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	<title>Ambivalenz Archive - Lösungsbilder</title>
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	<description>Institut für Systemaufstellung &#38; Coaching in Köln-Bonn</description>
	<lastBuildDate>Wed, 11 Mar 2026 18:47:52 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Ambivalenz Archive - Lösungsbilder</title>
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		<title>Abgrenzung in Beziehungen lernen &#8211; weibliche Emanzipation von transgenerationalen Beziehungsmustern</title>
		<link>https://loesungsbilder.de/abgrenzung-in-beziehungen-lernen-weibliche-emanzipation-von-transgenerationalen-beziehungsmustern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Prisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2026 13:42:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Weiterbildungen]]></category>
		<category><![CDATA[Ahnen]]></category>
		<category><![CDATA[Ambivalenz]]></category>
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		<category><![CDATA[transgenerationale Muster]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Weibliche Emanzipation in Beziehungen – ein transgenerationales Thema Ein Fallbeispiel aus der Aufstellungsarbeit Viele Menschen merken erst spät, dass sie sich in Beziehungen schwer abgrenzen können. Bedürfnisse werden&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://loesungsbilder.de/abgrenzung-in-beziehungen-lernen-weibliche-emanzipation-von-transgenerationalen-beziehungsmustern/">Abgrenzung in Beziehungen lernen &#8211; weibliche Emanzipation von transgenerationalen Beziehungsmustern</a> erschien zuerst auf <a href="https://loesungsbilder.de">Lösungsbilder</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Weibliche Emanzipation in Beziehungen – ein transgenerationales Thema</h2>



<p><strong>Ein Fallbeispiel aus der Aufstellungsarbeit</strong></p>



<p>Viele Menschen merken erst spät, dass sie sich in Beziehungen schwer abgrenzen können. Bedürfnisse werden lange zurückgestellt, Grenzen werden erst ausgesprochen, wenn innerlich bereits ein Rückzug oder sogar eine Trennung stattgefunden hat.</p>



<p><strong>Abgrenzung in Beziehungen lernen</strong> bedeutet deshalb oft nicht nur, neue Kommunikationsstrategien zu entwickeln. Häufig spielen auch tiefere familiäre oder transgenerationale Muster eine Rolle.</p>



<p>Das folgende Fallbeispiel aus der systemischen Aufstellungsarbeit zeigt, wie der Kontakt zum eigenen inneren Kern helfen kann, Abgrenzung in Beziehungen zu lernen, ohne die Verbindung zu den eigenen Wurzeln zu verlieren.</p>



<p><em>(Zum Schutz der Privatsphäre wurden einzelne Details verändert.)</em><br></p>



<h2 class="wp-block-heading">Ausgangssituation: Eine Frau möchte Abgrenzung in Beziehungen lernen</h2>



<p>Im Rahmen eines Weiterbildungsmoduls zur Arbeit mit Paarbeziehungen arbeitete eine etwa 45-jährige Frau mit russischen Wurzeln an einem persönlichen Anliegen.</p>



<p>Einige Zeit zuvor – etwa vier bis sechs Monate – hatte sie sich von ihrem Partner getrennt. Die Trennung war nach einem längeren inneren Prozess erfolgt und letztlich im Guten geschehen. Beide konnten gut damit leben.</p>



<p>Nach der Trennung erlebte sie zunächst ein Gefühl von Freiheit und Erleichterung. Gleichzeitig stellte sie sich eine wichtige Frage.</p>



<p>Rückblickend hatte sie bemerkt, dass sie in der Beziehung ihre Grenzen sehr lange nicht wahrgenommen hatte. Innerlich hatte sie sich bereits deutlich früher von ihrem Partner entfernt, bevor sie schließlich die Trennung ausgesprochen hatte.</p>



<p>Sie formulierte ihr Anliegen so:</p>



<p><strong><em>„Ich habe in der Beziehung meinen Kern nicht gespürt.“</em></strong></p>



<p>Ihr Wunsch war es, <strong>Abgrenzung in Beziehungen zu lernen</strong>, damit zukünftige Beziehungen nicht erst dann enden müssen, wenn sie sich innerlich bereits zurückgezogen hat.</p>



<p>Sie wollte:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>ihre eigenen Bedürfnisse früher spüren</li>



<li>Grenzen rechtzeitig wahrnehmen</li>



<li>diese klar aussprechen können</li>



<li>Beziehungen gestalten, ohne sich selbst zu verlieren</li>
</ul>



<p></p>



<p>Im Gespräch wurde außerdem deutlich, dass sie einen Zusammenhang zu ihrer weiblichen Herkunftslinie vermutete.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Aufstellung: Wie Abgrenzung in Beziehungen sichtbar wird</h2>



<p>Für die Aufstellung wurden folgende Elemente gewählt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>eine Stellvertreterin für die Klientin</li>



<li>eine Stellvertreterin für die weibliche Ahnenlinie</li>



<li>ein möglicher zukünftiger Partner</li>
</ul>



<p></p>



<p>Der Partner diente zunächst als Testfigur. Am Ende sollte überprüft werden, ob sich die innere Haltung der Klientin verändert hatte und ob sie nun <strong>Abgrenzung in Beziehungen besser verkörpern kann</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das innere Dilemma zwischen Verbindung und Abgrenzung</h3>



<p>Schnell zeigte sich eine starke Verbindung zwischen der Klientin und der weiblichen Ahnenlinie.</p>



<p>Gleichzeitig entstand ein deutlich spürbares Dilemma.</p>



<p>Die Stellvertreterin beschrieb zwei gegensätzliche Impulse:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Einerseits wollte sie sich <strong>abgrenzen</strong> und ihren eigenen Weg gehen.</li>



<li>Gleichzeitig wollte sie <strong>die Verbindung zu den Frauen ihrer Familie nicht verlieren</strong>.</li>
</ul>



<p></p>



<p>Auch räumlich zeigte sich eine interessante Dynamik. Die Ahninnen standen sehr präsent im Raum und suchten immer wieder die Nähe zur Klientin.</p>



<div class="wp-block-uagb-image uagb-block-0a8137f7 wp-block-uagb-image--layout-default wp-block-uagb-image--effect-static wp-block-uagb-image--align-none"><figure class="wp-block-uagb-image__figure"><img loading="lazy" decoding="async" srcset="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/1-Ausgangsbild-Dilemma-zwischen-Verbundenheit-und-Abgrenzung-1024x1024.jpg " sizes="auto, (max-width: 480px) 150px" src="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/1-Ausgangsbild-Dilemma-zwischen-Verbundenheit-und-Abgrenzung-1024x1024.jpg" alt="Dilemma zwischen Verbundenheit  mit den weiblichen Ahnen und Abgrenzung" width="1024" height="1024" title="Ausgangsbild - Dilemma zwischen Verbundehnheit und Abrenzung zu den Ahnen" loading="lazy" role="img"/></figure></div>



<p>Dieses Bild macht sichtbar, warum es manchmal so schwierig ist, <strong>Abgrenzung in Beziehungen zu lernen</strong>: <br>Es geht nicht nur um die aktuelle Partnerschaft, sondern auch um Loyalitäten gegenüber der eigenen Herkunft.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Würdigung der Ahnen als erster Lösungsschritt</h3>



<p>Die Stellvertreterin der Klientin wandte sich an die Frauen ihrer Familie und sagte:</p>



<p><em><strong>„Schaut freundlich auf mich, wenn ich es anders mache als ihr.“</strong></em></p>



<p>Und ergänzend ließ ich sie noch die weiblichen Ahnen für ihre Leistung für die Familien würdigen.</p>



<p><strong><em>„Danke für alles, was ihr für unsere Familie getragen habt.“</em></strong></p>



<p>Dabei wurde deutlich, dass sie ein starkes Schuldgefühl spürte. Ein Teil von ihr hatte das Gefühl, die Leistungen der Frauen zu verraten, wenn sie selbst einen anderen Weg gehen würde.</p>



<p>Sie ergänzte:</p>



<p><strong><em>„Durch das, was ihr geleistet habt, kann ich heute freier und selbstbestimmter leben.“</em></strong></p>



<p>Diese Würdigung brachte etwas Entspannung in die Situation, löste die Dynamik jedoch noch nicht vollständig.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Den eigene Kern spüren – eine Voraussetzung für Abgrenzung</h2>



<p>Im Gespräch hatte die Klientin mehrfach gesagt, sie spüre ihren Kern bzw. ihre Genzen nicht.</p>



<p>Deshalb ergänzte ich ein weiteres Element: <strong>den Kern der Klientin</strong>.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannung-und-unklare-Ordnung-1-1024x1024.jpg" alt="Ergänzung des eigenen Kerns als erste Intervention" class="wp-image-23356" srcset="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannung-und-unklare-Ordnung-1-1024x1024.jpg 1024w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannung-und-unklare-Ordnung-1-300x300.jpg 300w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannung-und-unklare-Ordnung-1-150x150.jpg 150w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannung-und-unklare-Ordnung-1-768x768.jpg 768w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannung-und-unklare-Ordnung-1-370x370.jpg 370w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannung-und-unklare-Ordnung-1-120x120.jpg 120w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannung-und-unklare-Ordnung-1-840x840.jpg 840w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannung-und-unklare-Ordnung-1-410x410.jpg 410w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannung-und-unklare-Ordnung-1-600x600.jpg 600w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannung-und-unklare-Ordnung-1-500x500.jpg 500w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/2-Spannung-und-unklare-Ordnung-1.jpg 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ergänzung des eigenen Kernst als erste Intervention</figcaption></figure>



<p>Die Stellvertretung für diesen Kern zeigte eine bemerkenswerte Dynamik. Der Kern stand zunächst nicht klar bei der Klientin, sondern bewegte sich zwischen ihr und der Ahnenlinie. Und die weiblichen Ahnen schienen sehr interessiert, ja sogar angezogen vom Kern der Klientin.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der fehlende Kern der Ahnen</h3>



<p>An diesem Punkt entstand eine neue Hypothese: Vielleicht hatten auch die weiblichen Ahninnen keinen stabilen Kontakt zu ihrem eigenen Kern.</p>



<p>Deshalb wurde zusätzlich <strong>der Kern der Ahnen</strong> aufgestellt.</p>



<p>Die Wirkung war unmittelbar sichtbar. Der Kern der Ahnen bewegte sich sofort zu ihnen. In diesem Moment wurden die Ahninnen deutlich ruhiger.</p>



<p>Es entstand der Eindruck, dass sie zuvor etwas bei der Klientin gesucht hatten – <strong>Kontakt zum eigenen Kern</strong>.</p>



<div class="wp-block-uagb-image uagb-block-62f49354 wp-block-uagb-image--layout-default wp-block-uagb-image--effect-static wp-block-uagb-image--align-none"><figure class="wp-block-uagb-image__figure"><img loading="lazy" decoding="async" srcset="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/3-Ergaenzung-des-fehlenden-Kerns-der-Ahnen-1024x1024.jpg ,https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/3-Ergaenzung-des-fehlenden-Kerns-der-Ahnen.jpg 780w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/3-Ergaenzung-des-fehlenden-Kerns-der-Ahnen.jpg 360w" sizes="auto, (max-width: 480px) 150px" src="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/3-Ergaenzung-des-fehlenden-Kerns-der-Ahnen-1024x1024.jpg" alt="Die Ergänzung des fehlenden Kerns der Ahnen" class="uag-image-23357" width="1024" height="1024" title="Die Ergänzung des fehlenden Kerns der Ahnen" loading="lazy" role="img"/></figure></div>



<p>Die Klientin wandte sich an die Frauen ihrer Familie und ich ließ sie die folgenden Worte sagen:</p>



<p><em><strong>„Liebe Mütter, ich kann euch euren Kern nicht ersetzen</strong>!<br><strong>Ich habe meinen und ihr habt euren!“</strong></em></p>



<p>Dieser Satz brachte eine neue Ordnung in die Situation.</p>



<p>Der eigene Kern gehört zur Klientin.<br>Der Kern der Ahninnen gehört zu ihnen.</p>



<p>Erst durch diese klare Zuordnung konnte sich die Dynamik entspannen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Test: Kann die Klientin nun Abgrenzung in Beziehungen lernen?</h2>



<p>Zum Abschluss wurde der zuvor aufgestellte Stellvertreter für einen möglichen Partner wieder einbezogen.</p>



<div class="wp-block-uagb-image uagb-block-58acb5fb wp-block-uagb-image--layout-default wp-block-uagb-image--effect-static wp-block-uagb-image--align-none"><figure class="wp-block-uagb-image__figure"><img loading="lazy" decoding="async" srcset="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/4-Loesungsbild-In-Selbstverbindung-in-Beziehung-gehen-1024x1024.jpg ,https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/4-Loesungsbild-In-Selbstverbindung-in-Beziehung-gehen.jpg 780w, https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/4-Loesungsbild-In-Selbstverbindung-in-Beziehung-gehen.jpg 360w" sizes="auto, (max-width: 480px) 150px" src="https://loesungsbilder.de/wp-content/uploads/2026/03/4-Loesungsbild-In-Selbstverbindung-in-Beziehung-gehen-1024x1024.jpg" alt="Lösungsbild - In Selbstverbindung in Beziehung gehen" class="uag-image-23358" width="1024" height="1024" title="Lösungsbild - In Selbstverbindung in Beziehung gehen" loading="lazy" role="img"/></figure></div>



<p>Die Stellvertreterin der Klientin drehte sich zu ihm um: Zum ersten Mal standen sich beide <strong>wirklich gegenüber</strong>.</p>



<p>Die Klientin stand nun sichtbar <strong>in Kontakt mit ihrem eigenen Kern</strong>. Dadurch entstand eine neue Qualität der Begegnung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Reflexion der Aufstellung</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Systemische Loyalität – warum Abgrenzung sich manchmal wie Verrat anfühlt</h3>



<p>Ein zentrales Moment in dieser Aufstellung war das Schuldgefühl der Klientin.</p>



<p>Der Familientherapeut <strong>Ivan Boszormenyi-Nagy</strong> beschrieb solche Dynamiken als <strong>unsichtbare Loyalitäten zwischen Generationen</strong>.</p>



<p>Gerade in Familien, in denen Frauen über Generationen hinweg viel Verantwortung getragen haben, kann es sich innerlich schwierig anfühlen, <strong>Abgrenzung in Beziehungen zu lernen</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der eigene Kern und systemische Selbstintegration</h3>



<p>Die Dynamik dieser Aufstellung lässt sich auch mit einem Konzept des systemischen Therapeuten <strong>Ero Langlotz</strong> verstehen.</p>



<p>Langlotz spricht von <strong>systemischer Selbstintegration</strong>. Dabei steht das eigene <strong>Selbst oder der Kern</strong> im Mittelpunkt der persönlichen Orientierung.</p>



<p>Wenn Menschen versuchen, mit ihrem eigenen Selbst etwas auszugleichen, das in ihrem Familiensystem fehlt, nennt Langlotz dies eine <strong>„Verstrickung im System Individuum“</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fazit: Abgrenzung in Beziehungen lernen beginnt im Kontakt mit sich selbst</h3>



<p>Dieses Fallbeispiel zeigt eine Dynamik, die viele Menschen kennen: In Beziehungen &#8211; gerade in engen Paarbeziehungen &#8211; kann man sich verlieren. Denn immer wieder stellt sich uns die Herausforderung das Dilemma zwischen Autonomie und Bezogenheit zu lösen: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Nehme ich mir heute den Raum und gehe alleine in die Sauna oder verbinde ich den Abend mit meinem Partner?</li>



<li>Verzichte ich auf den Ausflug mit meinen Freunden am Wochenende oder mute ich meinem Partner ein Wochenende allein mit den Kindern zu?</li>



<li>Sage ich, dass ich heute nicht kuschelig bin oder lasse ich mich auf Intimität ein?</li>
</ul>



<p></p>



<p>Abgrenzung in Beziehungen zu lernen bedeutet nicht nur, „Nein“ sagen zu können. Oft braucht es zunächst einen tieferen Schritt: <strong>den Kontakt zum eigenen Kern</strong> sowie den Mut und die Fähigkeit über die eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu kommunizieren. </p>



<p>Erst wenn wir spüren,</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>was wir brauchen</li>



<li>wo unsere Grenzen liegen</li>



<li>was sich stimmig anfühlt</li>
</ul>



<p></p>



<p>können wir Beziehungen gestalten, ohne uns selbst zu verlieren.</p>



<p>Die Aufstellung half der Klientin, genau diesen Kontakt wiederzufinden – verbunden mit ihrer Herkunft und gleichzeitig frei, ihren eigenen Weg zu gehen.</p>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>„Geldaufstellung“ &#8211; Das Thema Geld aufstellen und positiv verändern</title>
		<link>https://loesungsbilder.de/geldaufstellung-fuer-erfolg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Prisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Mar 2023 19:53:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Ambivalenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Geld ist ein hochambivalentes Thema für BeraterInnen und Therapeuten! Umso wichtiger sich dem Thema bewusst zu stellen. Wie können Aufstellungen von Geld ihr Verhältnis zu Erfolg und Geld transofrmieren?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://loesungsbilder.de/geldaufstellung-fuer-erfolg/">„Geldaufstellung“ &#8211; Das Thema Geld aufstellen und positiv verändern</a> erschien zuerst auf <a href="https://loesungsbilder.de">Lösungsbilder</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">&#8222;Money for Nothing?!&#8220;</h2>



<p>Vielleicht ist es an der Zeit ihr Verhältnis zum Geld einmal aufzustellen. Solch eine „<strong>Geldaufstellung</strong>“ kann verborgene Bezüge zum Thema Geld ans Licht bringen, die die bisher wirtschaftlichen Erfolg und ausgeglichene Geschäfte boykottierten.</p>



<p>Viele selbstständige BeraterInnen, Coaches und TherapeutInnen haben ein <strong>ambivalentes Verhältnis zum Geld</strong>. Zwar möchten Sie von Ihrer Arbeit angemessen leben können, doch oft boykottieren sie sich auf bewussten wie unbewussten Ebenen selbst. </p>



<h2 class="wp-block-heading">BeraterInnen haben häufig ein ambivalentes Verhältnis zum Geld</h2>



<p>Disfunktionale <strong>Motive, Einstellungen und Beziehungsprägungen bis hin zu transgenerationalen Mustern</strong> <strong>konterkarieren</strong> ihren Traum vom Erfolg als BeraterIn. So bauen sie weder eine zielführende Haltung noch entsprechende kaufmännische Kompetenzen auf, um dauerhaft erfolgreich selbstständig zu sein. Systemsiche Aufstellungen können diese Muster bewusst machen und in zielführende transformieren helfen. Hier erfahren sie wie das gehen kann…</p>



<span id="more-2146"></span>



<h2 class="wp-block-heading">Die Motivation zu helfen und das liebe Geld</h2>



<p>Ambivalenz mit dem Thema Geld und beruflichem Erfolg als BeraterIn liegt schon an unserer <strong>Grundmotivation</strong>, wieso wir in diesem Feld überhaupt unterwegs sind. Häufig sind BeraterInnen im Herzen <strong>geborene Helfer und Idealisten</strong>: Sie lieben es, Menschen, die gerade nicht ganz in Ihrer Kraft sind oder aktuell mit Hindernissen kämpfen, in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Ihr Herz geht auf, wenn sie beitragen können, Konflikte zu lösen oder Beziehungen zu heilen. </p>



<p>Wir BeraterInnen sind glücklich, wenn unser Gegenüber dankbar, berührt und bereichert von uns geht.  Das allein ist uns oft Lohn genug. Wir möchten anderen helfen, und nicht von ihnen nehmen, sie mit Zahlungsaufforderungen belasten oder gar an ihnen verdienen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Geben ist selig &#8211; nehmen ist böse und egoistisch &#8211; oder?</h2>



<p>Überhaupt ist „Nehmen“ in unseren Augen bzw. Unterbewussten oft „böse“ und „egoistisch“, zumindest hochambivalent konnotiert. Die idealistische Seite in uns lehnt Geld ab oder schämt sich sogar, Geld für die eigenen Leistungen zu nehmen. <strong>Glaubenssätze</strong> wie „Geld ist schmutzig!“ oder „(Geld) nehmen ist egoistisch!“ wirken im Verborgenen. <br><br>Dabei macht es auch richtig Spaß, Schein zu zählen und Kasse zu machen, wenn sie stimmt! <br>Doch dürfen wir diese Gefühle zulassen, gar Geld genießen? Eine Geldaufstellung könnte unser Verhältnis zu diesem Thema grundlegend verändern. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Zweifel an der eigenen Kompetenz</h2>



<p>Doch mit solchen Ambivalenzen in Bezug auf „Nehmen“ ist oftmals auch ein <strong>Zweifel an der eigenen Kompetenz </strong>verbunden: Beratung ist ein schwer greifbares, kaum messbares Gut. Bringt das überhaupt was? Selbst Gunther Schmidt gestand in einem seiner Audiokurse einmal selbstironisch, ab und an denke er daran, er solle lieber <strong>Brötchen statt Beratung verkaufen</strong>! Das sei wenigstens etwas Handfestes! </p>



<h2 class="wp-block-heading">Flucht in die Weiterbildungsspirale</h2>



<p>Solcherlei Erleben führt häufig &#8211; gerade in den ersten Jahren der Beratungstätigkeit zu einer <strong>Weiterbildungspirale</strong>: Man kann ja eigentlich noch gar nichts! Ist überhaupt nicht fertig! So sucht und findet man auf dem heilversprechenden Markt der Weiterbildungen die nächste Methode, den fehlenden Ansatz, um den entscheidenden Kniff zu lernen oder auch nur das besondere Alleinstellungsmerkmal zu ergattern.&nbsp;</p>



<p>Doch Vertrauen und Selbstwirksamkeitserleben kommt durch die Praxis, durch Erfahrung, was wirkt. Dazu braucht es Zeit und die Rückmeldungen der KundInnen, nicht weitere Weiterbildungsschleifen!&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Wurzel: Selbstwertzweifel?</h2>



<p>Allerdings wurzelt das Gefühl, eigentlich besser Brötchen verkaufen zu sollen, nicht selten tiefer, in der eigenen Biografie. Ich kenne viele kompetente BeraterInnen, die dennoch immer wieder an ihren eigenen Fähigkeiten zweifeln, weil sie an ihrem eigenen Wert zweifeln. Solche <strong>Selbstwertzweifel sind meist in der Kindheit und/ oder Jugend angelegt</strong>:  in den Beziehungen zu Mutter, Vater und anderen wichtigen Bezugspersonen. Von ihnen sollten wir gelernt haben, dass wir wertvolle Menschen sind. Bedingungslos &#8211; PUNKT -!  Nicht wertvoll, weil …, sondern wertvoll überhaupt. </p>



<p>Nicht also, weil wir unseren Eltern geholfen, sie ggf. sogar gestützt haben, wo diese nicht in ihrer erwachsenen Kraft waren, sind wir wertvoll. Nicht, weil wir gute Leistungen, Noten und Erfolge mit nach Hause gebracht haben, sind wir gut und in Ordnung. Aber falls wir es so gelernt haben, dann wirken diese Muster häufig heute noch weiter: <br><br><strong>Wir fühlen uns wertvoll, wenn wir anderen helfen,</strong> wenn wir Leistungen bringen, wenn die Beratung erfolgreich ist… Aber dann sind wir in unserem Selbstwertgefühl abhängig vom Urteil und Erfolg unserer KundInnen.<br></p>



<h2 class="wp-block-heading">Mit Geldaufstellungen Lösungsbilder zum Thema Geld finden</h2>



<p>Was kann systemisches Coaching und insbesondere systemische Aufstellungsarbeit nun zur Lösung dieser Themen leisten, so dass sie unserem beraterischen auch finanziellen Erfolg nicht mehr im Wege stehen und ein „Sowohl-als-auch“ oder sogar ein <strong>„Volles Beides“ von Helfen und finanziellem Erfolg möglich</strong> ist? <br><br>Systemisches Arbeiten ganz allgemein geht von Wechselwirkungen aus und schaut darauf, was Beziehungssystemen ausgegrenzt wird. Deshalb ist es ganz allgemein sinnvoll nach unserem Verhältnis zu Geld zu fragen und bewusst zu machen, was wir damit verbinden? </p>



<p>Da <strong>Geld</strong> für uns alle existentiell ist und in jeder Familie eine anderen zentrale Rolle spielt, kommen hier immer <strong>spannende Dynamiken </strong>zum Vorschein, die eine Geldaufstellung bewusst machen kann.</p>



<p>Außerdem spielt Geld immer eine Rolle in Bezug auf die für uns <strong>polaren Grundbedürfnissen Autonomie und Bindung</strong>. Geld ermöglicht Autonomie: „Ich kann mich&nbsp; frei kaufen!“ (Monopoly) und Geld stellt Beziehungen in der <strong>Dynamik von Geben und Nehmen</strong> her. Nicht zuletzt hat es als Symbol für Wert mit zentralen allzumenschlichen <strong>Themen wie Schuld und Opfer </strong>und Erfolg zu tun. Haben wir gelernt das Leben und seine Gaben annehmen oder lehnen wir es ab?&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Dynamik um Geld am Beispiel Selbstwert</h2>



<p>So strahlen Menschen, die in gutem Kontakt mit ihrem Kern, ihrem Selbst sind, Selbstwert auch aus. Das ist attraktiv. Sie können andere durch ihr Modell, ihre Haltung und Kommunikation in Kontakt mit sich selbst bringen, auch mal widersprechen oder einen Auftrag ablehnen, wenn er nicht zu ihnen passt. Ihre Beratungsmethoden sind dann nur noch das Vehikel dieser Beziehungsbotschaft, die sie mit ihrer Beratung vermitteln: In der Sprache der Transaktionsanalyse : <strong>„Ich bin ok, du bist ok!“</strong>. <br><br>Übersetzt auf das Thema Geld und Beratung: <strong>&#8222;Du darfst nehmen und ich darf nehmen!&#8220;.</strong> Beratung ist eben eine professionelle Dienstleistung und keine karitative Veranstaltung. Und trotzdem darf sie für mich auch sinnvoll und beglückend sein, weil sie meinem Ethos entspricht! Auch das könnte das gelungene Ergebnis einer Geldaufstellung sein: Ein volles Beides &#8211; Geld verdienen und dabei seine Ideale leben.</p>



<p>Für sie ist es dann auch ok, Geld für ihre Beratungsleistung anzunehmen. Sie verwechseln nicht Kompetenzfragen mit Selbstwertthemen. Sie wissen, wann sie gute Arbeit machen. Sie wissen auch, dass sie mal schlechtere Tage haben und dass KundInnen ihren Teil zum Gelingen einer Beratung beitragen müssen. Sie schätzen die Selbstverantwortung ihrer KundInnen und tragen diese nicht für sie.&nbsp;</p>



<p>Und sie wissen auch um Dynamiken von Geben und Nehmen. Verkaufen Sie sich und ihre Leistung unter wert, so werten sie ihre Beratung ab. Glauben sie nicht an ihre Interventionen, so nähren sie auch die Zweifel ihrer Klienten, statt sie zu bestärken. Letztlich stehen wir auch mit unserer Haltung zu Geld und (Selbst-)Wert in Wechselwirkung mit unseren KundInnen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Geld in den Flow bringen</h2>



<p>Blicken wir zum Abschluss also zurück auf die Überschrift und bekannten Songtitel von Dire Straits: „Money for nothing“ ?! Im Song geht es um den Spaß und die Freude, dass das Geld mit ihrer Musik so leicht zu verdienen ist und fließt. Ein wenig selbstironisch, aber lebensfroh und ein volles Beides: Klingt als hätte die Band mindestens eine Geldaufstellung gemacht. </p>



<p><strong>„That’s the way you do it!“</strong>&nbsp; &#8211; Vielleicht könnte das ja auch dein Refraiming zum Thema Geld werden und „Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft!“.&nbsp;</p>



<p>Also lass uns gemeinsam hinschauen, was Geld für dich bedeutet und in den Flow bringen! <br>Frage mich nach deiner Geldaufstellung, die deine Selbstständigkeit die verdiente Fülle beschert. </p>
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		<title>Die Tanne und das Apfelbäumchen</title>
		<link>https://loesungsbilder.de/die-tanne-und-das-apfelbaeumchen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Prisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Jun 2017 21:16:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Ambivalenz]]></category>
		<category><![CDATA[Dankbarkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schon einen ganzen Tag hat der große Samurai in der Schlange gestanden, um eine Audienz beim Zen-Meister zu bekommen. Als er am Abend schließlich an die Reihe kommt,&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Schon einen ganzen Tag hat der große Samurai in der Schlange gestanden, um eine Audienz beim Zen-Meister zu bekommen. Als er am Abend schließlich an die Reihe kommt, spricht er zum Meister:</p>
<p><em>&#8222;Eigentlich hatte ich eine ganz andere&nbsp;Frage, aber jetzt habe ich dich den ganzen Tag beobachtet und ich frage mich, wieso ich mir dabei so klein vorkomme.&#8220;</em></p>
<p><em>Da zeigt der Zen-Meister in die Landschaft:</em></p>
<p><em>&#8222;Siehst du da im Palastgarten diese hohe, große Tanne &#8211; ein mächtiger Baum! Und daneben, ganz klein, ein Apfelbäumchen. Meinst du die Tanne hat sich schon einmal nur gefragt, wieso sie nicht so herrliche,&nbsp;süße Früchte trägt, wie das Bäumchen? Und hat der Apfelbaum sich wohl schon einmal nur gefragt, wieso er nicht so hoch ist und weit in die&nbsp;Landschaft schauen kann, wie die mächtige Tanne?</em></p>
<p>&#8222;Kunststück!&#8220;, antwortete der Samurai, der einer der besten Krieger des Landes war.</p>
<p><em>&#8222;Bäume können ja auch nicht vergleichen!&#8220;</em></p>
<p><em>&#8222;Aha! Ich sehe, du beginnst zu begreifen!&#8220;</em>, antwortete der Zen-Meister lächelnd.</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vergleiche machen häufig&nbsp;klein und führen zu Neid und einem schlechtem Gefühl, weil wir uns meist automatisch mit jemandem vergleichen, der mehr hat oder im Vergleichspunkt besser ist als wir. Selten vergleichen wir uns mit jemandem, der weniger hat oder schlechter ist als wir. Wenn wir dies aber tun, erkennen wir, wie gut es uns geht und sind dankbar für das, was wir haben, können und sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<pre>Diese Geschichte und viel mehr verdanke ich Heinrich Breuer, Köln.
Bildquelle: Rainer Sturm &nbsp;/ pixelio.de</pre>
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		<title>Ich kann mich nicht entscheiden &#8211; Systemaufstellungen bei beruflichen Entscheidungsschwierigkeiten</title>
		<link>https://loesungsbilder.de/ich-kann-mich-nicht-entscheiden-systemaufstellungen-bei-entscheidungsschwierigkeiten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Prisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Nov 2015 20:29:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Formate]]></category>
		<category><![CDATA[Ambivalenz]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Damit Sie sich ein besseres Bild machen können, welche Themen zu welchen Lösungen durch die Aufstellungsarbeit führen können, stelle ich hier ein Fallbeispiel dar. Namen und konkrete Informationen über&#8230;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Damit Sie sich ein besseres Bild machen können, welche Themen zu welchen Lösungen durch die Aufstellungsarbeit führen können, stelle ich hier ein Fallbeispiel dar.</p>
<p>Namen und konkrete Informationen über die FallgeberInnen sind selbstverständlich geändert.</p>
<p><span class="zitat">Ich kann mich nicht entscheiden:<br />
Was soll ich beruflich in meinem Leben machen?</span></p>
<p><span id="more-789"></span></p>
<h3>Auftragsklärung</h3>
<p>Frau K. kommt mit dem Anliegen zu mir, mehr Klarheit über ihre berufliche Zukunft zu erlangen. Sie schwankt zwischen zwei Richtungen, einem Designstudium und einem Medizinstudium.</p>
<p>Zu ihrer Herkunftsfamilie befragt, erzählt sie, dass sie Einzelkind ist und sich ihre Eltern getrennt haben, als sie elf Jahre alt war. Sie pendelte dann zwischen Vater und Mutter hin und her, eine Woche beim Vater, eine bei der Mutter. Später wohnte sie hauptsächlich bei der Mutter und hatte nur noch ab und an an den Wochenenden Kontakt zum Vater. Ihr Vater selbst war Arzt, ihre Mutter Lehrerin.</p>
<p>Frau K. möchte nun die zwei Entscheidungsmöglichkeiten aufstellen und verstehen, was sie davon abhält, sich für eine der beiden zu entscheiden und sie möchte nachspüren, welche Entscheidung für sie stimmiger ist.</p>
<h3>Ausgangsbild</h3>
<p>Ich komme dem Wunsch nach und lasse Frau K. zunächst nur drei Repräsentanten aufstellen, eine für sie selbst, eine für ein Designstudium und eine für ein Medizinstudium.</p>
<p>Frau K. stellt diese wie in einem Dreieck angeordnet auf, dabei sind die beiden Studienwünsche soweit voneinander entfernt, dass Frau K.s Repräsentantin nur entweder zu dem einen oder dem anderen blicken kann.</p>
<p>Die Repräsentantin für Frau K. schwankt nach kurzer Zeit leicht, aber sichtbar hin und her. Passend dazu berichtet sie, dass sie sich innerlich hin- und hergerissen fühlt. Mal blickt sie mehr zum Designstudium, mal mehr zum Medizinstudium.</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-40 size-full" src="http://familienaufstellung-koeln-bonn.de/aa-wp-test/wp-content/uploads/2015/11/aufstellung_berufsentscheidung_bild1-1.png" width="691" height="469" /></p>
<h3>Prozessarbeit</h3>
<p>Ich fordere Frau K.s Repräsentantin auf, sich einmal probeweise ganz mit ihrem Körper und ihrem Blick dem Medizinstudium zuzuwenden. Als sie das tut, bekommt sie eine leichte Beklemmung im Bauch und ein Schuldgefühl steigt in ihr hoch. Sie äußert, dass es sich anfühlt, als würde sie das Designstudium dann im Stich lassen. Genauso ergeht es ihr anschließend mit der anderen Alternative.</p>
<p>Es wird sichtbar, dass sie in einer Art Loyalitätskonflikt gefangen ist. Aufgrund der Informationen über die Herkunftsfamilie, möchte ich die Vermutung testen, ob dieser Konflikt mit der Trennungsgeschichte der Eltern zu tun hat. Deshalb frage ich Frau K., ob sie Vater und Mutter den beiden Alternativen zuordnen könne. Sofort nickt sie und sagt ohne zu zögern das Medizinstudium stehe für ihren Vater, das Designstudium für ihre Mutter, die schließlich Kunstlehrerin gewesen sei und eigentlich Malerin werden wollte.</p>
<p>In dem Moment, in dem sie dies erzählt, verändert sich etwas in der Aufstellung und der Atmosphäre im Raum. Die Repräsentanten für die beiden Entscheidungen werden wacher und blicken nun erstmals nicht nur stumm und erwartend die Repräsentantin von Frau K. an, sondern tauschen auch erste Blicke untereinander aus. Man kann dies als Ebenenwechsel interpretieren und ich folge diesem Wechsel von der Ebene der Entscheidungsaufstellung zu einer Familienaufstellung. Damit geht auch einher, dass wir es nun mit einem Bild aus einer anderen Zeit zu tun haben, als die Klientin noch eine Jugendliche war, die zwischen den Eltern (innerlich) hin und her pendelte.</p>
<p>Im nächsten Schritt bitte ich die Repräsentantin von Frau K., zwei Schritte zurückzutreten, so dass sie ihre Eltern die da getrennt vor ihr stehen, besser gemeinsam im Blick hat. Die Repräsentantin ist erleichtert über diese Umstellung und sagt: <i>„Ja, das da ist mein Konflikt!“</i>, während sie auf die sich gegenüberstehenden Eltern zeigt.</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-41 size-large" src="http://familienaufstellung-koeln-bonn.de/aa-wp-test/wp-content/uploads/2015/11/aufstellung_berufsentscheidung_bild2-1-700x524.png" width="700" height="524" /></p>
<p>Währenddessen wird Frau K. selbst die vom Außenkreis diese Umstellung beobachtet, traurig. Ich gehe zu ihr und sie erzählt, wie belastend die Zeit der Pendelei war,  dass ihre Eltern sich damals oft um sie gestritten hätten, Übergabetermine, verschiedene Ansichten in der Erziehung, etc.</p>
<p>Ich frage Frau K., ob Sie selbst in die Aufstellung hineingehen möchte, und die weiteren Schritte zu einer Lösung gehen will und sie bejaht. In der Position kommen ihr zunächst noch einmal Tränen, dann kommt auch Wut in ihr hoch und sie reguliert diese Gefühle selbst, indem sie noch einen kleinen Schritt zurück geht, um mehr Abstand und Überblick zu haben. Dann schlage ich ihr folgende Lösungssätze vor. Zunächst lasse ich sie noch einmal ihr damaliges emotionales Erleben aussprechen:</p>
<p><i>„Das da, war mein innerer Konflikt.“</i> Und sie nickt bei diesen Worten.</p>
<p>Dann schlage ich ihr die Worte vor: <i>„Ich lasse den Konflikt bei euch. Das da ist euer Konflikt. Ich bin nur eure Tochter, eure gemeinsame Tochter.“</i></p>
<p>Diese Worte erleichtern die Klientin sichtbar, sie atmet aus und richtetet sich gerader auf. Um diese Lösung noch zu verstärken, gehe ich kurz zu den Eltern, die jetzt liebevoll auf ihre Tochter schauen und frage nach, wie die Worte bei ihnen ankommen. Sie bestätigen beide, dass sie stimmig sind: <i>„Ja, das war unser Konflikt, nicht ihrer.“ </i>Um dies im Gefühl der Tochter zu verankern, lasse ich beide Eltern einzeln zu ihrer Tochter sagen:<i> „Das war unser Konflikt. Du bist nur unsere Tochter!“ </i>Dies erleichtert Frau K. noch mehr. Sie strahlt und nickt. Dann lasse ich sie noch <i>„Danke!“</i>, sagen, um ihre Anerkennung für die Eltern auszudrücken und eine Versöhnung mit ihnen und der Trennungsgeschichte anzustoßen.</p>
<h3>Lösungsbild</h3>
<p>Zum Abschluss lasse ich Frau K. sich umdrehen und bitte die Repräsentanten der Eltern, sich rechts und links hinter sie zu stellen und ihr je eine Hand auf die Schulter zu legen. So spürt sie ihre Eltern als Ressourcen in ihrem Rücken und ist auf ihre Zukunft ausgerichtet. Außerdem stelle ich ihr noch einen neuen Repräsentanten für „eine gute Berufsentscheidung“ in ca. drei Metern Abstand gegenüber.</p>
<p>Frau K. berichtet, dass sie sich in dieser veränderten Position von ihren Eltern gemeinsam unterstützt fühlt und freudig erregt in Richtung Zukunft auf „eine gute Berufsentscheidung“ schaut. Innerlich fühlt sich sich nicht mehr zerrissen, sondern ruhig und kraftvoll. Jetzt frage ich Frau K. noch, ob sie bereit ist, drei Schritte in Richtung Zukunft hin zu „eine gute Berufsentscheidung“ zu gehen. Sie nickt, geht erst zögerlich, dann festen Schrittes zur Repräsentantin der Berufsentscheidung und nimmt deren Hände in ihre. Hier beende ich die Aufstellung.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-42 size-full" src="http://familienaufstellung-koeln-bonn.de/aa-wp-test/wp-content/uploads/2015/11/aufstellung_berufsentscheidung_bild3-1.png" width="673" height="564" /></p>
<h3>Nachgespräch</h3>
<p>Im kurzen Nachgespräch äußert Frau K. die Idee, sie könne ja vielleicht auch beides, Medizin und Design irgendwie verbinden. Kunsttherapie oder Design für medizinische Geräte? Sie will sich noch einmal genauer Informieren, was es so alles in diesen Bereichen gibt.</p>
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		<title>Innere Anteile aufstellen, um Entscheidungen leichter zu fällen</title>
		<link>https://loesungsbilder.de/entscheidungen-faellen-innere-stimmen-aufstellen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Prisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2015 19:39:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Formate]]></category>
		<category><![CDATA[Ambivalenz]]></category>
		<category><![CDATA[innere Anteile]]></category>
		<category><![CDATA[Integration]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bleibe ich oder gehe ich? Immer wieder kommen TeilnehmerInnen mit der Frage zu mir in eine Aufstellung, ob Sie die Beziehung, die Sie führen Ihnen gut tut. Sie&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Bleibe ich oder gehe ich?</h3>



<p>Immer wieder kommen TeilnehmerInnen mit der Frage zu mir in eine Aufstellung, ob Sie die Beziehung, die Sie führen Ihnen gut tut. Sie fragen sich, ob Sie bleiben sollen oder es beenden sollen, um wieder für Neues offen zu sein.</p>



<p>Meist geht es dabei um Liebesbeziehungen. Oft haben sich die Partner auch schon getrennt, aber können nicht recht voneinander. Sie führen dann nach der Beziehung eine Affaire weiter, oft mit Verletzungen und Verzicht auf der einen oder anderen Seite.</p>



<p>Aber auch bei&nbsp;berufliche &#8222;Beziehungen&#8220;, ist dies eine häufige Frage: Soll ich meine Stelle wechseln oder soll ich besser noch aushalten? Bleibe ich oder gehe ich?</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Weder Fisch noch Fleisch</strong></h3>



<p>Dieser Zustand des Hin- und Herpendeln zwischen den beiden Alternativen, ob nur gedanklich oder wie in einer Affaire auch schon testweise in der Realität, ist auf die Dauer für die meisten Menschen unbefriedigend:&nbsp;Man kann sich nicht so richtig einlassen, hält seine Kraft und sein</p>



<p>Engagement zurück und wird auch von der anderen Seite entsprechend vorsichtig und skeptisch behandelt. Denn auch diese merkt, selbst wenn es nicht ausgesprochen ist, die Unentschiedenheit bei Ihnen, und schützt sich.</p>



<p>Oft lässt sich dieser Zustand aber über längere Zeit &#8222;spielen&#8220; und er hat ja auch sein Gutes: Man brauch sich nicht zu ent-scheiden, also von der gewohnten, lieb gewonnenen und Sicherheit bietenden Alternative zu trennen.</p>



<p>Auf Dauer aber ist es unbefriedigend. Was also kann man tun, wenn die Entscheidung, wieder besseren Wissens, dass Sie an der Zeit ist, nicht fällt?</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Innere Anteile aufstellen</strong></h3>



<p>Die Aufstellung der inneren Stimmen oder inneren Anteile, die hier beteiligt sind, kann helfen, den Entscheidungsprozess zu beschleunigen. Dazu kläre ich im Gespräch zunächst einmal, welche Stimmen für die Entscheidung wichtig sind: Wer ist bei Ihrer Entscheidungsfrage im inneren Chaos der Stimmen beteiligt? Wer schreit hier laut, aber wer flüstert auch zaghaft im Hintergrund? Oft sind&nbsp;dies Herz, Kopf, Bauch, Unterleib&nbsp;(Gefühl, Verstand und Intuition, Lust). Aber es können auch, je nach Person und Entscheidung, ganz andere Stimmen sein, z.B. der innere Freiheitskämpfer, die gute Mutter, etc.</p>



<p>Diese Stimmen werden dann im Raum aufgestellt und wir erforschen, wie Sie zueinander in Bezug auf dies Entscheidungsfrage stehen. Wer kommt gut miteinander klar? Wer kann sich nicht sehen? Wer braucht viel Abstand, wer ist sich nah?</p>



<p>Schon in dieser Phase des Aufstellungsprozess bekommen Sie als KlientIn viel über Ihre Entscheidung mit und durchlaufen emotional und kognitiv mit den Bewegungen und Kontaktaufnahmen der aufgestellten Stimmen einen inneren Prozess:</p>



<p>Vielleicht erkennen Sie, dass der Kopf einiges vom Herz lernen kann oder dass die Intuition den Blick auch auf andere mögliche Alternativen richtet und so die Einengung durch zwei Alternativen aufbrechen will?</p>



<p>Im Idealfall führt die Auseinandersetzung der inneren Stimmen allein schon zu einer harmonischen Einigung, einem Lösungsbild, in dem jede Stimme einen guten Platz in Bezug zu den anderen findet und Sie erkennen, was für eine Lösung das bezüglich Ihrer Entscheidungsfrage bedeutet.</p>



<p>Oft zeigt sich, dass statt&nbsp;&#8222;Ja&#8220; oder &#8222;Nein&#8220; andere Lösungen viel angemessener sind: So könnte sich z.B. zeigen, dass ein offenes Gespräch mit dem/ der PartnerIn, in dem Sie Ihre Wünsche klar benennen, &nbsp;ein guter Weg ist, um Ihre Entscheidung voran zu treiben. Eine andere Lösung im beruflichen könnte eine Reduktion auf eine Teilzeitstelle sein, statt sofort auszusteigen. Und in manchen Fällen ist ein klares &#8222;Nein&#8220;, oder &#8222;Ja&#8220;, ein stimmiges Ergebnis.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Einen &#8222;Chorleiter&#8220;&nbsp;oder eine &#8222;ChorleiterIn&#8220; einführen</strong></h3>



<p>Häufig braucht es aber auch einen &#8222;Chorleiter&#8220; oder eine &#8222;Teamleiterin&#8220;, oder ein &#8222;integrierendes Ich&#8220;, um den inneren Konflikt der Stimmen zu lösen. In der Aufstellung kann sich diese dann die Bedürfnisse und Bedenken der einzelnen Stimmen anhören und dann schlichtend und ordnend eingreifen, so dass am Ende ein guter Kompromiss zustande kommt, mit denen alle leben können. Damit wird wie in einem Team ein Patt verhindert, wenn zwei Kontrahenden, z.B. Herz und Kopf einfach nicht von ihren gegensätzlichen Positionen abweichen wollen.</p>



<p>Hier bietet es sich dann an, diese LeiterIn bald durch den/die KlientIn selbst aufzustellen, da diese(r) je schließlich hinter der Entscheidung stehen und mit ihr Leben muss.</p>
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