sie als eine Art Bote zwischen ihnen hin und her geschickt und versuchte, zu vermitteln.&nbsp;</p>



<p>Diese Konstellation wurde kurz überprüft. Die Rückmeldungen der Stellvertretenden deuteten jedoch darauf hin, dass diese Dynamik zwar existierte, aber&nbsp;<strong>nicht das zentrale Thema der aktuellen Situation</strong>&nbsp;war. Daher ließen wir diese Hypothese wieder los. Und nahmen stattdessen S und KOM als echte Anteile von K ernst.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die erste Intervention: Blickkontakt mit der Sexualität</strong></h2>



<p>Der nächste Schritt bestand dann darin,&nbsp;<strong>Kontakt zwischen K und S herzustellen</strong>. Sichtlich S ja wie ausgeblendet, da K nicht zu ihr hinschaute.</p>



<p>Dafür ließ ich die Stellvertreterin der Klientin sich um etwa 180 Grad drehen und Blickkontakt mit ihrer Sexualität herstellen.</p>



<p>Diese kleine Veränderung hatte eine spürbare Wirkung.</p>



<p>In dem Moment, in dem sich Klientin und Sexualität anschauten, reagierte auch die Kommunikation:</p>



<p>Die Stellvertreterin für&nbsp;<strong>KOM</strong>&nbsp;stand auf und ging mehrere Schritte näher heran.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4090-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-23302" srcset="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4090-1024x1024.jpeg 1024w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4090-300x300.jpeg 300w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4090-150x150.jpeg 150w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4090-768x768.jpeg 768w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4090-370x370.jpeg 370w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4090-120x120.jpeg 120w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4090-840x840.jpeg 840w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4090-410x410.jpeg 410w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4090-600x600.jpeg 600w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4090-500x500.jpeg 500w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4090.jpeg 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p><br>Es entstand nun eine neue Formation: Ein&nbsp;<strong>Dreieck zwischen K, S und KOM</strong>.</p>



<p>Der Partner lag weiterhin am Boden – aber auch er zeigte erste Regungen: Er begann, die Augen zu öffnen und wirkte etwas wacher.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Annäherung der inneren Anteile</strong></h2>



<p>Im weiteren Verlauf näherten sich&nbsp;<strong>K</strong>,&nbsp;<strong>S</strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>KOM</strong>&nbsp;langsam an und ich ließ ihnen die Zeit und den Raum dafür.</p>



<p>Die drei standen schließlich so nah beieinander, dass sie fast einander berühren konnten.</p>



<p>Die Dynamik wirkte wie ein Zusammenfinden von inneren Anteilen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>die Person selbst</li>



<li>ihre Sexualität</li>



<li>ihre Fähigkeit zur Kommunikation über das Thema Sexualität.&nbsp;</li>
</ul>



<p>Während sich dieses Dreieck stabilisierte, wurde auch der Partner immer wacher:</p>



<p>Er hob langsam den Kopf und zeigte Interesse an dem Geschehen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Humor als Wendepunkt</strong></h3>



<p>Als sich die drei schließlich gemeinsam dem Partner zuwandten, setzte sich dieser plötzlich auf und sagte:</p>



<p><strong><em>„Jetzt komme ich langsam hoch!“</em></strong></p>



<p>Alle im Raum mussten lachen – nicht zuletzt wegen der offensichtlichen Doppeldeutigkeit.</p>



<p>Der Moment lockerte die Atmosphäre deutlich.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Körperliche Resonanz und atmosphärische Auswirkung</strong></h3>



<p>Die Stellvertreterin für Sexualität berichtete in diesem Moment:</p>



<p>„Ich bin sehr aufgeregt und eine meiner Hände wird ganz warm und feucht!“.</p>



<p>Auch sie bemerkte die doppelte Bedeutung dieser Wahrnehmung und beschrieb gleichzeitig ein Gefühl von Aufregung und Lebendigkeit und die Spannung entlud sich in einem allgemeinen Lachen über die Comic der Situation. Humor macht das Sprechen über Sexualität leichter und blockiert hat den schönen Nebeneffekt, Anspannungen und Angst aufzulösen.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Innere Ordnung herstellen</strong></h2>



<p>Im nächsten Schritt wurde geprüft, wo die beiden Anteile&nbsp;<strong>S</strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>KOM</strong>&nbsp;im Verhältnis zur Klientin stehen wollten, um das Bild noch zu verbessern.</p>



<p>Es zeigte sich folgende stimmige Ordnung:</p>



<p><strong>Sexualität rechts von K</strong></p>



<p><strong>Kommunikation links von K</strong></p>



<p>Die beiden Anteile standen nun dicht neben ihr und schmiegten sich an die Schultern von K.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4091-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-23303" srcset="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4091-1024x1024.jpeg 1024w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4091-300x300.jpeg 300w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4091-150x150.jpeg 150w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4091-768x768.jpeg 768w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4091-370x370.jpeg 370w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4091-120x120.jpeg 120w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4091-840x840.jpeg 840w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4091-410x410.jpeg 410w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4091-600x600.jpeg 600w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4091-500x500.jpeg 500w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4091.jpeg 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Ein wichtiger Satz der Anerkennung</strong></h3>



<p>Schließlich sagte die Stellvertreterin für K zu ihrem Partner:</p>



<p><strong><em>„Danke, dass du geblieben bist – auch wenn es sechs Jahre keine Sexualität gab.“</em></strong></p>



<p>Der Satz brachte spürbar Ruhe und Anerkennung in die Situation und zeigt die Verbundenheit der Partner.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das fehlende Element: Selbstbestimmung</strong></h2>



<p>Dennoch blieb ein Gefühl, dass noch etwas fehlte.</p>



<p>Ich schlug vor, möglicherweise&nbsp;<strong>Autonomie oder Selbstbestimmung</strong>&nbsp;als weiteres Element aufzustellen – da Fragen von Sexualität häufig auch mit sexueller Selbstbestimmung zusammenhängen.</p>



<p>Die Stellvertreterin der Klientin reagierte darauf überraschend:</p>



<p>Sie sagte, eine zusätzliche Stellvertretung sei nicht notwendig.</p>



<p>Stattdessen machte sie eine kleine Bewegung, als würde sie sich Raum verschaffen, und sagte:</p>



<p><strong><em>„Aber ich brauche jetzt etwas mehr Raum.“</em></strong></p>



<p>Die beiden Anteile standen sehr nah an ihren Schultern.</p>



<p>Durch eine leichte Bewegung schuf sie etwas Abstand und in diesem Moment wurde deutlich:</p>



<p>Die Autonomie war bereits vorhanden – sie zeigte sich in ihrer eigenen Bewegung.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der abschließende Lösungssatz</strong></h2>



<p>Zum Abschluss ließ ich die Klientin ihrem Partner noch einen Lösungssatz sagen:&nbsp;</p>



<p><strong><em>„Ich entscheide selbst über mich und meine Sexualität – und darüber, wann, wo und wie ich bereit für Intimität bin.</em></strong></p>



<p><strong><em>Und ich kommuniziere und drücke es aus!“&nbsp;</em></strong></p>



<p>Der Partner nickte zustimmend.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4092-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-23304" srcset="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4092-1024x1024.jpeg 1024w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4092-300x300.jpeg 300w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4092-150x150.jpeg 150w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4092-768x768.jpeg 768w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4092-370x370.jpeg 370w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4092-120x120.jpeg 120w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4092-840x840.jpeg 840w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4092-410x410.jpeg 410w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4092-600x600.jpeg 600w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4092-500x500.jpeg 500w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_4092.jpeg 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Damit war eine neue Haltung sichtbar geworden:</p>



<p>Nicht Rückzug oder Blockade standen im Vordergrund, sondern Selbstbestimmung und bewusste Entscheidung.</p>



<p>Nach diesem Satz lösten wir die Aufstellung auf.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Reflexion der Paaraufstellung</strong></h3>



<p>Die Aufstellung machte noch einmal sichtbar, dass Intimität dort entstehen kann, wo Menschen sich in Freiheit begegnen: nicht aus Erwartung oder Druck, sondern aus eigener Entscheidung, aus innerem Raum und aus dem Gefühl von Sicherheit.</p>



<p>Die entscheidende Wendung kam am Ende, als die Selbstbestimmung hinzutrat, nicht laut und kraftvoll, sondern zart durch den Raum, den die StellvertreterIn von K sich auch gegenüber ihren eigenen Anteilen nahm. Sie übernahm damit wieder ihre Souveränität als LeiterInn ihres inneren Teams und trat aus einem in Teilen trotzigem kindlichen Verhalten heraus. </p>



<p>Denn erwachsen sein bedeutet auch selbst für seine Grenzen und für seine Bedürfnisse einzustehen, diese auszudrücken und klar zu kommunizieren.<br></p>



<p>Oder, mit einem kleinen Augenzwinkern zusammengefasst:<br><strong>KKKS: Keine Kommunikation &#8211; Kein Sex</strong>!</p>



<p></p>
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		<title>Persönlichkeitsentwicklung durch das Aufstellen innerer Anteile</title>
		<link>https://loesungsbilder.de/persoenlichkeitsentwicklung-durch-das-aufstellen-innerer-anteile/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Prisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Dec 2023 22:38:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[innere Anteile]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://loesungsbilder.de/?p=2988</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das systemische Aufstellen eröffnet einen einzigartigen Einblick in die Struktur unserer Persönlichkeit. Indem wir verschiedene innere Anteile symbolisch darstellen, werden die Beziehungen zwischen ihnen sichtbar. Dies ist ein Idealer Ansatz für die Entwicklung deiner Persönlichkeit.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://loesungsbilder.de/persoenlichkeitsentwicklung-durch-das-aufstellen-innerer-anteile/">Persönlichkeitsentwicklung durch das Aufstellen innerer Anteile</a> erschien zuerst auf <a href="https://loesungsbilder.de">Lösungsbilder</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Nutze moderne systemische Ansätze der Persönlichkeitsentwicklung!</h2>



<p>In einer Welt, die sich ständig weiterentwickelt, ist auch die eigene Persönlichkeitsentwicklung von großer Bedeutung. <br><br>Einer der faszinierendsten Ansätze, die inzwischen auch in der wissenschaftlich anerkannten systemischen Beratung und Therapie weit verbreitet ist, ist das systemische Aufstellen der inneren Anteile.</p>



<p>Hier möchte ich mit dir die zahlreichen Vorteile schildern, die diese Methode für deine persönliche Entwicklung hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">1. Du gewinnst ein besseres Verständnis deiner Persönlichkeit</h2>



<p>Das systemische Aufstellen eröffnet einen einzigartigen Einblick in die Struktur unserer Persönlichkeit. Indem wir verschiedene innere Anteile symbolisch darstellen, werden die Beziehungen zwischen ihnen sichtbar. <br><br>Dies ermöglicht ein tiefgehendes Verständnis für die Dynamik unserer Gedanken, Emotionen und Handlungen. Dein inneres System und seine Dynamik wird für dich und deinen Coach oder BeraterIn sichtbar und von außen in seiner Interaktion und Kommunikation erfahrbar.</p>



<h2 class="wp-block-heading">2. Identifikation und Lösung innerer Konflikte</h2>



<p>Oftmals stehen verschiedene Anteile unserer Persönlichkeit im Konflikt miteinander. Der Kritiker mag mit dem Träumer ringen, der Perfektionist mit dem Spontanen. Durch das systemische Aufstellen können wir diese Konflikte erkennen und verstehen. <br><br>Diese Bewusstheit ist der erste Schritt zur Lösung innerer Widersprüche und zur Schaffung von innerem Frieden. Jetzt kann man die Beziehungen dieser Anteile neu und für deine Ziele dienlicher gestalten. Zentral ist dabei, dass du die Steuerung hast und nicht von Teilen deiner Persönlichkeit fremdbestimmt oder gekapert wirst. <br></p>



<h2 class="wp-block-heading">3. Stärkung der Selbstakzeptanz</h2>



<p>“Annehmen, was ist!” ist eine zentrale Aussage und Haltung der Aufstellungsarbeit. Darin unterscheidet sie sich vom Coaching, das meist eher ein Soll, ein Ziel verfolgt. <br><br>Doch Entwicklung und Veränderung basiert zunächst auf der Annahme dessen, was ist. Auf diesem Boden ist neue und fruchtbare Entwicklung erst möglich. So fördert die bewusste Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Anteilen unserer Persönlichkeit nicht nur die Identifikation und Annahme von Schwächen, sondern auch von Stärken. <br><br>Durch das Erkennen der positiven Aspekte und Absichten jedes inneren Anteils stärken wir unsere Selbstakzeptanz und fördern ein positiveres Selbstbild. Und wenn wir uns besser annehmen und mehr mit uns, auch unseren vermeintlich negativen und ungeliebten Seiten in Verbindung gehen, werden wir authentischer und wachsen persönlich. </p>



<h2 class="wp-block-heading">4. Entwicklung von Mitgefühl und Verständnis</h2>



<p>Das Aufstellen innerer Anteile erlaubt uns auch, in die Perspektiven verschiedener Seiten unseres Selbst einzutauchen. Dies fördert Mitgefühl nicht nur für andere, sondern auch für uns selbst: Selbst-Mitgefühl und Verständis oder “Impathie”.</p>



<p>Durch das Verstehen der Bedürfnisse und Motivationen unserer inneren Anteile entwickeln wir eine tiefere Verbundenheit mit uns selbst. Wir können uns dann auch besser mit uns umgehen und unser inneres Team als echter “Leitwolf” nach Jasper Jul leiten: Mit Empathie, Verantwortung und Weitsicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">5. Ermöglichung von Veränderung und Wachstum</h2>



<p>Durch das systemische Aufstellen innerer Anteile brechen wir aus festgefahrenen Mustern, d.h. inneren Dynamiken aus, weil sie uns bewusst werden. Wir sehen sie quasi in der Aufstellung vor uns lebendig in Szene gesetzt. Jetzt können wir unser inneres Theaterstück umschreiben und alternative Kommunikation, innere Dialoge und Interaktionen gestalten.</p>



<p>Die Visualisierung und das bewusste Erleben unserer inneren Anteile eröffnet so den Weg für persönliches Wachstum und positive Veränderungen in unserem Verhalten. <br><br>Wir reflektieren uns und unsere Psychodynamik und lernen in der Auseinandersetzung mit unserem inneren Team alternative Verhaltens- und Kommunikationswege.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Aufstellen inneren Anteile ist eine Reise zu sich selbst! </h2>



<p>Die Persönlichkeitsentwicklung durch das Aufstellen innerer Anteile ist wie eine Reise zu sich selbst. Sie erlaubt uns, die Vielschichtigkeit unseres Wesens zu erkennen und schafft die Grundlage für ein erfülltes und authentisches Leben. <br><br>Wenn du also auf der Suche nach neuen Wegen der Selbstentdeckung bist, könnte das systemische Aufstellen der Schlüssel zu einer tiefgreifenden Veränderung in deinem Leben sein. Wir begleiten dich gerne mit unserer Erfahrung und in seinem sicheren Rahmen dabei!<br><br><strong>Schnupper</strong> einfach bei einer der <a href="https://loesungsbilder.de/anmeldung/">nächsten Aufstellungstage</a> herein! </p>
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		<item>
		<title>Wie kann ich innere Anteile mehr integrieren?</title>
		<link>https://loesungsbilder.de/innere-anteile-integrieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Prisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jan 2023 21:42:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Formate]]></category>
		<category><![CDATA[Methode]]></category>
		<category><![CDATA[innere Anteile]]></category>
		<category><![CDATA[Integration]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://familienaufstellung-koeln-bonn.de/aa-wp-test/?p=1956</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wir haben viele Seiten oder Anteile - manche von Ihnen lehnen wir ab, andere haben wir vernachlässigt. Aufstellungen mit inneren Anteilen ermöglichen diese in einen optimalen Kontakt mit Ihrem Selbst zu bringen. So können Sie Ihre Persönlichkeit ganz entfalten und Ihre Kompetenzen voll aktivieren.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Möchtest du Teile von dir mehr leben?</h2>



<p>Hast du machmal das Gefühl, nicht genug Zugang zu Seiten oder Anteilen von dir zu haben? <br>Das kann Wut oder eine andere Emotion, aber auch eine Seite wie der Planer oder der Kreative sein.<br><br>Oft liegt das daran, dass wir in unserer Sozialisation, Familie, Schule, Freundeskreis, diese Seiten nicht so frei leben durften, wie es uns gut getan hätte. Viele Menschen haben sich zu sehr angepasst, vielleicht ihre Wut, Trauer oder auch Abenteuerlust unterdrückt. </p>



<p>Möglicherweise war dafür kein Platz in der Familie oder ein Elternteil hatte selbst zu große Angst vor deinen freien Impulsen. <br>Wie auch immer. Jetzt gilt es das zu entwickeln, was zwar in dir steckt, aber noch nicht angemessen entfaltet ist. </p>



<p>Dabei ist die Methode der Integrationsaufstellung ein sehr wirksames Mittel.<br>Erfahre hier mehr darüber, wie sie auch dir helfen kann, mehr mit dir und deinem ganzen Potential in Kontakt zu kommen.</p>



<p>Der Lohn ist mehr Lebendigkeit, Authentizität, Power und Klarheit, wer du bist und was du im Leben willst:<br>Mehr du! Und mehr Verbundenheit mit dir! <br><br>Und das alles kommt dann auch deinen Beziehungen zu Anderen zugute.<br>Trau dich und schau mit dieser besonderen Aufstellungsmethode in den Spiegel!</p>



<p>Ich verrate dir schon jetzt: Was du sehen und erleben wirst ist schön und berührend!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was sind innere Anteile?</h2>



<p>Innere Anteile sind die Persönlichkeitsaspekte, die wir alle haben und mehr oder weniger leben. Diese Anteile sind uns aber oft nicht bewusst. Solche unbewussten inneren Anteile beeinflussen uns aber gerade in herausfordernden Situationen, z.B. in Stress oder bei Konflikten. </p>



<p>Sie sind dann problematisch, wenn wir keinen Zugang und guten Kontakt zu ihnen haben.  Diese Anteile sind dann nicht von uns bewusst steuerbar und verfügbar. Ungefragt und unbemerkt treten sie machmal in Aktion, führen quasi ein Eigenleben. </p>



<p>Sie können unser Erleben und Verhalten sogar in Stresssituationen kontrollieren und die Steuerung übernehmen: z.B. in Wutanfällen oder Panik: <br><br><em>„<strong>ES</strong> kam so über mich…</em>&#8222;, sagen wir dann. Uns sind unserer inneren Dynamik gerade nicht mehr Herr oder Frau.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Beispiele für innere Anteile</h2>



<p>Innere Anteile sind erst einmal bloß Seiten oder Eigenschaften von uns, die wir haben. Sie können je nach zielführenden Einsatz und Situation positiv oder negativ wirken. </p>



<p>Wenn wir mit ihnen gut verbunden sind, können sie uns helfen und machen uns zu einer klaren und authentischen Persönlichkeit. Wir können unsere inneren Anteile dann nutzen, wie gute Helfer oder Kräfte.</p>



<p>Beispiele für solche inneren Anteile sind: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Der Kritiker</strong>: Dieser Anteil kann uns helfen, uns selbst zu verbessern. Er kann aber auch dazu führen, dass wir uns selbst herabsetzen.</li>



<li><strong>Der Beschützer</strong>: Dieser Anteil kann uns helfen, uns sicher und geschützt zu fühlen. Er kann aber auch dazu führen, dass wir uns von anderen isolieren.</li>



<li><strong>Der Optimist</strong>: Dieser Anteil ist hoffnungsvoll und sieht auch in schwierigen Situationen Licht am Ende des Tunnels. Er kann aber auch die Realität aus dem Blick verlieren.</li>



<li><strong>Der Ängstliche</strong>: Dieser Anteil geht leicht vor Angst in die Vermeidung, verschließt die Augen und sieht das schlimme Ende voraus.<br>Er kann uns aber auch schützen und warnen und Vorsicht walten lassen.</li>



<li><strong>Das Kind</strong>: Dieser Anteil kann uns helfen, Freude und Kreativität zu erleben. Er kann aber auch dazu führen, dass wir uns impulsiv oder trotzig verhalten.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Eine gute Beziehung zu seinen inneren Anteilen gestalten!</h2>



<p>Durch Aufstellungen innerer Anteile können wir mit diesen in Kontakt gehen und eine <strong>hilfreiche Verbindung</strong> oder Beziehung zu ihnen aufbauen. So lernen wir sie kennen und sie und ihre positive Absicht für uns als Gesamtsystem verstehen. </p>



<p>Diese Art der Arbeit nenne ich <strong>Integrationsaufstellungen</strong>.<br>Hier erfährst du, wie sie dir hilft dich als Person zu entwickeln und authentischer zu werden.<br><br>Denn je mehr wir all unsere Seiten oder Anteile leben können, ohne von ihnen beherrscht zu werden, desto mehr entfalten wir unser Potenzial.<br>Unser Leben wird so kraftvoller und leichter. Wir kommen in einen Flow und fühlen mit uns wohl und sicher. </p>



<p>Das führt dann auch dazu, dass wir uns in der Begegnung mit Anderen wohl und sicher fühlen. Wir sind dann mit uns und unserem Team im Reinen!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie integrierst du deine inneren Anteile? Die Integrationsaufstellung!</h2>



<p>In Anlehnung an verschiedene Aufstellungsformen mit inneren Anteilen, z.B. </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>die <strong>“Systemische Selbstintegration“ von Ero Langlotz</strong>, </li>



<li>die Arbeit mit dem <strong>Inneren Team nach Schulz von Thun</strong>,</li>



<li>den <strong>Lebensintegrationsprozess</strong> nach W. Nelles oder</li>



<li><strong>Gunther Schmidts Seitenmodell</strong> </li>
</ul>



<p>habe ich eine sehr einfache Form der Aufstellung mit inneren Anteilen mit dem Ziel der Integration dieser entwickelt. <br>Damit kann ich dich gezielt bei der Integration von bislang vernachlässigten, nicht gesehenen oder nicht ausreichend gelebten inneren Anteilen unterstützen. Du gehst mit dir bzw. Teilen in eine tiefere Verbindung oder Beziehung. </p>



<p>Dadurch wirst du „Ganzer“ und hast deine komplette Power und Vielfalt zur Verfügung. Deine Bandbreite an Verhaltens- und Erlebensmöglichkeiten erhöht sich drastisch. Und im Kontakt zu anderen wirst du souveräner und flexibler, weil du nichts verstecken musst bzw. freier und lockerer bist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie verläuft eine Integrationsaufstellung?</h2>



<p>Bei einer Integrationsaufstellung wird der innere Anteil, zu dem du eine bessere Verbindung aufbauen möchtest, durch einen Stellvertreter  physisch-räumlich in Beziehung zu dir im Beratungsraum platziert. In der Einzelarbeit nutze ich statt eines Stellvertreters ein (Zettel, Stuhl, Kissen, etc.). </p>



<p>Der Stellvertreter für deinen inneren Anteil wird so nah und zu dir, wie du die Beziehung zu dem Teil intuitiv erlebst, platziert. Er kann dich anschauen oder wegblicken. Vielleicht schaust du zu ihm herab oder hoch oder hast ihn gar nicht im Blick. </p>



<p>So wird zunächst deine innere Beziehung von dir zu deinem inneren Anteil visualisiert und bewusst gemacht. Das ist auch die Voraussetzung, diese Beziehung im nächsten Schritt durch Interventionen zu verbessern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Interaktion mit inneren Anteilen: Integration und Verständnis</h2>



<p>Durch die räumliche-symbolische Visualisierung deiner Beziehung zu diesem Anteil verstehst du deine Beziehung zu diesem besser und die Auswirkungen, die diese Art der Beziehungsgestaltung in deinem Leben und Verhalten bisher hat. </p>



<p>Wir können sie aber jetzt im nächsten Schritt probeweise verändern. Dazu reicht es meist, den Anteil in einer Entfernung von 1-2 Metern dir zugewandt gegenüberzustellen und Blickkontakt herzustellen.</p>



<p>Dann beginnt oft schon ohne weiteres Zutun &#8211; wenn man es zulässt und achtungsvoll und geduldig als Leitung begleitet &#8211; ein Integrationsprozess. </p>



<p>Körperlich zeigt sich das an einer Resonanz zwischen dir und &#8211; idealerweise einem Stellvertreter (in der Einzelarbeit kann das auch zeitweise eine geübte Leitung übernehmen). Soche Resonanz kann sich durch ein gleichzeitiges Lächeln, Zittern, ähnliche Emotionen, etc. zeigen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Emotionaler Prozess: Wichtigkeit von erfahrener Begleitung</h2>



<p>ft, abEine   ei Anteile kann sehr emotional sein, da die Teilnehmer ihre innersten Gedanken und Gefühle teilen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass eine Aufstellung von einer erfahrenen Leitung durchgeführt wird. Diese ist in der Lage, den Prozess zu leiten und sicherzustellen, dass du dich sicher und unterstützt fühlst.</p>



<p>Dabei geht es immer um die <strong>eigene Auseinandersetzung mit einem Aspekt, einer Seite von dir oder auch einer Rolle</strong>. Diese Integration kann wie eine Versöhnung nach langer Trennung schmerzhaft, aber letztlich sehr heilsam sein.</p>



<p>Integriert werden können so: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>eigene <strong>Seiten</strong> oder <strong>Aspekte</strong>, </li>



<li><strong>Themen</strong> bzw. <strong>Phasen</strong> des eigenen Lebens, </li>



<li><strong>Rollen</strong></li>



<li><strong>Emotionen</strong>, z.B. Wut, Freude, Trauer</li>



<li><strong>Haltungen</strong> und <strong>Werte</strong>, z.B. Offenheit, gesunde Agression, Zielstrebigkeit, Mut, Durchhaltevermögen.</li>
</ul>



<p></p>



<p>Wie das <a href="https://loesungsbilder.de/entscheidungen-faellen-innere-stimmen-aufstellen/">Aufstellen innerer Anteile bei Entscheidungsproblemen, inneren Konflikten und innerer Zerissenheit </a>hilft, habe ich übriges in einen eigenen Artikel beschreiben.&nbsp;</p>



<p>Möchtest du also einen anderen, <strong>besseren Zugang zu einem bestimmten Aspekt von </strong>dir (Verhalten, Erleben, Reaktionsweise) oder einer Rolle (beruflich, privat) finden, kontaktiere mich gerne. </p>



<p>Oder melde dich direkt für eine Aufstellung dazu an einen der <a href="https://loesungsbilder.de/anmeldung/">Aufstellungsworkshops</a> an.</p>


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			</item>
		<item>
		<title>Alle Aufstellungsarbeit ist Integrationsarbeit!</title>
		<link>https://loesungsbilder.de/jede-aufstellungsarbeit-ist-integrationsarbeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Prisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Feb 2020 19:55:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Formate]]></category>
		<category><![CDATA[innere Anteile]]></category>
		<category><![CDATA[Integration]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Suche nach dem Ausgeschlossenen Es geht in Aufstellungen immer um das&#160;Auffinden des Ausgeschlossenen,&#160;Nicht-Gesehenen, Abgespaltenen oder Ausgegrenzten.&#160; Somit ist Aufstellungsarbeit&#160;eine zutiefst systemische Methode:&#160;Sie blickt auf das ganze System.&#8230;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Die Suche nach dem Ausgeschlossenen</h2>



<p>Es geht in Aufstellungen immer um das&nbsp;<strong>Auffinden des Ausgeschlossenen</strong>,&nbsp;<strong>Nicht-Gesehenen</strong>, Abgespaltenen oder Ausgegrenzten.&nbsp;<br><br>Somit ist Aufstellungsarbeit&nbsp;eine zutiefst systemische Methode:&nbsp;<br><strong>Sie blickt auf das ganze System.</strong></p>



<p>Und der&nbsp;<strong>Weg zur Heilung als Wieder-Ganz-Werden</strong>&nbsp;ist&nbsp;ein Weg des Wieder-Hereinnehmens und&nbsp;<strong>Integrieren des Ausgeschlossenen</strong>.<br><br>&gt;&gt; Drei Arten der Integration durch Aufstellungen&nbsp;stelle ich hier vor.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. Integration in klassischen Familienaufstellungen</strong></h2>



<p>In der klassischen Familienaufstellung sind oft Familienmitglieder ausgeschlossen, z.B. wenn um ein früh gestorbenes Baby nicht ausreichend getrauert wurde, es kein Begräbnis und keinen Namen bekommen hat oder wenn eine erste tiefe Liebe zu einem Partner vor dem eigentlichen Ehepartner nicht ausreichend gewürdigt wurde.&nbsp;</p>



<p>Dann gehen oft Nachfolgende (Kinder) im Familiensystem unbewusst in Stellvertretung für diese ausgegrenzte, nicht gesehene Person.&nbsp;</p>



<p>Sie wird dann in Aufstellungen dazu gestellt, so dass der Trauerprozess und die Würdigung in der Aufstellung nachgeholt werden kann und die Seele des Klienten so entlastet wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. Integration von eigenen Anteilen</strong></h2>



<p>In der Psychotherapie inzwischen schon sehr verbreitet (vgl. Ego-State-Therapie) ist aber auch die Integration von Anteilen der eigenen Psyche, z.B. von abgespaltener Wut oder Anteilen, die man aus irgendwelchen Gründen in der Kindheit oder im Leben bislang nicht leben konnte.<br><br>Auch mit diesen kann in Aufstellungen sehr gut gearbeitet werden: Statt für Personen stehen dann Stellvertreter für diese Anteile und oft findet dann &#8211; wenn die Integration gelingt &#8211; eine ganz behutsame und zärtliche Annäherung zwischen KlientIn und diesem ihrem Anteil statt. Eine Bewegung, die auch die beobachtenden sehr berührt und auch sie ein Stück mehr mit sich selbst in Einklang kommen lässt.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. Systemische Selbstintegration (nach Dr. Langlotz)</strong></h2>



<p>Schließlich geht es bei dieser Integration von eigenen Anteilen auch um die Unterscheidung von Eigenem und Fremden. Fremde Anteile, sogenannte Introjekte (hinderliche Glaubenssätze der Eltern oder traumatische Erfahrungen) gehören nicht in unsere Seele. Bei Grenzverletzungen oder weil wir als Kind zu klein waren, uns selbst zu schützen, gelangen diese aber manchmal in unseren Bereich. Dann müssen wir wieder lernen und sortieren, was unser Eigenes und was Fremdes ist und unsere Integrität wieder herstellen. Diesen Aspekt der eigenen Grenze und der Unterscheidung von Eigenem und Fremden in der eigenen Seele betont die systemische Selbstintegration, die ich bei Langlotz gelernt habe.</p>



<p></p>



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			</item>
		<item>
		<title>Innere Anteile aufstellen, um Entscheidungen leichter zu fällen</title>
		<link>https://loesungsbilder.de/entscheidungen-faellen-innere-stimmen-aufstellen/</link>
					<comments>https://loesungsbilder.de/entscheidungen-faellen-innere-stimmen-aufstellen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Prisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2015 19:39:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Formate]]></category>
		<category><![CDATA[Ambivalenz]]></category>
		<category><![CDATA[innere Anteile]]></category>
		<category><![CDATA[Integration]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bleibe ich oder gehe ich? Immer wieder kommen TeilnehmerInnen mit der Frage zu mir in eine Aufstellung, ob Sie die Beziehung, die Sie führen Ihnen gut tut. Sie&#8230;</p>
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<h3 class="wp-block-heading">Bleibe ich oder gehe ich?</h3>



<p>Immer wieder kommen TeilnehmerInnen mit der Frage zu mir in eine Aufstellung, ob Sie die Beziehung, die Sie führen Ihnen gut tut. Sie fragen sich, ob Sie bleiben sollen oder es beenden sollen, um wieder für Neues offen zu sein.</p>



<p>Meist geht es dabei um Liebesbeziehungen. Oft haben sich die Partner auch schon getrennt, aber können nicht recht voneinander. Sie führen dann nach der Beziehung eine Affaire weiter, oft mit Verletzungen und Verzicht auf der einen oder anderen Seite.</p>



<p>Aber auch bei&nbsp;berufliche &#8222;Beziehungen&#8220;, ist dies eine häufige Frage: Soll ich meine Stelle wechseln oder soll ich besser noch aushalten? Bleibe ich oder gehe ich?</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Weder Fisch noch Fleisch</strong></h3>



<p>Dieser Zustand des Hin- und Herpendeln zwischen den beiden Alternativen, ob nur gedanklich oder wie in einer Affaire auch schon testweise in der Realität, ist auf die Dauer für die meisten Menschen unbefriedigend:&nbsp;Man kann sich nicht so richtig einlassen, hält seine Kraft und sein</p>



<p>Engagement zurück und wird auch von der anderen Seite entsprechend vorsichtig und skeptisch behandelt. Denn auch diese merkt, selbst wenn es nicht ausgesprochen ist, die Unentschiedenheit bei Ihnen, und schützt sich.</p>



<p>Oft lässt sich dieser Zustand aber über längere Zeit &#8222;spielen&#8220; und er hat ja auch sein Gutes: Man brauch sich nicht zu ent-scheiden, also von der gewohnten, lieb gewonnenen und Sicherheit bietenden Alternative zu trennen.</p>



<p>Auf Dauer aber ist es unbefriedigend. Was also kann man tun, wenn die Entscheidung, wieder besseren Wissens, dass Sie an der Zeit ist, nicht fällt?</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Innere Anteile aufstellen</strong></h3>



<p>Die Aufstellung der inneren Stimmen oder inneren Anteile, die hier beteiligt sind, kann helfen, den Entscheidungsprozess zu beschleunigen. Dazu kläre ich im Gespräch zunächst einmal, welche Stimmen für die Entscheidung wichtig sind: Wer ist bei Ihrer Entscheidungsfrage im inneren Chaos der Stimmen beteiligt? Wer schreit hier laut, aber wer flüstert auch zaghaft im Hintergrund? Oft sind&nbsp;dies Herz, Kopf, Bauch, Unterleib&nbsp;(Gefühl, Verstand und Intuition, Lust). Aber es können auch, je nach Person und Entscheidung, ganz andere Stimmen sein, z.B. der innere Freiheitskämpfer, die gute Mutter, etc.</p>



<p>Diese Stimmen werden dann im Raum aufgestellt und wir erforschen, wie Sie zueinander in Bezug auf dies Entscheidungsfrage stehen. Wer kommt gut miteinander klar? Wer kann sich nicht sehen? Wer braucht viel Abstand, wer ist sich nah?</p>



<p>Schon in dieser Phase des Aufstellungsprozess bekommen Sie als KlientIn viel über Ihre Entscheidung mit und durchlaufen emotional und kognitiv mit den Bewegungen und Kontaktaufnahmen der aufgestellten Stimmen einen inneren Prozess:</p>



<p>Vielleicht erkennen Sie, dass der Kopf einiges vom Herz lernen kann oder dass die Intuition den Blick auch auf andere mögliche Alternativen richtet und so die Einengung durch zwei Alternativen aufbrechen will?</p>



<p>Im Idealfall führt die Auseinandersetzung der inneren Stimmen allein schon zu einer harmonischen Einigung, einem Lösungsbild, in dem jede Stimme einen guten Platz in Bezug zu den anderen findet und Sie erkennen, was für eine Lösung das bezüglich Ihrer Entscheidungsfrage bedeutet.</p>



<p>Oft zeigt sich, dass statt&nbsp;&#8222;Ja&#8220; oder &#8222;Nein&#8220; andere Lösungen viel angemessener sind: So könnte sich z.B. zeigen, dass ein offenes Gespräch mit dem/ der PartnerIn, in dem Sie Ihre Wünsche klar benennen, &nbsp;ein guter Weg ist, um Ihre Entscheidung voran zu treiben. Eine andere Lösung im beruflichen könnte eine Reduktion auf eine Teilzeitstelle sein, statt sofort auszusteigen. Und in manchen Fällen ist ein klares &#8222;Nein&#8220;, oder &#8222;Ja&#8220;, ein stimmiges Ergebnis.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Einen &#8222;Chorleiter&#8220;&nbsp;oder eine &#8222;ChorleiterIn&#8220; einführen</strong></h3>



<p>Häufig braucht es aber auch einen &#8222;Chorleiter&#8220; oder eine &#8222;Teamleiterin&#8220;, oder ein &#8222;integrierendes Ich&#8220;, um den inneren Konflikt der Stimmen zu lösen. In der Aufstellung kann sich diese dann die Bedürfnisse und Bedenken der einzelnen Stimmen anhören und dann schlichtend und ordnend eingreifen, so dass am Ende ein guter Kompromiss zustande kommt, mit denen alle leben können. Damit wird wie in einem Team ein Patt verhindert, wenn zwei Kontrahenden, z.B. Herz und Kopf einfach nicht von ihren gegensätzlichen Positionen abweichen wollen.</p>



<p>Hier bietet es sich dann an, diese LeiterIn bald durch den/die KlientIn selbst aufzustellen, da diese(r) je schließlich hinter der Entscheidung stehen und mit ihr Leben muss.</p>
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